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Elon Musk will mit Hyperloop den ÖPNV revolutionieren

 

Elon Musk, Millionär, Gründer des Bezahlsystems Paypal und Chef des kalifornischen Elektroautoherstellers Tesla, hat seinen nächsten Scoop angekündigt: Hyperloop, die 5. Generation des öffentlichen Transports. Auf Twitter schrieb Musk am Montag, dass er Details dazu am 12. August veröffentlichen werde.

 

Sie haben noch nicht von Hyperloop gehört? Keine Sorge, das ging mir ähnlich.

In einem Interview im vergangenen Sommer hat Musk bereits ein bisschen geplaudert. Hier das Video, ab etwa Minute 43 wird es spannend. Und eine Vorwarnung: Es klingt, aber das ist wohl typisch Elon Musk, ganz schön verrückt:


Hyperloop soll, so erzählt Musk, eine Alternative zu unseren klassischen Fortbewegungsmöglichkeiten sein, also zum Auto, Schiff, Zug. Eine Mischung aus Concorde und Schienenkanone. Der Transport soll offenbar in einem Tunnelsystem passieren und wäre gleich zweimal so schnell wie ein Flugzeug. Die Reise von San Francisco bis Los Angeles soll nur noch eine halbe Stunde dauern. Unfallfrei, wetterunabhängig und auch noch von Solarstrom angetrieben: Musk will mit Hyperloop den ÖPNV in eine andere Liga katapultieren. Leider sind mehr Details noch nicht bekannt.

Einmal davon abgesehen, dass das alles wahrlich verrückt und noch sehr unkonkret klingt: Wahrscheinlich kann wohl kein anderer Geschäftsmann als Musk so ein Projekt initiieren und vorantreiben. Dass Musk Firma SpaceX tatsächlich Raketen baut und für die Nasa arbeitet, galt auch lange als utopisch.

Mal schauen, was die Welt am 12. August präsentiert bekommt. Musk hat schon auf Twitter angekündigt: Verbesserungsvorschläge sind willkommen. Er will Hyperloop als Open-Source-Projekt verfolgen, er plant also kein Patent darauf:

27 Kommentare


  1. […] Zum Original: Grüne Geschäfte: Elon Musk will mit Hyperloop den ÖPNV revolutionieren […]

  2.   Thomas Müller

    In einem Tunnelsystem und zweimal so schnell wie ein Flugzeug:
    Das klingt nach Magnetschwebebahn in einer evakuierten Röhre.
    Die Magnetschwebetechnik schaltet die Rollreibung aus
    und die evakuierte Röhre den Luftwiderstand.
    http://madsen-pirie.com/2013/07/15/long-distance-high-speed-travel-by-capsule-in-evacuated-tubes-using-magnetic-levitation/
    oder direkt: http://www.et3.com/


  3. mit Hyperloop den ÖPNV in eine andere Liga katapultieren. Leider sind mehr Details noch nicht bekannt
    Egal, Details stören eh nur bei Visionen und Tunnelbau macht doch immer was her. Da kann man sicher mal direkt an der S21 Baustelle und der Leipziger U-Bahn andocken, wenns in 20 Jahren soweit ist oder?


  4. Rohrpost für Güter und nun auch für Leute: Nicht ganz neue Idee, kursiert auch in Europa schon seit geraumer Zeit.


  5. Der Mann ist ein echter Visionär: PayPal, Tesla, Space X, jetzt das hier – jedes Mal begleitet von den Zweifeln der Kritiker, jedes Mal gab/gibt Ihm der Erfolg recht. Einfach nur Respekt für diesen Mann.

  6.   Sigfried Mayer

    San Francisco nach LA ist bei Spiegel eine Strecke des OPNV???
    Nahverkehr ist doch etwas anderes…

  7.   tobmat

    „Er will Hyperloop als Open-Source-Projekt verfolgen, er plant also kein Patent darauf:“

    Das ist bei so einem Projekt auch nicht notwendig, da die Infrastruktur Milliarden kostet und ein Großteil des notwendigen KnowHows in den Köpfen gespeichert ist.
    Wobei sich die eigentliche Idee auch nicht sonderlich neu anhört.

    Was mich eher stutzig macht sind die Tunnel die man Bauen will. Einen Tunnel von Los Angeles bis San Francisco in einem Erdbebengebiet ist kein Papenstiel. Um eine Vorstellung zu bekommen, der Tunnel wäre ca. 380 Meilen lang, was 9mal länger ist als der längste Tunnel der Welt.
    Rein technisch ist der Tunnelbau sicherlich machbar, aber finanziell???


  8. Eine Magnetschwebebahn in einer Vakuumröhre….hört sich zumindest erstmal so an….wie bei Mondbasis Alpha 1 – dass ich das noch erleben darf :-)

  9.   Thomas.w70

    @tobmat: ich denke es soll wohl eher ein überirdischer Tunnel sein wie auf der Abbildung. Also quasi ein Röhren-Briefpost-System für Menschen. Ist zwar bestimmt auch nicht ganz billig, doch sicher eine andere Größenordnung als ein echter Tunnel.

    Trotzdem bin ich etwas skeptisch. Die Eisenbahntechnik zu optimieren wäre wahrscheinlich eine viele bessere, pragmatischere und billigere Lösung.


  10. Man könnte Musk gar für einen Schwätzer halten. Unabhängig von seinen Erfolgen, deren Grundlage ja auch die Schwätzerei ist.

 

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