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Ölkonzerne und andere Klimaschänder: Aktionäre in Haftung nehmen

 

Was hindert eigentlich Unternehmen daran, sich nachhaltiger auszurichten? Glaubt man dem Chef des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung und dem Juristen Jerome Dangerman, dann fehlt es eigentlich nur an einer klaren Zuordnung von Verantwortung. Wenn Aktionäre für die Schäden von Unternehmen haften müssen, dann würden sich Firmen über kurz oder lang umwelt- und klimafreundlicher verhalten, glauben sie.

In einem Aufsatz für das Fachmagazin Proceedings of the National Academy argumentieren sie, dass ein Grundproblem sei, die Aktionäre nicht zur Haftung ziehen zu können. Ein Unternehmen lasse sich zwar verklagen, nicht aber der einzelne Anteilseigner.

Das Thema ist vor allem für den Energiesektor relevant. Denn gerade hier würden Firmen an erprobten, aber klima- und umweltschädlichen Technologien festhalten, so Dangermann auf Science Daily. Er erklärt, warum die Erneuerbaren selbst nach Jahrzehnten noch immer ein Nischendasein fristeten und Kohle, Gas und Atomstrom noch immer den Hauptanteil in der Energieerzeugung ausmachten:

Heavy investments in fossil fuels have led to big profits for shareholders, which in turn leads to greater investments in technologies that have proven to be profitable. While, in parallel, the chances of success for sustainable alternatives diminish. „It’s called Success to the Successful,“ says Dangerman.

Der Vorschlag ist alles andere als irrelevant. Dangermann verweist etwa auf das Deep Water-Bohrinselunglück im Golf von Mexiko. Könnte man die Aktionäre  zur Verantwortung ziehen, dann würden sie sich vielleicht vorher mehr Gedanken über Investments machen, glaubt er.

Leider ist das Thema „Haftungsfragen“ aber noch recht abstrakt. Denn wie Michael Bauchmüller richtig in der Süddeutschen Zeitung schreibt: Wie organisiert man die Aktionärshaftung so, dass am Ende nicht Investitionen zum Erliegen kommen, weil sich niemand mehr traut, Aktien zu kaufen? Und wie lassen sich Schäden tatsächlich einem Unternehmen zuordnen und bewerten? Klar ist: In dem Thema steckt noch viel Musik.

19 Kommentare

  1.   wolf_niese

    Also gut, zum Thema: Mit Aktien geht der Erwerb von Eigentum einher. Grundgesetz Artikel 14 Absatz 2: Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.
    Insofern kann man mit Fug und Recht Anteilseigner haftbar machen, wenn mit ihren Geldern Schäden für die Umwelt entstehen. Und wenn die Politik tatsächlich einen Haftungsanspruch bei Aktionären, die in Öl investieren, durchsetzen würde, dann würden weniger auf Öl und mehr auf Hanf setzen. Denn Hanf birgt weniger Risiken. Es könnte sich nachhaltig vernünftig auf den real existierenden Kapitalismus auswirken, wenn Aktionäre haftungsbeteiligt sind.

  2.   blaufisch

    na Frau Uken? mal wieder in die Rolle eines anderen geschlüpft?


  3. Lieber wolf_niese und blaufisch
    herzlichen Dank für ihr engagiertes Streiten. Wenn es sich auf die Themen des Blogs beziehen könnte, würde ich das sehr begrüßen!
    Danke und Ihnen Zwei ebenfalls ein tiefenentspanntes Wochenende
    Marlies Uken


  4. Herr Schulz,
    wenn Sie glauben, Sie können mir mit Bildungsdünkel, Arroganz, Streitsucht und abgedroschenen Phrasen (Schuster, bleib bei Deinen Leisten) Schmerzen zufügen, dann haben Sie sich gründlich geirrt. Sie selber haben sich ins Knie geschossen, weil Sie übermütig zugegeben haben, dass Ihnen daran gelegen ist, an Blogger mit vermeintlich weniger gesunden Menschenverstand und Lebenserfahrung eine „gelungene Indoktrination“ ausüben zu wollen. Deswegen: Eine Antwort erspare ich Ihnen eben mal bitte nicht. Und obwohl Sie angeblich Naturwissenschaftler sind: Es fällt schwer, meinen Respekt aufrecht zu erhalten.
    Höchstwahrscheinlich wird keiner von uns beiden den anderen überzeugen. Aber fünf Thesen stelle ich auf:

