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Trennungsprämie für Stromfresser

 

Diesmal etwas aus der Rubrik: „Geht doch“. Und zwar zum Thema Energieeffizienz – ja, ich weiß, was für ein Wort: sperrig und langweilig. Wie kriegt man die Leute dazu, alte Stromfresser aus ihrem Haushalt zu schmeißen und in neue, effizientere Geräte zu investieren?

Die Österreicher machen´s vor: Sie haben eine „Trennungsprämie“ eingeführt (ja, der Humor unserer Nachbarn hat fast britische Züge ;-). 100 Euro gibt es, wer seine alte Waschmaschine oder seinen Trockner ausmustert und zu einem stromsparenderen Gerät greift. Die Prämie ist ein derartiger Erfolg, dass das Budget von zwei Millionen Euro schon im Frühjahr ausgeschöpft war.

Der Absatz der energieeffizienten A++-Geräte soll sich in Österreich sogar verdreifacht haben. Da freut sich nicht nur das Klima, sondern auch der Geldbeutel: Denn ein moderner Wäschetrockern verbraucht 50 Prozent weniger Energie als ein Modell aus dem Jahr 1990.

Und wie alt ist Ihrer?

2 Kommentare

  1.   Mehrwert

    Ich finde die Trennungsprämie grundsätzlich gut. Allerdings frage ich mich, wie viel Energie es kostet, die alten Geräte, die noch funktionieren würden, zu entsorgen. Außerdem wäre es langsam an der Zeit, elektronische Geräte zu bauen, die nicht nur energieeffizient sind, sondern auch in ihren Rohstoffen vollkommen wiederverwertbar…siehe cradle to cradle konzept.

  2.   Christian Dehmel

    Die Frage nach den Energiekosten für die Entsorgung sind nur all zu berechtigt. Hier haben Berechnungen des Öko-Instituts aus Freiburg ergeben, dass viele 5 Jahre alte Kühlgeräte und die meisten 10 Jahre alten Kühlgeräte bedenkenlos entsorgt werden können, da insgesamt mehr Energie eingespart wird, auch wenn Produktion und Entsorgung mit einberechnet werden. Nur bei Gefriertruhen kann man das nicht so pauschal sagen.
    Die Wiederverwertung der einzelnen Bestandteile ist aber ebenso wichtig, genau!!!

 

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