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Zeit Campus und ze.tt gendern jetzt mit Doppelpunkt

 

Dieser Text erscheint in unserem Glashaus-Blog. Was es damit auf sich hat, erfahren Sie hier.

Ab sofort finden Sie in einigen unserer Texte deutlich mehr Doppelpunkte als bisher. Die Redaktion von ZEIT Campus hat sich für diese Version der Gender-Schreibweise entschieden: Statt Professor mit einem generischen Maskulinum zu benennen, schreibt sie von jetzt an Professor:innen. Das gilt sowohl für Online-Beiträge als auch für das gedruckte Heft.

ze.tt, das zweite junge Online-Angebot des ZEIT-Verlags, gendert bereits seit 2016. Die Kolleginnen und Kollegen nutzten bislang die Schreibweise mit dem Gender-Sternchen. Künftig wird auch ze.tt die Schreibweise mit dem Doppelpunkt verwenden. Alle anderen Ressorts der ZEIT und von ZEIT ONLINE behalten ihre bisherigen Regelungen für gendergerechte Sprache bei. 

Warum nutzen gerade die zwei Magazine den Doppelpunkt? Campus und ze.tt wollen die diverse Realität sprachlich abbilden. Dies wird auch immer wieder von der jungen Leser:innenschaft als Wunsch an die Redaktionen herangetragen – von Studierenden, die in Seminaren auf Zoom den Gender-Gap selbstverständlich mitsprechen oder in Hausarbeiten mit Doppelpunkt oder Sternchen gendern. Um auf unserer zentralen Website nicht mit unterschiedlichen Schreibweisen zu verwirren, haben wir uns für Einheitlichkeit entschieden. Der Doppelpunkt steht für geschlechtliche Vielfalt und bezieht nicht nur männliche und weibliche, sondern auch nichtbäre, diversgeschlechtliche Personen mit ein. 

Damit das mit dem Doppelpunkt aber nicht überhand nimmt, nutzen wir, wo möglich, neutrale Formen. So schreiben wir niemand statt keine:r und alle statt jede:r, Studierende statt Student:innen und Mitarbeitende statt Mitarbeiter:innen. Dies gilt auch für Überschriften. Und in direkten Zitaten, in Interviews und Protokollen gendern wir selbstverständlich nur, wenn unsere Protagonist:innen es auch getan haben.