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Kritiker der Elche, Böcke als Gärtner etc.

 

Ägypten ist am 17. Mai in den Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen gewählt worden. Wir sprechen hier von dem selben Land, das Blogger wegen schlichter Meinungsäußerungen inhaftiert, Gefangene foltert und die Opposition brutal unterdrückt.

Die Vereinten Nationen machen sich zum Gespött mit solchen Gremien.

Hier eine Reaktion der Unterstützer des inhaftierten Bloggers Kareem.

0 Kommentare

  1.   Fritzfernandos

    Soweit ich die Aussagen von Herrn Schäuble verstanden hat, ist Deutschland ein Nachfrageland für Folterergebnisse und Ägypten ein Lieferland. Die Menschenrechtsverletzungen im muslimischenn Teil des Nahen Osten mögen nicht mit denen der Kolonialmächte vergleichbar sein oder mit denen der Europäer gegenüber den Slawen und Juden oderdurch die Schaffung quasi rechtsfreier Räume in Palästina , Iraq und Afghanistan . Wenn man das Recht als frühe zivilisatorische und kulturelle Erungenschaft begreift, Die als Institution Gewalt verhindern soll, so hat die gewaltsame Einflußnahme des Westens auf andere Kulturen, und die gewaltsame Besitznahme von Bodenschätzen , und die Verbreitung völkischer kultureller Ideologien mit der Zerstörung von Recht, Kultur und Zivilisation zu tun.

    Deshalb ist es unbedingt notwendig dass für die Enwicklungs, Schwellen und Rohstoffländer deren Gesellschaften durch gewaltsame oder subversive Globalisierung bedroht sind im Menschenrechtsrat vertreten sind.

    da es meist westliche Geheimdienste und Gelder sind die hinter Berufsdissidenten und deren Unterstützern stehen, hat die Verhinderung von Subversion nicht immer mit der freien Meinungsäusserung zu tun, sondern kann auch legitimen Sicherheitsinteressen dienen.


  2. @ Fritzfernandos: Das sind ja mal klare Worte. Sie finden es also im Sinn der Subversionsverhinderung i.O., wenn der Pharao die Muslimbrüder in den Knast wirft und dort sexuell demütigen lässt. Ich könnte Ihnen dann auch passende Videos dazu empfehlen.

  3.   Fritzfernandos

    Nun welche Alternative zu Mubarak hat die ägyptische Bourgoisie, ausländische wirtschaftliche Interessen und sonstige westliche „Hau den Muslim“ Szene, ganz einseitig kann jedoch auch ein Mubarak nicht repressieren, und nur die muslime verfolgen die ihre Rechte einfordern, sondern er muss unter bauernopfern auch prowestliche Systemkritiker verfolgen um seine antidemokratische prowestliche Politik aufrechtzuerhalten, und um nicht ganz unglaubwürdig zu sein.

    Unter rechtmässigen demokratischen Verhältnissen würden muslimische Kräfte die Politik und Gesellschaft dominieren, nicht Mubarak mit einigen korrupten scheinislamischen „Rechtsverdrehern“

    Wenn Mubarak fällt, wird auch Jordanien und vielleicht sogar einige Golfstaaten fallen. Die Muslime in Ägypten warten und halten sich überwiegend zurück, da die Widersprüche des Systems, und die Dynamik des Völkermords an den Palästinensern zu einer Situation führt wo prowestliche Potentaten und Statthalter ohnehin fallen werden.

    Im Menschenrechtsrat fallen in Bezug auf Palästina die Abstimmungen oft gegen die westliche Sicht aus, vor allem in Bezug auf die Apartheid in Palästine, oder bei der Stimulierung von Bürgerkrieg und der Bewertung der Folgen in Sudan. Ob der Westen hier auf Mubarak vertrauen kann ? Er ist ein von allen Seiten getriebener, seit er sich mit dem „großen Satan“ eingelassen hat

  4.   tati

    @fritzfernando

    Ich befürchte, und das ist sicher in Ihrem Sinne, dass Ägypten in nicht ferner Zukunft islamisiert sein wird. Die Weichen sind gestellt. Bevölkerungsexplosion, fast 50% Analphabeten, sehr hohe Arbeitslosigkeit. Alles eine prächtige Grundlage um wieder ein Land ins gelobte Mittelalter zurückzuführen
    Und anstatt der ungläubigen Touristen, die jedes Jahr 15% des ägyptischen Bruttoinlandprodukts „erurlauben“ werden nach geglückter Vertreibung des „Satans“ die wohlhabenen Massen Ägyptens in Reiseprospekten blättern und sich dann einen schönen Urlaub mit einem Tässchen Tee und im Burkini am Bodensee gönnen — wohlgemerkt OHNE gleich im Lieblings-Teestübchen in die Luft gesprengt zu werden, das ist das schöne an Deutschland.
    Drum sind SIE ja auch hier, mein lieber ff.

  5.   Boccanegra

    Was wollen Sie eigentlich sagen, fritzfernandos. Ist es nun gut, dass Ägypten im Menschenrechtsrat vertreten ist (weil muslimisches Entwicklungs-, Schwellen- und Rohstoffland, das Subversion durch westliche Geheimdienste verhindern muss), oder ist es eher problematisch (weil Mubarak sich mit dem „großen Satan“ eingelassen hat und also Getriebener des Westens ist)? Oder wissen Sie eigentlich auch nicht so genau, was Sie sagen wollen, und machen deshalb lieber erst einmal ein bisschen kostenlosen Stunk, denn irgendjemand wird schon darauf eingehen, und dann haben Sie wieder den islamophoben Westler des Tages identifiziert?

  6.   Fritzfernandos

    Nun, es kann auch immernoch zu einer Wiederauflage des arabischen Nationalismus kömmen, China könnte die Rolle der früheren Sowjetunion einehmen, die Araber hatten ja aus den Spannungen des Ostwest Konflikts Vorteile gezogen die den säkularismus in Iraq, Syrien, Lybien ermöglicht hatten, und diese Situation kann sich durchaus auch nochmal wiederholen. Es gibt einen Wandel, und der Westen wird seine Stellung in diesem Prozess nicht aufrechterhalten können, damit müssen wir uns alle abfinden.

  7.   Fritzfernandos

    @Boccanegra

    Ich denke, der Zugang zu den internationalen Gremien sollte allen Gesellschaften ermöglicht werden, wir sehen ja wie die einseitige Domminanz des Sicherheitsrats Gewalt befördert und die UN zerstört.

    UM die Menschenrechtscharta der UN durchzusetzen soll ja nicht die Charta verletzt werden und da muss eben allen Kräften auch eine Stimme zugebilligt werden. Noch ist Ägypten ein Hinterhof des Westens. Wenn Ägypten sich entwickeln soll muss auch der Westen seine Hinterhöfe nicht weiter in die Globalisierungsfalle und ins Elend treiben, sonder glaubwürdige Ideale vertreten, was in Bezug auf Menschenrechte, Wirtschaftsystem und Demokratie nicht funktioniert.


  8. […] hat, der weiss, wie die politische Zukunft Ägyptens aussehen wird. Während das Mubarak-Regime Blogger einsperrt wegen Frevel an Gott und dem Präsidenten, bloggt die Brüderschaft selbst, setzt sich für […]

 

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