    These Eins:
    Wenn ich das Privileg habe, wohlen Konsum und Demokratie zu genießen, in Besitz eines Urteilsvermögens bin und es mir nicht nur um heute geht, ich zudem die Tagesschau 36 Jahre lang sehe, die verschiedensten Printmedien lese und feststelle, dass nach der eigenen Einschätzung die Nachrichten über Wetterextreme deutlich zugenommen haben und ich den Klimaforschern glaube, dass es an uns Nutznießer des wohlen Konsums zu mindestens liegen könnte, dann ist es doch meine verdammte Pflicht, den Versuch zu unternehmen, weniger Kohlendioxidemissionen zu verursachen, weil auch hier weitgehender Konsens besteht (ich weiß, dass ich es nicht belegen kann, ich hab es u. a. vor ein paar Jahren im Handelsblatt gelesen; nicht gerade ein Blatt, dass sich verdächtig macht, ein schwer links- und grünlastiges Medium zu sein). Auch wenn ich keine Beweise habe, dass es für die Nachkommen besser wäre, die Emissionen zu reduzieren. Dass es gut ist, in diesem Blog für die Nutzung des Hanfs zu plädieren, um der ethisch schwer zu rechtfertigen Konkurrenz zwischen Teller, Trog und Tank und der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu entkommen, selbst wenn der Klimawandel dummes Geschwätz von üblen Gutmenschen sein würde, einfach weil ich Zeilen schreiben kann – und sei es auch mit der Gewissheit, zwar nicht viel gegen die bezahlten Klimakrieger ausrichten zu können, aber ein bisschen. Auch wenn ich nicht Einstein bin.
    These Zwei: Wenn jeder Schuster bei seinen Leisten bleibt, dann ist es um die Zukunft der Zivilisation nicht gut bestellt.
    These Drei: Ein Naturwissenschaftler stellt mehr Rechtschreib- und Grammatikfehler in den Blog als ein Stahlbauschlossergeselle. (Eine beweisbare These)
    These Vier: Der Springerkonzern und die Trusts und Konzerne haben mehr Macht als die *Ökomöhren*
    These Fünf: Die Mehrheit derer, die diesen Blog lesen, sind eher auf meiner und nicht auf der Seite von Blaufisch.
    Beweise mir doch einer mal zur Abwechslung das Gegenteil. Nichts für ungut. Ich wünsche Ihnen von Herzen ein tiefenentspanntes Wochenende.

  5.   blaufisch

    Herr Niese,
    das war genau die Antwort, die ich von Ihnen erwarrtet habe.
    Manchmal muss man einem wie Ihnen eben Schmerzen zufügen, damit er seine Grenzen erkennt. Und ja, dabei herauskitzeln, was in Ihnen so steckt. Nur musste ich dabei ein wenig aus meiner Anonymität heraustreten. Das war es mir wert. Man muss seine Gegner kennen.
    Herr Niese, Sie als Stahlbauschlossergeselle, sollten bei dem bleiben, was Sie können (Schuster bleib bei Deinen Leisten!)und wenn Sie unseren Staatsmedien glauben, ist das einfach Ihre Sache – ich gebe da keine Ratschläge.
    Ach ja, der Altersunterschied macht dann ja auch noch neben der Ausbildung Gründe für die an Ihnen gelungene Indoktrination.
    Eine nächste Antwort auf ein Einlassung von Ihnen ersparen Sie mir bitte!


  6. An Eberhard Schulz
    Ich habe die Kommentare als hasserfüllt empfunden. Dass mit den 90 Prozent der Klimaforscher kann ich nicht beweisen. Ich habe es mehrfach im Fernsehen und den Printmedien aufgenommen. Ich habe nicht soviel Lebenserfahrung wie Eberhard Schulz. Ich bin Stahlbauschlossergeselle und kein Naturwissenschaftler. Beweisen kann ich gar nichts. Aber ich finde, es zeugt von einer – mit Verlaub beschissenen – Blogkultur, wenn Herr Schulz an mich schreibt: „Sehen Sie, so unterscheiden sich Menschen mit Lebenserfahrung, naturwissenschaftlicher Ausbildung und insgesamt darauf fußendem gesunde Menschenverstand von Ihresgleichen. Aber Hallo, das alles sind wir von Frau Uken und Ihren glühenden Anhängern der grünen, linken und sozialistischen Klimakirche gewohnt.“ So muss keiner aus dem Kleister gehen, wenn Marlies Uken von Klimaschändern schreibt.
    Ich mag ja nicht der Gebildetste sein. Und die Medien sagen nicht immer die Wahrheit. Aber eines weiß ich einfach intuitiv: Wer auf meinen ersten Beitrag in diesem Blog so unangemessen überzogen reagiert wie „Blaufisch“, der kann einfach nicht die Weisheit mit Löffeln gefressen haben, auch wenn er 20 Jahre älter ist als ich. Von „Blaufisch“ kann ich nur lernen, wie ich NICHT sein will, wenn ich 65 bin. Und wenn ich „Anhänger der grünen, linken und sozialistischen Klimakirche“ bin, dann ist „Blaufisch“ eben ein verbohrter Klimakrieger, der nur will, dass alles bleibt, so wie es ist, damit er sein Leben nicht ändern braucht.

