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Selbst McKinsey hält radikale CO2-Minderung bis 2050 für möglich

 

Nur flott: Die Unternehmensberatung McKinsey, die immer wieder mit spannenden Energiestudien für Aufmerksamkeit sorgt, hat heute in Brüssel die Roadmap 2050 vorgestellt. Sie wurde von der European Climate Foundation in Auftrag gegeben und zusammen mit Energieversorgern wie Vattenfall, RWE und E.On und NGOs wie Germanwatch erstellt. McKinsey geht in seiner Studie davon aus, dass Europa bis 2050 eine Reduzierung seiner Co2-Emissionen um 80 Prozent im Vergleich zu 1990 erreichen kann – und das alles mit bereits etablierten Technologien (also keine Osmosekraftwerke oder anderer Schnickschnack), sondern mit Energiesparen, Kohlendioxidabscheidung (CCS), dem Ausbau der erneuerbaren Energien – und einem gewissen Anteil von Atomstrom. Allerdings müsste das Energiesystem dafür fundamental geändert werden – und die Zeit wird knapp: Gerade mal fünf Jahre hätten wir noch, um mit der Transformation zu beginnen.

11 Kommentare


  1. […] Selbst McKinsey hält radikale CO2-Minderung bis 2050 für möglich […]


  2. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing. (Es ist möglich und wird
    ungeheuer teuer!) Der Nutzen wird nicht hinterfragt! Also noch ein
    Gefälligkeitsgutachten mehr.So verdient McKinsey am Klimawandel.


  3. Lieber Herr Weber
    ist die Lage wirklich so eindeutig? Dann dürfte eigentlich die Atomkraft wohl kaum eine Rolle in dem Gutachten spielen, würde man Ihrer These folgen…
    Besten Gruß
    M.Uken

  4.   J.S.

    Atomkraft? Dafür gibt es keine Subventionen mehr. Früher hat man für die Entwicklung der Atomkraft Geld kassiert. Jetzt kassiert man für Öko-Energien. Es wird sogar für so unsinnige Technologien wie CCS kassiert.
    Und in ein paar Jahren werden ungeheure Summen für die Kernfuson fällig.
    Am Ende geht es nur darum weiter Steuermilliarden zu kassieren. Für die Umwelt bringt das nichts. Eher das Gegenteil.
    Wir schalten ein sicheres Kernkraftwerk ab und ersetzen es durch russisches Erdgas, aber dafür bauen die Russen zwei unsichere Kernkraftwerke.
    Zudem ersetzen wir Kernenergie durch Kohle und das ist Klimaschädlich.

  5.   J.S.

    Solarstrom aus der Wüste?
    Jedes der Solar-Kraftwerke in Spanien verbraucht ca. 700.000 Kubikmeter Wasser pro Jahr, also soviel wie 10000-15000 Menschen.

    Woher soll das Kühlwasser in der Sahara kommen?

    Warum wird das in der Presse nicht thematisiert? Weil man auch für eine zunächst plausibel erscheinende Idee Subventionen kassieren kann? Erinnert sich noch jemand an Cargolifter?


  6. McKinsey hält für gewöhnlich auch radikalen Personalabbau für möglich – wenn der Auftraggeber mit dieser Intention arbeiten lässt…
    Ob das (unter welchen Voraussetzungen) Mögliche auch das Angezeigte oder das tatsächlich Machbare ist ??
    Hält McKinsey das angeblich Mögliche z.B. auch im genannten Zeitkorridor für Machbar und wenn ja zu welchen „Kosten“ – oder definiert man nur Rahmenbedingungen, die dann keiner erfüllt/erfüllen kann, so dass das angeblich Mögliche doch nur unmöglich oder unsinnig bleibt.


  7. „Atomkraft? Dafür gibt es keine Subventionen mehr.“

    Wirklich? Wer bezahlt die Asse-Sanierung in Milliardenhöhe, wer die Suche nach einem Endlager und wer die Folgekosten?

    Und wer haftet für die zig-Milliarden im Falle eines Super-GAUs, zu dem es hoffentlich nie kommen wird? Müssten die Betreiber sich privat für diesen Schadensfall versichern, hätte sich das Thema Kernkraft wohl schon von selbst erledigt.

  8.   J.S.

    @Kein Einstein
    Umgekehrt! Wer kassiert denn für die Asse-Sanierung? Vielleicht bekommen da sogar ein paar Arbeitslose einen gut bezahlten Job. Das Geld bleibt jedenfalls im Land.
    Wenigstens geht das Geld nicht an Gazprom in Moskau.
    Und der von den Kohlekraftwerken verursachte Klimawandel ist erst recht nicht versichert. Ganz zu schweigen von einem Bürgerkrieg um die letzten extrem teuren Energievorräte wenn man nicht für billige Energie sorgt.
    Sie glauben das wir ohne Kernenergie alle Probleme los sind, aber das ist nicht so.
    Was glauben Sie was in einem harten Winter wie dem letzten passiert, wenn kein billiges Heizöl mehr da ist? Massenhaft Tote durch Erfrieren, Lungenentzündung usw.. Fragen Sie mal in einem Altersheim wie das nach 1945 war. Karl Valentin ist z.B. 1948 an einer Lungenentzündung gestorben, die er sich in einem ungeheizten Tehater geholt hat, und er war nicht der einzige.

  9.   achimvr

    An der Studie haben EON, RWE, Vattenfall u. die Deutsche Umwelthilfe mitgewirkt.
    Dennoch zeigt diese dass bis 2050 100% EE ohne Mehrkosten möglich sind.

    War wohl nix mit: Wes Brot ich ess des Lied ich sing.


  10. Augen auf,achimvr.Alle die Sie nennen, drängen an den
    Subventionstöpfen für EE.Über die Kosten hat McKinsey
    NICHTS gesagt,nur über die technische Möglichkeit.Das
    ohne Mehrkosten haben sie sich aus den Fingern gesogen.
    Das wird viel teurer und EON u. a. wollen dabei mitver-
    dienen. Ebenso wie McKinsey an der Studie verdient hat.

 

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