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Helmtest: Radkappe und Helmetui

 
© Radkappe
© Radkappe

Ich suche einen Helm. Momentan greife ich nur zu dem Kopfschutz, wenn ich sportlich unterwegs bin – ich hätte aber gern einen Helm für die Stadt. Einen schicken, den ich gern trage, auch wenn ich nur ein paar Meter langsam mit dem Rad zum Büro oder zum Supermarkt trödle. Einen, der sich je nach Mütze unkompliziert einstellen lässt. Mein zweiter Versuch: die Radkappe und zum Aufbewahren des Helms am Fahrrad den Helmmate.

Schöne Farben, dachte ich, als ich die ersten Fotos der Radkappen in Creme und Eisblau sah. Die Form ist an einen Reiterhelm angelehnt. Das muss man mögen, ist aber mal etwas Anderes. Als ich den Helm das erste Mal aufsetzte und in den Spiegel sah, erschrak ich. „Wow, hast du einen riesigen Kopf“, dachte ich. Meine Kinder lachten mich aus, als sie mich mit dem Helm sahen, und meine stets diplomatische Kollegin kommentierte: „Der Helm passt gut zu deinen Stiefeln.“

Was soll ich sagen: Die Farbe ist toll, der Helm unglaublich leicht, er fühlt sich gut an, wenn man ihn aufsetzt. Und die Idee mit der Aussparung am Hinterkopf für Zopffrisuren ist clever. Doch zu mir passt er eindeutig nicht. Ich sehe damit unmöglich aus und suche weiter. Meine Tochter dagegen kann ihn mit ihrer Bommelmütze gut tragen:

© Reidl
© Reidl

Was mir aber gefallen hat, ist der Helmmate. Manche Radfahrer tragen keinen Helm, weil sie es lästig finden, ihn am Ziel mit sich herumzutragen. Mit dem Helmmate kann man ihn nun direkt am Fahrrad aufbewahren. In einem kleinen Behälter – er erinnert an die Werkzeugtasche, die früher serienmäßig am Sattel befestigt war – ist eine Hülle unterbracht, die als abschließbare Helmtasche dient.

© Reidl
© Reidl
© Helmmate
© Helmmate

Das Prinzip ist einfach: Man zieht die Hülle über den Sattel, legt den Helm auf diesen und streift dann die zweite Hülle über den Helm. Mit einem Reißverschluss werden beide Hüllen miteinander verschlossen und mit einem kleinen Schloss gesichert.

© Reidl
© Reidl
© Reidl
© Reidl

Das ist praktisch. Jetzt muss sich der Helmmate noch im täglichen Bahnhofstest bewähren.

 

22 Kommentare

  1.   figurenwerk-berlin

    Ich suche auch einen Helm.
    Einen schicken, den ich gern trage, wenn ich mein Fahrrad einige Meter weit die steile Kellertreppe hinuntertrage, und auch aufbehalten kann, wenn ich danach die Fenster putze.
    Je mehr ich darüber nachdenke, desto weniger Situationen fallen mir ein, die ungefährlicher sind als mit dem Fahrrad „ein paar Meter langsam mit dem Rad zum Büro oder zum Supermarkt“ zu „trödeln“.
    Kurz und gut, es gibt so viele vergleichbare Risiken, vor allem im Haushalt (man denke nur an Gefahrenlage, die sich ergibt, wenn man nackten, nassen Fußes die Badewanne verlässt . …), daß es unverständlich erscheint, warum manche Leute ihren Helm nur zum Fahrradfahren aufsetzen.


  2. Ich könnt jetzt was sagen. Tu ich aber nicht ;-)

    Hat keinen Sinn, die Diskussion weiterzuführen ;-)

  3.   Trägt Wollhelm

    Mütze unter einem Helm? Dann kann man den Helm auch gleich ganz weglassen. Mittlerweile gibt es eine ausreichende Auswahl an z.B. gestrickten Helmen, das sind Mützen, die wie Helme aussehen. Lassen sich auch mit gestrickten Hippster-Bärten kombinieren (gibt es bei Etsy, Dawanda, usw.). Bei Nichtgebrauch einfach in die Jackentasche stopfen.

    Warum steht dieser Artikel im Fahrrad-Blog und nicht in der Fetisch-Ecke?


  4. Mir leuchtet der Sinn des Helmmates nicht so ganz ein. Ich kann doch einfach das Fahrradschloss mit durch den Helm fädeln?

  5.   Radschwarzfahrer

    @After You: Einen Helm offen am Fahrzeug aufzubewahren habe ich mir abgewöhnt als ich noch Motorrad gefahren bin. Zu viele spannende (eher eklige) Dinge wurden von unfreundlichen Zeitgenossen im Helm entsorgt.

  6.   Radschwarzfahrer

    @Figurenwerk:
    Es hat keinen Sinn mit Gläubigen zu diskutieren. ich habe noch keinen Fahrradhelmträger oder Befürworter getroffen, der irgendwelchen rationalen Argumenten zugänglich gewesen wäre.

  7.   Funktionsbluse

    Ich habe seit Kurzem einen Helmmate und kann ihn für alle regelmäßigen Helmträger empfehlen. Vorher habe ich den Helm öfter zu Hause gelassen, weil ich ihn nach der Fahrt nicht überall mit mir herum schleppen wollte. Der Helm ist nun einigermaßen geschützt vor spannenden und ekligen Dingen und vor Regen sowieso. Da er wie eine Werkzeugtasche am Fahrrad befestigt ist, ist er auch bei spontanen Fahrten immer greifbar.

  8.   heinereiner

    @6. / Radschwarzfahrer
    Was willst Du auch mit rationalen Argumenten?
    Man hat ja seinen gesunden Menschenverstand, wieso sollte man sich da durch Fakten irritieren lassen?


  9. MIch würde ehrlich mal interessieren, was aktiv dagegen spricht, einen Helm zu tragen. Ich weiß, dass viele Argumente für den Helm in Wirklichkeit Scheinargumente sind (deshalb bin ich ja auch gegen eine direkte oder indirekte Helmpflicht), aber dass Helmtragen tatsächlich gefährlich sei, würde ich derzeit eher nicht sehen.

    Und nein, das ist keine Provokation, mich interessiert das wirklich.

  10.   Dick Hendrix

    @9 – nichts spricht dagegen. Es ist lediglich so, dass zu diesem Thema manche Leute ausser ihrer eigenen Meinung – auch ihre eigene Wahrheit zu haben glauben und andere Leute damit indoktrinieren oder schlicht nerven.

 

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