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0 Kommentare

  1.   Lebeding

    Herrlich, mit Humor geht eben alles leichter ..


  2. […] Dirndl-Moschee ist ein Werk der in Sarajevo geborenen österreichischen Künstlerin Azra Aksamija und bei Jörg Lau zu sehen. #| Ines Balcik am 03.11.07 |0 Comments (0) 0 Trackback | Druck | E-Mail Glosse und […]


  3. […] Genial: die Dirndl-Moschee auf dem blog von Jörg Lau. […]

  4.   Sonja

    Hehe. Aber die Kuckucksuhr verstehe ich nicht. Und ist das ein Rosenkranz am Taschenmesser?

  5.   Lebeding

    Die Kukkuksuhr ist ein typisch deutsches Spießerprodukt. Analog zum Moscheendirndl bedeutet das, dass Muslima, die solches Moscheendirndl tragen, eben angepasste deutsche Mädels und Frauen sind.
    Das wie ein Klappmesser aussehende Ding ist ein Kompass und irgendwo steckt da noch eine Uhr am Moscheendirndl.

  6.   Molinocampo

    Irrtum meine Herren!

    Wie die weiteren Werke und Bilder der Künstlerin (Kontext!) nahelegen, handelt es sich vielmehr um eine Auseinandersetzung mit der Arabisierung der bosnisch-moslemischen Kultur seit den Balkankriegen. Deshalb wird das „Dirndl“, eigentlich ein Kleid in Form und Machart traditioneller ländlicher Kleidung (wie sie zwar nicht so, aber doch so ähnlich auch in Bosnien-Herzegowina präsent war) zum arabisch-moslemischen Hijab „verwandelt“, wie es auch in der muslimischen Kultur Bosnien-Herzegowinas niemals existiert hat.

    Die arabischen Länder, vorneweg Saudi-Arabien, haben mit Duldung und Unterstützung („Mujaheddin“!) des Westens (der ja vor entschiedener Intervention bis Mitte der 1990er Jahre feige zurückschreckte und damit Milosewitsch und den bosnischen Serben überhaupt erst ermöglichte, die bosniakischen Muslime zu vertreiben und systematisch auszuradieren) seit den 1990er Jahren massiv in den Balkan investiert, und verdrängen durch Geld und Gewalt die dort traditionellen Formen des Islam – so wurden inzwischen auch schon Fälle von Beschneidungen an Mädchen gemeldet, die es dort zuvor unter den Muslimen niemals gegeben hat (wie ja auch nicht im türkischen Islam, der ja Bosnien-Herzegowina unter dem Osmanischen Reich islamisierte). Die bosnisch-moslemische Jugend, von der Feigheit des Westens, von dem sie während des Bürgerkrieges so viel erwartete, tief enttäuscht, wendet sich deshalb sehr stark (oft zum Entsetzen der Eltern) dem Islamismus zu.

    Das „Ding“, das an der Gebetskette hängt ist meines Dafürhaltens ein sogenannter „Memory-Stick“, mit dem sich Computerinhalte runterladen und speichern lassen.
    Ein Hinweis der Künstlerin darauf, auf welch abstruse Weise der verheuchelte Hybrid-Islam des Islamismus die Utensilien und Techniken des Westens anzueignen versucht, während die diesen Innovationen zugrundeliegenden sozio-kulturellen Leistungen und Grundlagen militant zurückgewiesen werden…..

    Alles in Allem also ganz anderes als „Versöhnungskunst“…sondern ziemlich provokativ

  7.   Sonja

    @molinocampo:

    … nur dass die Künstlerin ganz was anderes sagt.

    zur Gebetskette:

    [i]The belt carries a compass with a carabineer attached, from which prayer beets on ropes are hanging. The prayer beets are decorated with Swiss knifes, locally found souvenirs from which the crosses were not removed, but re-symbolized as a decoration.[/i]

    Ganz allgemein zu ihrer Arbeit:

    [i] I believe that Bosnia’s current socio-political situation can provide a unique opportunity to observe the birth of a new democratic state. After the ethnic conflicts of the recent past, Bosnia today can be seen as a paradigm of peaceful multicultural coexistence, for which religion plays a crucial role. [/i]

    Sie vertritt also ungefähr das Gegenteil von dem, was Sie interpretieren…

  8.   Molinocampo

    Danke für die Aufklärung!

    Dann habe ich mich offensichtlich getäuscht.

    Aus meiner Sicht entwerten die von Ihnen aufgeführten Selbst-Zitate der Künstlerin ihre Arbeit damit beträchtlich – von einem Modell für „friedlichen Multikulturalismus“ kann in Bosnien spätestens seit den 1990er Jahren keine Rede mehr sein – das ist die Tragik und das Schicksal dieser Region.

    Auch hier scheint mal wieder Wunsch Vater und Mutter der Gedanken zu sein…


  9. Herr Lau, die Dirndlmoschee gibt es doch schon längst: in persona. Um einen Artikel von Ihnen aufzugreifen: „Funktioniert Abschreckung?“ Ich finde, Frau Roth ist ein point in case. Ich habe das Thema hier in extenso behandelt – Sie nehmen mir den Hinweis doch nicht übel? Ich habe mich dort redlich bemüht, nicht zu langweilen – Spaß muss sein.

    PS – an die Technik: Eine Kommentarvorschau wäre schön.


  10. PPS – noch was an die Technik: Es ist zwar schön, dass man doch Links setzen kann, aber dass die Worte „in persona“ und „hier“ oben verlinkt sind, erkennt man nicht, es sei denn man hovert mit dem Mauszeiger darüber. Da scheint ein Webdesigner keine Unterstriche zu mögen. Wie wär’s mit Fettung oder Kursive? Markwort ist zwar doof, aber man sollte tatsächlich immer an den Leser denken.

 

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