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Ahmadinedschad wird von Studenten gemobbt

 

In diesem Video kann man sehen, was im Dezember an der Teheraner Amir Kabir Universität geschah, als Ahmadinedschad von Studenten ausgebuht wurde. Einmaliger Einblick in die aufgepeitschte Stimmung im Lande. Dies ist der erste Teil von 8. Alle anderen auf Youtube.com:

25 Kommentare

  1.   iceman

    @ Jörg Lau
    Was man hier sehen kann, wow, das ist der Hammer!
    Aber um das Regime wegzuputschen, muss man entweder das Militär oder die breiten Massen hinter sich haben.
    Und da verbleiben grosse Zweifel.

  2.   Wachtmeister

    „Die Islamische Revolution in ihrem Lauf halten weder Ochs‘ noch Esel auf“.
    Mahmud „Erich“ Ahmadinejad

  3.   iceman

    07. Juli 1999:
    Nach der Verschärfung des Pressegesetzes durch das iranische Parlament werden mehrere liberale Zeitungen verboten, mindestens 1000 Personen verhaftet, und zahlreiche Demonstranten verletzt.
    Ex-Präsident Bani-Sadr glaubt, dass sich die liberalen Kräfte um Chatami „bald durchsetzen“.

    14. Juli 1999:
    In Teheran folgen mehrere hunderttausend Menschen, hauptsächlich Anhänger der iranischen Revolution, dem Aufruf der Mullahs zu Gegendemonstrationen.
    Damit gewinnen die konservativen Kräfte wieder die Oberhand.

    20. Februar 2000:
    Bei der ersten Runde der Parlamentswahlen erringen die Reformer unter Chatami mit 60% der Stimmen einen klaren Sieg über die iranische Geistlichkeit, die allerdings weiterhin die Regierung sowie den Justiz- und Sicherheitsapparat kontrolliert.

    12. März 2000:
    Said Hajarian, einer der engsten Vertrauten Chatamis, wird auf offener Strasse erschossen.

    30. Mai und 05. Juli 2000:
    Chatami gewinnt die zweite Runde der Parlamentswahlen mit 189 von 290 Sitzen.
    Für die Präsidentschaftswahlen im nächsten Jahr kündigt Chatami eine zweite Kandidatur an.

    13. Januar 2001:
    Verurteilung von sieben Oppositionellen zu langjährigen Haftstrafen, weil sie an einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung teilnahmen (Urteilsbegründung: Gefährdung der nationalen Sicherheit).

    08. Juni 2001:
    Chatami gewinnt die Präsidentschaftswahlen mit 77%.

    11. Februar 2001:
    Mehrere hunderttausend Menschen folgen dem Aufruf von Khamenei und Chatami und demonstrieren gegen die Behauptung von Bush, der Iran gewähre Terroristen Unterschlupf und arbeite an der Herstellung von Massenvernichtungswaffen.

    10. Juli 2002:
    Im Ringen zwischen Konservativen und Reformern tritt Ajatollah Taheri zurück, der den herrschenden Klerus sowie die nicht abwählbaren Organe des Wächterrats, dessen Kontrolle alle Gesetze unterliegen, als „Mafia-Bande“ bezeichnet.

    10. Februar 2003:
    Die Ausweitung des iranischen Atomprogramms wird angekündigt, gleichzeitig die Zusammenarbeit mit der IAEO zugesichert.
    Die USA weisen darauf hin, dass eine Anlage zur Urananreicherung und ein Schwerwasserreaktor bei Arak nicht mit zivilen Bedürfnissen zu rechtfertigen sei.

    15. Juni 2003:
    Zahlreiche Oppositionelle werden verhaftet nach mehrtägigen Zusammenstössen Studenten und Anhängern des Klerus.
    Grund für die Demonstrationen: Aus einem Studentenwohnheim wurden zwei Dutzend Studenten verschleppt.
    Die Studenten fordern auch den Rücktritt von Chatami, weil er den Reformkurs nicht vorangebracht habe.

