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Scharia in Aktion – Amputationen für Diebe im Iran

 

Die New York Times berichtet, in den 10 ersten Tagen des Jahres seien im Iran bereits 23 öffentliche Hinrichtungen erfolgt.
Hingerichtet wurde auch trotz Protesten die 27 jährige Raheleh Zamami, Mutter zweier Kinder, die ihren Mann ermordet hatte. Sie war mit 15 verheiratet worden und nach Angaben ihrer Anwälte von ihrem Mann mißhandelt worden.
In Balutschistan, nahe der pakistanischen Grenze, wurden mehrere Amputationen vollstreckt, und zwar von der besonders grausamen Sorte – rechte Hand und linker Fuß gleichzeitig, so daß die Überlebenden nie wieder laufen können, nicht einmal an Krücken.

„Amputation has been a punishment in Iran since the Islamic revolution of 1979 installed Islamic law, but Iran’s judicial authorities have rarely publicized examples of its use and have rarely ordered double amputations. In the newly publicized instances, the courts ordered the right hand and left foot cut off, making it difficult, if not impossible, for the condemned to walk, even with a cane or crutches.

A statement by the Judicial Branch in Sistan-Baluchistan Province, where the convicted robbers were punished, said it hoped the double amputations would “teach a lesson to other criminals,” the news agency ISNA reported.

It was not clear when this week the amputations were carried out. Reports said doctors watched to limit bleeding and infection during the procedure.

“It doesn’t matter how often these sentences are issued; even once is not acceptable, and our laws should change,” Ms. Ebadi said. “We have constantly protested the existence of such punishments in our penal code. But the government ignores our protest.”

402 Kommentare

  1.   Rafael

    „the double amputations would “teach a lesson to other criminals,” the news agency ISNA reported“

    Keine religiöse Begründung, sonder Abschreckung als Grund für die Verstümmelungen. Das ist doch schon mal ein Fortschritt. Wäre allerdings interessant zu erfahren, ob INSA in Farsi genau so argumentiert, wie in Englisch.


  2. @ rafael: Äh, Fortschritt? So eine Barbarei ist lange nicht mehr ausgeführt worden. Unter dem Achmadinedschad-Regime haben sich die Todesstrafen fast verdoppelt.

  3.   Rafael

    Die Bestrafung selbst ist natürlich kein Fortschritt. Fortschritt ist die „säkulare“ Begründung. Abschreckung, statt Gottes Wille.

  4.   Molinocampo

    Die taz, der Kreuzberger Kinderstürmer (Broder), berichtet heute von zwei Jugendprojekten in Baden-Württemberg zur Resozialisierung gewaltätiger Jugendlicher – darunter die notorisch überproportional vertretenen Angehörigen der Religion des Friedens. Das bemerkenswerte an diesen Projekten ist, daß sie unter christlicher Schirmherrschaft laufen – inkl. christlichen Inhalten, wie Bibellektüre (LEKTÜRE! wohlgemerkt, nicht stupides Auswendiglernen wie in Koran-Madrassen), aber auch “Beten” (bzw. besinnlichen Übungen) und sogar Gottesdiensten!
    Seltsamerweise (obwohl ja Religion mit Gewaltaffinität, bzw. Friedfertigkeit GAR NICHTS zu tun hat), zeigen sich dabei erfolgreiche Ergebnisse, mehrere Muslime haben sich sogar dem christlichen Glauben angenähert, bzw. sind sogar konvertiert – aus gewonnener Glaubensüberzeugung ….

    http://www.taz.de/1/politik/deutschland/artikel/1/mit-jesus-gegen-jugendgewalt/?src=SZ&cHash=5f1bee5dba

    Dazu ist nur zu bemerken, daß diese Projekte in Baden-Württemberg offensichtlich das Problem an der Wurzel packen – es ist inzwischen allzu bekannt, wenn auch immer noch von Frau Zypries & Co. gerne unterdrückt, daß es gerade Jugendliche mit muslimischen Hintergrund sind, die in erschreckenden Maße (in Berlin 80%) der Gewalttäter stellen. Das ist nicht nur bemerkenswert in Vergleich zu den authochton nicht-muslimischen Deutschen, sondern auch in Vergleich zu SÄMMTLICHEN anderen Migrationsgruppen.

