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Sport, Fasching und – Armut

 

Im letzten Wochenrückblick betrachteten wir die Dinge abseits der Bürgerschaftswahl. Auch diese Woche gibt es einige Themen der Woche, die wenig politischen Bezug haben. Es scheint, als hätten wir mit der abgeschlossenen Wahl jegliches Interesse daran verloren und wenden uns wieder den "relevanteren" Dingen zu, zum Beispiel Sport, Fasching und Motorräder.

Für das Olympische Alsterfeuer waren 20.000 Hamburger dem Aufruf gefolgt, Fackeln für Olympische Spiele in Hamburg zu zeigen. Gerade in den Wintermonaten in Hamburg war dies am Freitagabend eine sehr gelungene Aktion, denn wir feuerwerksverwöhnten Hamburger merken erst dann, wie sehr uns unsere Lichterspektakel fehlen. Diese Aktion mag ein paar mehr Hamburg-Befürworter für die gerade angelaufene Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa bringen – und nebenher wohl noch einen Weltrekord.

Andere Sportthemen der Woche betrafen den HSV, der in letzter Minute seine 1:0-Führung gegen Mönchengladbach verspielte, den FC St. Pauli, der mit 2:1 gegen 1860 München verlor und dem 4:1 Sieg der Hamburg Freezers gegen die Kölner Haie. Die Handballer des HSV siegten gegen Lübbecke mit 34:26. Eine Niederlage erlitten leider unsere Hamburg Towers, denn sie verloren das Derby-Rückspiel bei RASTA Vechta mit 86:61. In der Hinrunde hatten sie das Heimspiel noch gewonnen. Nun heißt es weiter bangen um die Play-Offs. Als sportlich lassen sich auch die Hamburger Motorradtage bezeichnen, die dieses Wochenende stattfanden und bei denen es allerhand Neuigkeiten zu dem Motorsport zu betrachten gab.

Karnevals- oder Faschingspartys, wie man hier im Norden zu sagen pflegt, gab es vergangene Woche auch. Allen voran: Die Lilabe-Party dieses Wochenende in der HAW in Hamburg-Bergedorf – jedoch als Verkleidungs- und nicht als Faschingsparty, denn die Fastenzeit der Christen hat mit dem vergangenen (Ascher-)Mittwoch begonnen.

Politisch wurde es aber dennoch. Allein die Olympischen Spiele und insbesondere Hamburgs Bewerbung sind immer auch ein politisches Thema. Und natürlich die Erkenntnisse aus den Ergebnissen der Bürgerschaftswahl 2015. Ebenfalls gab es Meldungen zum Rücktritt des CDU-Fraktionschefs und Ex-Spitzenkandidaten Dietrich Wersich. Sicher ist, dass er seine Rolle in der Hamburger CDU-Fraktion lediglich als unklar definiert hat, eindeutige Aussagen wurden nicht getroffen. Die Medien berichteten hier unterschiedlich. CDU-Chef Weinberg trat zurück.

Weiterhin politisch relevantes gibt es über den Kauf eines Teils des Axel-Springer-Verlagsgebäudes in der Neustadt durch die Stadt Hamburg. Das Gebäude soll, nachdem es Anfang 2016 in den Besitz der Stadt übergehen soll, als Bürogebäude des Bezirksamtes Mitte dienen. Der Kaufpreis für die Immobilie beträgt 130,6 Millionen Euro.

Jedoch war das politisch spannendste Thema sicherlich die Veröffentlichung des neuen Armutsberichtes. Die Ergebnisse, die die Vorabberichte zeigen, hätten gut in den Wahlkampf gepasst, denn Hamburg schneidet schlecht ab: Nicht nur werden die Unterschiede im Wohlstand zwischen den Bundesländern größer, sondern Hamburg weist mit 2,1 Prozent gestiegener Armut von 2012 bis 2013 eine deutlich negative Tendenz auf. Berechnet wird dies anhand der Personen in Haushalten, deren Einkommen weniger als 60 Prozent des durchschnittlichen Einkommens in Deutschland beträgt. Für 2013 lag dieser Wert bei 892 Euro für einen Einzelhaushalt.

Ein recht deprimierendes Thema gegen Ende, dennoch wünschen wir zum Wochenabschluss einen guten Start in die neue Woche, vielleicht wollt ihr dieses ja am Dienstag mit dem Besuch bei unserem Lydmor-Konzert genießen? Von Montag bis Freitag heißt es zudem: Social Media Week!

1 Kommentar

  1.   Rudolf

    Als arm gelten Personen, die über weniger als 60 Prozent des mittleren gesellschaftlichen Einkommens verfügen.
    Wenn also alle doppelt so viel Einkommen bekämen, wären immer noch gleich viele arm.

 

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