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Fracking – bislang ohne Umweltcheck

 

Mal flott ein Blick über den großen Teich: Vermont hat vergangene Woche als erster US-Bundesstaat ein Fracking-Verbot erlassen. Zu unklar seien die Risiken, ob Fracking (bei dem ein Chemikaliencocktail unter Tage gepresst wird, um Erdgas zu fördern) das Grundwasser verseuche, so Gouveneur Peter Shumlin. Gerade in den USA herrscht ja zurzeit ein wahrer Fracking-Boom und die Fördermengen haben die Erdgaspreise in den USA zurückgehen lassen.

Wie in den USA mehren sich allerdings auch in Deutschland die Kritiker, das zeigte auch der NRW-Wahlkampf. Das Thema Fracking wird auch diese Woche wieder aufkommen, wenn im Wirtschaftsausschuss eine Anhörung dazu läuft. Umstritten ist ja vor allem, dass Behörden sämtliche Genehmigungen noch nach dem Bundesberggesetz erlassen, das teilweise sogar noch aus der Kaiserzeit stammt. Konzerne wie RWE Dea oder ExxonMobil müssen danach erst eine Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) vorlegen, wenn sie mehr als 500.000 Kubikmeter Erdgas fördern werden – eine wohl vollkommen willkürliche Menge.

Die Opposition fordert, diese Grenze auf einen Kubikmeter zu senken – also eine UVP immer verbindlich zu machen. Mit schlechten Chancen, Union und FDP zeigen bislang kaum Interesse daran.

Es ist doch verrückt: Über Tage muss jeder Windmüller die verbindlichen Umweltchecks bei der Genehmigung eines neuen Windparks durchlaufen.

Unter Tage, wenn es um die Qualität des Grundwassers geht, scheint der Gesetzgeber das bislang nicht für nötig zu halten.

8 Kommentare

  1.   GegenPlanwirtschaft

    Natürlich hat die Ökotaliban Angst, dass in Deutschland die Erdgaspreise sinken könnten. Wie kann man dann noch der Bevölkerung deren Ausplünderung per EEG-Umlage verkaufen? In Sachsen soll ein al „minderwertig“ eingestufter Wald zum Teil abgeholzt werden um Windmühlen hinzusetzen. In Stuttgart ereifert sich die Ökotaliban um einzelne Käfer und Bäume, aber zur Vermehrung des eigenen Vermögens können Wälder abgeholzt werden.

  2.   PBUH

    @GegenPlanwirtschaft

    Rot-Grün ist DIE Lobbygruppe für Russengas, das muss man sich immer wieder klarmachen, dann versteht man auch warum sie handeln wie sie handeln.


  3. @3:

    Wenn ich schon wieder Ökotaliban höre. Das lässt mich schon wieder an einem IQ über Raumtemperatur (in ° C) zweifeln.

    Schon mal daran gedacht, dass „Umweltschützer“ keine uniforme Gruppe sind. Meinetwegen können sie die Bäume in Stuttgart ruhig abholzen. Andere ketten sich dort fest.

    Mit der Abholzung des Waldes für WKA: Das ist sicher nicht die Regel und ohne die genauen Umstände zu kennen hier vielleicht auch ein Fehler.

    Zum Topic: Trotzdem komisch warum es hier so gar keine Beschränkungen gibt. Wenn ich einen Ölwechsel im Wald machen würde und erwischt würde, müsste ich zurecht Kubikmeterweise Erdreich austauschen/reinigen, hier scheint das alles relativ locker genommen zu werden.

    Und Angst vor einer Umweltverträglichkeitsprüfung haben ja nur die, die etwas zu verbergen haben.

  4.   Werner Fehlberg

    Tut mir leid, da muss ich Ihnen bescheinigen, dass Sie gar nichts von Chemie verstehen und keine Verantwortung für die Umwelt sehen. Frei nach dem Motto: Nach mir die Sintflut.

    MfG Werner Fehlberg

  5.   Werner Fehlberg

    Fracking zerstört unsere Umwelt und vergiftet unser Trinkwasser.
    Stoppt Fracking sofort!

    MfG Werner Fehlberg

  6.   GegenPlanwirtschaft

    Sehr geehrter Herr Fehlberg,

    mit klassenkämpferische Parolen aus der kommunistischen Mottenecke kommen Sie bei mir nicht weiter.

    Können Sie bitte Ihre Bedenken etwas genauer formulieren?

  7.   UVP

    Eine Prüfung der Umweltauswirkungen erfolgt auch schon jetzt nach dem Bundesberggesetz, das aus dem Jahr 1982 stammt (damals gab es imo keinen Kaiser mehr :-)). Die Prüfung der Umweltauswirkungen ist auch wichtig, dagegen hat wohl keiner was. Das komplizierte und zeitaufwändige UVP-Verfahren ist aber etwas anderes. Es bringt keinen zusätzlichen Nutzen, verzögert aber Bohrungen u.ä. um Jahre. Das hilft dann wieder dem Gas aus Russland. Wenn das das Ziel ist…

  8.   Werner Fehlberg

    Gerne. Schicken Sir mir bitte mal Ihre email-Adresse. Dann schicke ich Ihnen konkrete Argumente.
    MfG, WF

 

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