    Man muß bei solchen Sachverhalten schon bewußt ideologisch vernagelt und intellektuell unredlich sein (wie es offensichtlich der größere Teil der “MigrationsforscherInnen”-Gesocks ist), der Rolle des Islam dabei keine Rolle zugestehen zu wollen – doch jede Beschäftigung mit dem Islam, sei es in Bezug auf seine historischen und aktuellen Ausprägungen und Lebensformen in seinen Stammländern, mit seinem theologischen Sinngehalt, und der im Koran OFFEN geforderten “Ethik”, macht nur zu überdeutlich, daß der GEWALT und GEWALTVERHERRLICHUNG eine zentrale Rolle zukommt – denn ALLAH wird seinem Wesen nach als archaischer KRIEGER- und STAMMESGOTT verstanden, der die Werte einer archaischen Kriegergesellschaft legitimiert und seine eigene göttliche Überlegenheit über alle “anderen” Götter durch die MILITÄRISCHEN SIEGE und TRIUMPHE seiner an ihn Glaubenden unter Beweis stellt.

    Diese DURCH DIE RELIGION geforderte UND LEGITIMIERTE GEWALTKULTUR ist es, die den euphemistisch genannten “Migrationshintergrund” (de facto: arabische und türkische Zuwanderer) nicht nur in einen Grundkonflikt mit der als MINDERWERTIG verachteten Aufnahmegesellschaft bringt, sondern schon in den HERKUNFTSLÄNDERN des Islam (gesamter naher Osten) die Entwicklung von zivilen Nationalgesellschaften bis heute behindert, ja sogar verhindert.

    U.a. deshalb sind z.B. die Palästinenser nicht zur Staatenbildung fähig – nicht, weil die Israelis dies dauerhaft verhindern könnten, sondern weil die palestinensische “Gesellschaft” (wenn man ein Konglomerat von Stämmen, Clans und Familien überhaupt als Gesellschaft bezeichnen kann) zu einer geregelten und verbindlichen Konfliktlösung innerhalb ihrer selbst nicht fähig ist – die arabischen Gesellschaften (nicht nur die palestinensische) befinden sich in einem permanenten “Bürgerkrieg”, der nur durch brutale Despotie und Terror “von Oben” auf einem Minimum gehalten werden kann.
    Darin besteht die tiefere Unfähigkeit islamischer Gesellschaften zu Rechtsstaatlichkeit, von Demokratie ganz zu schweigen….

  5.   Joachim S.

    @ Rafael

    „Fortschritt ist die “säkulare” Begründung. Abschreckung, statt Gottes Wille.“

    Ich kann keinen Fortschritt darin erkennen.

  6.   Joachim S.

    @ Molinocampo

    Es gibt ähnliche Projekte, die nicht so ausgeprägt christlich sind, mit ähnlichen Erfolgsquoten.
    Das wichtigste ist, dass die Jugendlichen 16 Stunden am Tag eingespannt sind, mit Schule, Arbeit und Gruppen- wie Einzelgesprächen, dass sie freiwillig teilnehmen (statt in den Knast zu gehen) und dass regelmäßige Tagesabläufe sowie soziales Verhalten den „Kollegen“ wie den Betreuern gegenüber eingeübt wird.