  7.   blaufisch

    an 9. kgramm
    Danke für Ihren Beitrag.
    Und Danke dafür, dass Sie sich von Frau Uken nicht hinter die Fichte führen lassen (wie ich manchmal – aber mein Fell wird auch dicker).
    Lesen Sie bei Wiki über Frau Uken, dann sehen Sie hier die geballte Inkompetenz mindestens zu naturwissenschaftlichen und technischen Fragen. Alles nur „paste und copy“ – nur leider eben nicht folgenlos wie bei Herrn zu Guttenberg
    Wir sind hier in einem schwer links- und grünlastigem Medium, deshalb bekommt auch von Uken keinen Befehl zu Änderung Ihrer diskriminösen Headline zu Ihrem Beitrag. Für den Deutschen Presserat wäre das eine Angelegenheit – aber gaz sicher vergebene Mühe, da die Mainstreampresse eben auch in linker und grüner Hand.
    Gruß Schulz

  8.   blaufisch

    Herr Niese
    Wo habe ich hier hasserfüllte Kommentare gelesen?
    Wenn Sie das so auffassen, Ihre Sache und der Anzug passt ganz offensichtlich.
    Was heist hier Versachlichung?
    Auf welches hohe moralische Ross setzen Sie sich, wenn Sie behaupten (Nachquasseln von Greenpeace?), dass 90 % der Klimaforscher …..?
    Los versachlichen Sie, her mit den Beweisen, dass unser gemeinsam eingeatmetes „Spurengas“ Co2 klimaschädlich ist, beweisen Sie den „Treibhauseffekt“, los her mit den 90 % „Klimawissenschaftlern!
    Und an perfide nicht zu überbieten der faschistoide Begriff „Klimaschänder“, mit dem Frau Uken die Diskussion beginnen will.
    Wie kann man das Klima „schänden“, wenn es nur eine statistische Größe ist, die sich aus dem Mittelwert des Wetters über 30 Jahre zusammensetzt?
    Sehen Sie, so unterscheiden sich Menschen mit Lebenserfahrung, naturwissenschaftlicher Ausbildung und insgesamt darauf fußendem gesunde Menschenverstand von Ihresgleichen.
    Aber Hallo, das alles sind wir von Frau Uken und Ihren glühenden Anhängern der grünen, linken und sozialistischen Klimakirche gewohnt.
    Und noch etwas, Ihnen geht das Wort „Lobyisten“ so sahnegleich über die Lppen. Dazu muss jetzt nicht wirklich etwas sagen, weil Sie sich selbst ins Knie schiessen?

    Eberhard Schulz, 65


  9. Selbst wenn jeglicher Beweis für den menschenverursachten Klimawandel fehlen sollte und sich 90 Prozent der Klimaforscher irren. Selbst wenn die Studien, die zu 90 Prozent von Lobbyisten in Auftrag gegeben werden, wahr sein sollten und tatsächlich nichts dran ist, dass die Menschheit das Klima beeinflusst. Erdöl bleibt umweltschädlich und endlich in seinen Recourcen.
    Die hasserfüllten Kommentare – meist geschrieben unter Pseudonym – bestätigen mich eher, dass am menschenverursachten Klimawandel was dran sein muss. Und warum warten, bis es für jeden hundertprozentig bewiesen ist? Weil man dann ohne Gewissensbisse seinen wohlen Konsum einfach weiterleben kann? Nein! Was ist so schlimm daran, ausschaltbare Steckerleisten zu benutzen und öfter mit Fahrrad und weniger mit dem Auto zu fahren? Allerdings muss ich zugeben, dass Marlies Uken mit dem Begriff Klimaschänder nicht gerade zu Versachlichung beigetragen hat.

    Wolf Niese; Berlin-Lankwitz; 46 Jahre


  10. Hallo gramm
    danke für Ihren Kommentar. Schön wäre, wenn Sie ein paar Argumente nenne. Danke!
    Viele Grüße
    Marlies Uken

 

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