    16. Juli 2003:
    Die iranische Regierung gibt zu, dass eine kanadisch-iranische Journalistin in einem Teheraner Gefängnis zu Tode geprügelt worden sei.

    10. Oktober 2003:
    Die Menschenrechtlerin Schirin Ebadi erhält den Friedensnobelpreis zugesprochen.

    21. Oktober 2003:
    Der Iran verpflichtet sich erstmals, auf die Anreicherung von Uran und die Wiederaufbereitung von Kernbrennstäben zu verzichten.

    12. Januar 2004:
    Der iranische Wächterrat lenkt ein im Streit um die Streichung von 3.600 Bewerbern für die Parlamentswahlen im kommenden Februar.
    Die erneute Überprüfung von 80 (!) Bewerbern wird zugesichert.
    Zeitgleich werden etwa 80 liberale Zeitungen verboten, weil sie zu „weltlich“ orientiert seien.

    21. September 2004:
    Allen Zusagen zum Trotz beginnt der Iran mit der Anreicherung von Uran.

    usw.usw.usw

  4.   Docaffi

    Es ist staunlich, wie der Mann versucht, die Buh-Rufe der Studenten zu seinem Gunsten zu deuten (Im englichen Untertitel kommt es nicht gut rüber), was die Studenten noch mehr provoziert. Wohl bemerkt spielt sich das ganze in der größten technischen Universität von Teheran ab. Es zeigt gut wie wenig Rückhalt er für sein Atomprogram bei den späteren Techniker und Physiker des Landes hat.

  5.   iceman

    Nachtrag zu meinem letzten Statement:

    11. September 2007:
    Am Jahrestag der iranischen Revolution von 1979 demonstrieren hunderttausende Menschen auf dem Asadi-Platz in Teheran für die Fortsetzung des Atomprogramms der Regierung und skandieren: „Tod Amerika“ und „Atomkraft ist unser Recht“.

    Und wie erwartet versprach der iranische Präsident:
    „Die iranische Regierung ist daran interessiert, seine atomaren Aktivitäten im Rahmen der Verträge und Vorschriften der Internationalen Atomenergiebehörde fortzusetzen“.

    Genau, das Spielchen geht weiter. Alles wie gehabt.

  6.   iceman

    Januar natürlich, nicht September (kleine Freudsche Fehlleistung).

  7.   Docaffi

    @icemann
    das sind die Hunderttausend, die ich erwähnte das Meinungsbild in Westen beeinflussen. Ich habe schon Mal so eine Demonstration gesehen. Diese Menschen werden organisiert mit Bussen von außerhalb (aus ganz Iran) in Teheran reingefahren (bezahlter Urlaub sozusagen).

  8.   iceman

    Schon klar, aber das sind ja keine Pappkameraden, sondern Menschen aus Fleisch und Blut, also potentielle Wähler und Aktivisten, und wohl zum grössten Teil echte Anhänger.
    Mit Jux und Dollerei hat das nix zu tun.
    Für die iranische Führung wird´s aber trotzdem langsam heiss.
    In der Washington Post von heute ist wieder ein interessanter Artikel erschienen:
    „Iran Sending Explosives to Extremist Groups in Iraq“;
    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/02/11/AR2007021100497.html
    In dem Artikel werden ziemlich viele Fakten genannt, und die WP ist auch kein konservatives Blatt, eher so wie die ZEIT.

  9.   Docaffi

    @iceman
    Ich kann den Artikel nicht finden. Da kommt immer eine Fehlermeldung, kannst du es noch Mal schicken?

  10.   iceman

    @ Docaffi
    Ja, der Link ist in der Mitte abgerissen.
    Gib einfach „Washington Post“ ein, der Titel des Artikels erscheint dann.
    Kann sein, dass du dich noch registrieren musst, aber das dauert ja auch nicht so lange.

 

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