  7.   Joachim S.

    Nochmals @ Molinocampo

    „daß es gerade Jugendliche mit muslimischen Hintergrund sind, die in erschreckenden Maße (in Berlin 80%) der Gewalttäter stellen“

    Falsch!
    http://www.wdr.de/themen/politik/1/hart_aber_fair/faktencheck_080109/index.jhtml

    Zitat daraus:
    Die Behauptung von Roland Koch, 50 Prozent der Jugend-Gewalttaten würden durch Jugendliche mit Migrationshintergrund verübt, lässt sich nicht belegen. Als Beweismaterial kommen insoweit nur die wenigen statistischen Erhebungen sowie Dunkelfeld-Untersuchungen in Betracht. Nur aus Berlin gibt es von Seiten der Polizei konkrete Angaben zu Gewaltdelikten junger Menschen mit Migrationshintergrund. Der Anteil betrug im Jahr 2005 42,8 Prozent, im Jahr 2006 44,7 Prozent. Ob diese Erfassung in einer objektiv nachprüfbaren Weise erfolgt, kann nicht gesagt werden. Zumindest lassen sich diese Prozentsätze für die Großstadt Berlin mit einem besonders hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund nicht auf die Bundesrepublik insgesamt übertragen. So urteilt auch die Bund-Länder-AG „Entwicklung der Gewaltkriminalität junger Menschen mit einem Schwerpunkt auf städtischen Ballungsräumen“ (2007) in ihrem Bericht für die Innenministerkonferenz: „Um zukünftig verlässliche Aussagen über die Kriminalitätsbelastung und -entwicklung von Tatverdächtigen mit Migrationshintergrund machen zu können, erscheint es erforderlich, eine bundesweit einheitliche Definition zu entwickeln. Anschließend sollte zunächst in einer regional begrenzten Erprobung überprüft werden, ob eine Polizeiliche Kriminalstatistik-Erfassung auf praktische Probleme stößt.“ Die Ergebnisse der Dunkelfeld-Untersuchungen ergeben kein einheitliches Bild. So hat eine Untersuchung in Duisburg, einer Stadt mit hoher ausländischer Zuwanderung, keine signifikanten Unterschiede bezogen auf die Gewaltbelastung männlicher türkischer Jugendlicher ergeben. Auch eine Untersuchung in Bremen ergab keine Unterschiede bei der Gewaltbelastung zwischen Zuwanderern und Deutschen bei Hauptschulabsolventen. Andere Untersuchungen kommen zu einem anderen Ergebnis, dass nämlich bei der Gewaltbelastung sich eine deutliche Erhöhung bei männlichen Zuwanderern ergibt. Die Behauptung von Roland Koch ist damit zumindest nicht in dieser Größenordnung belegbar. Hierbei ist darauf hinzuweisen, dass eine höhere Belastung junger Menschen mit Migrationshintergrund sich weniger mit diesem Migrationshintergrund erklären lässt, als mit der sozialen Benachteiligung und der fehlenden Zukunftsperspektive dieser Jugendlichen.

  8.   N. Neumann

    = Rafael: Die Bestrafung selbst ist natürlich kein Fortschritt. Fortschritt ist die “säkulare” Begründung. Abschreckung, statt Gottes Wille. =

    @ Rafael

    Willst du im Ernst oder im Zynismus Katajun Amirpur Konkurrenz machen?

    http://www.henryk-broder.de/html/tb_haengen.html


  9. […] Scharia in Aktion – Amputationen für Diebe im Iran: In Balutschistan, nahe der pakistanischen Grenze, wurden mehrere Amputationen vollstreckt, und zwar von der besonders grausamen Sorte – rechte Hand und linker Fuß gleichzeitig, so daß die Überlebenden nie wieder laufen können, nicht einmal an Krücken. […]

  10.   Rafael

    @Neumann

    Nochmal: Nicht die Strafen sind humaner, noch sind die Bestrafungen selbst ein Fortschritt. Einen Fortschritt sehe ich lediglich in der Begründung von solchen Strafen. Es reicht anscheinend nicht mehr, einfach zu sagen, es steht so im Koran, also ist es göttliches Gesetz. Es wird neuerdings mit der abschreckenden Wirkung argumentiert. Der Koran oder Allah wird nicht mal erwähnt. Die Mullahs halten es offenbar für nötig, sich für ihr Tun nun auch vor den Menschen zu rechtfertigen. Zumindest vor den englischsprachigen. Und nicht mehr nur vor Allah. DAS ist der Fortschritt.

 

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