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Die Vielgestaltigkeit des Iran

 

Iran_ethnic_map.jpg

Die bunte ethnisch-religiöse Karte des Iran

Nur so als Andeutung der Komplexität des Landes, das hierzulande immer als homogener Block erscheint (ist dem Regime nur allzu recht!).

Damit bei der nächsten Intervention niemand sagen kann, man habe von den inneren Spannungen des Landes nichts gewusst. Siehe auch diesen Bericht über Belutschistan.

2 Kommentare

  1.   iceman

    @ Jörg Lau
    Was für Schlüsse ziehen Sie denn aus der Landkarte?
    Die ethnische Vielfalt (die so vielfältig auch nicht ist) sagt nicht aus über die militärischen und politischen Machtverhältnisse im Iran.
    Politik mit rotem Filzstift?
    Bildung autonomer Zonen zur Schwächung des Regimes?
    Autonomes Kurdistan, Aseris zu Aserbaidschan, Belutschistan zu Pakistan, Turkmenen zu Turkmenistan, die Dunkelgrünen zu Arabien?
    Das gäbe einen Bürgerkrieg, unweigerlich, und der wäre mit Sicherheit verlustreicher als JEDE Intervention von aussen.

    Innere Aufstände beseitigen auch nicht die Gefahr eines Atomprogramms, genauso wenig wie ein langsames Erstarken oppositioneller Kräfte.
    Dafür ist keine Zeit mehr, nehmen Sie das doch mal zur Kenntnis.
    Und ich bin lieber ein „Interventionist“, als ein „Eskapist“.

    Oder liegen die Dinge anders?
    Glauben Sie vielleicht ernsthaft, ein iranisches Atomwaffenarsenal sein „nicht so schlimm“???
    Oder dass man es ja wieder beseitigen könne, später, nachdem irgendwann mal der – ebenfalls erhoffte friedliche – Umsturz der Mullahs gelungen sei?

    Sie belügen sich doch selbst:

    – Sobald die Mullahs die Bombe haben wird es für sehr, sehr, sehr (usw.) lange Zeit keine Opposition mehr geben. Punkt.

    – Die Auseinandersetzungen zwischen Schiiten und Sunniten werden im Nahen Osten weiter zunehmen, ein Atomstaat Iran – unangreifbar von aussen – wird sie weiter anheizen.

    – Die Provokationen gegenüber Israel werden weiter steigen, mglw. bis ins Unerträgliche.

    – Das Atomprogramm kostet auch etwas, da gehen massiv Gelder verloren für die innere Entwicklung. Das kostet Leben, Gesundheit, und Bildung bei unzähligen Menschen (auch wenn SIE sie nicht sehen).

    – Nicht nur das strategische Gleichgewicht im Nahen Osten geht verloren, sondern auch das globale.
    Die USA werden – sehr viel schneller als ohnehin – ihren atomaren Schutzschild aufbauen (auch das kostet).
    Und die Russen werden neue Waffentechnologien entwickeln (auch das kostet Gelder, die dieses Land besser verwenden könnte).

    So, und das sind nur die Einwände, die mir auf die Schnelle einfallen.
    Ist Realpolitik für Sie nur igitt?
    Wie wollen Sie Politik denn gestaltet sehen, wenn nicht mit nüchternem Abwägen der vorhandenen Alternativen (wir können uns eine andere Welt nicht backen – jedenfalls nich so schnell), also auf „realer“ Grundlage?
    Natürlich ist es nicht die Aufgabe eines Journalisten, Politik zu „machen“, sondern sie zu kommentieren, aber mir erscheint die Art Ihrer Berichterstattung – und das fällt mir aufgrund vohandener Sympathie schwer zu sagen – als eine Flucht vor der Wirklichkeit.
    Es kann nicht mehr genügen, angesichts ungeheurer Auswüchse der „islamischen Misere“ von einer „grossartigen“ Religion zu sprechen (DAS ist PC!).
    Nicht dass das einer verlangt, aber haben Sie das jemals bzgl. einer anderen Religion getan.
    Vermutlich werden Sie – wenn überhaupt – in einem kurzen Statement und mit Quellennachweis „Ja“ antworten, und damit ist der Fall für Sie wieder erledigt.
    Aber damit schaffen Sie die grundlegende Kritik nicht aus der Welt.

    Die Hintergründe der islamischen Misere (anhand unendlicher Daten und Fakten darf man sie wohl als solche bezeichnen) wurden von zu Vielen allzu oft nur grob skizziert oder weg psychologisiert.
    Man betreibt, meist recht oberflächlich, eine Analyse über die Ursachen – und das war´s dann schon!
    Genau mit diesem Appeasement – und das ist es – sind wir kollektiv auf die Schnauze gefallen, das ist in der Praxis deutlich sichtbar gescheitert.
    Ich empfehle Ihnen ein neues Interview mit Necla Kelek (ja, ich weiss!), in dem das Erstarken des traditionellen Islam – bei uns – gut dargestellt ist.
    Wobei ich weiss, dass dieses Interview Sie – wie auch mich – letztlich langweilen wird, weil die Argumente ja schon eine Million Mal durch die Waschmaschine gelaufen sind.
    Die Entwicklung unserer muslimischen Migranten, zumindest eines wachsenden Teils, ist mit Pluralismus und Demokratie definitiv nicht mehr vereinbar, und die Gründe dafür sind das Verhalten der Islamverbände, und auch die Finanzierung islamistischer Strukturen durch Länder wie Saudi-Arabien und Iran, siehe:
    http://demo.ebiz-today.de/islam/islam,1,Der_Einfluss_der_Koranschulen_ist_gefaehrlich,news.htm

  2.   Riccardo

    @ iceman:

    Ruhig bleiben, denken sie an Ihren Blutdruck. Außerdem: Es kommt,wie es kommt.

 

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