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Drei Jahre seit Hatun Sürücüs Tod

 

Heute vor drei Jahren wurde Hatun Sürücü von ihren Brüdern ermordet.
Seither hat sich das Bewußtsein für Ehrenmorde und Zwangsheiraten geschärft, und in der Integrationsdebatte ist nichts mehr wie es war.
hatun-s.jpg
Auch die türkische Presse, die erst von dem Thema nichts wissen wollte und es als antitürkische Hetze abtat, ist mittlerweile engagiert für die Rechte der Frauen.
Der Verein Hatun und Can – benannt nach der Ermordeten und ihrem Sohn – ist erst vor einem Jahr gegründet worden und hat doch schon über 100 Frauen und Mädchen geholfen, sich vor einem ähnlichen Schicksal in Sicherheit zu bringen. Hier ist die Website, Spenden sind erwünscht.
Hier ist mein Originalbericht zu dem traurigen Fall Sürücü.

19 Kommentare

  1.   pluckerwank

    Und eben gerade hat die ARD den Tatort des nächsten Sonntags (Ehrenmord) abgesetzt, aus Rücksicht auf die Gefühle der Muslime nach dem Brand in Ludwigshafen.

    Und ich habe gerade den ersten Leserbrief meines Lebens an die ARD geschickt.

  2.   pluckerwank

    Ach ja, und wen das deutsche Fernsehen in seinem vorauseilenden Gehorsam anwidert, der kann sich ja mal den Erzbischof von Canterbury zu Gemüte führen. Der Herr ist dafür, die Scharia in UK einzuführen:

    http://www.welt.de/politik/article1644292/Erzbischof_von_Canterbury_will_Scharia_zulassen.html

  3.   Molinocampo

    „Der Verein Hatun und Can – benannt nach der Ermordeten und ihrem Sohn – ist erst vor einem Jahr gegründet worden und hat doch schon über 100 Frauen und Mädchen geholfen, sich vor einem ähnlichen Schicksal in Sicherheit zu bringen.“

    Soso, gerade mal seit einem Jahr aktiv, und schon hat der Verein „Hatun und Can“ über 100 Frauen (genau: 127) „aus Lebensgefahr“ gerettet – also nicht etwa einfach vor einem randalierenden, gewaltätigen Ehegespons – sondern aus „LEBENSGEFAHR“!

    Und das, obwohl der Verein ja (ausschließlich) in BERLIN aktiv ist!!!
    Also handelt es sich nicht etwa um GESAMTDEUTSCHE Zahlen….

    Aber klaro, wir reden ja nur wieder über EINZELFÄLLE….

    gerettet also von Vertretern des schweinefleischfressenden deutschen Nazimobs („türkische Presse“)…..

    Hier noch genaueres aus anderer Quelle:

    http://www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,533755,00.html

  4.   Molinocampo

    Übrigens hatte ich erst gestern ein sehr interessantes Gespräch mit meiner türkischen Nachbarin bzgl. Partnerschaftswahl in türkischen Familien – ihre Familie macht ihre gerade die Hölle heiß, sie solle endlich heiraten: Kandidaten wurden ihr auch schon präsentiert.

    Immerhin scheint es bei Psycho-Terror zu bleiben (ihr Onkel rief sie mehrmals abends an, um ihr „ins Gewissen zu reden“), ein Ehrenmord scheint noch nicht akut zu sein…..

  5.   Joachim S.

    @ Pluckerwanck

    Ich finde die VERSCHIEBUNG, nicht Absetzung eines in Ludwigshafen spielenden Krimis, in dem es um Probleme mit Türken geht, für nachvollziehbar.

    Öl ins Feuer zu gießen hat selten zur Löschung von Schwelbränden beigetragen.

  6.   Joachim S.

    @ Molinocampo # 4

    Das ist eher Standard in deutsch-türkischen Familien. In der Türkei ist man in Punkto Freiheit der Partnerwahl, zumindest in den Großstädten, weiter als hier.

  7.   Joachim S.

    @ Pluckerwank # 3

    Das wäre in der Tat eine Katastrophe. Und zwar vor allem für die britischen Moslems.
    Gott schütze uns vor senilen Kirchenleuten!

  8.   pluckerwank

    @Joachim S.

    Dann erklären Sie mir mal, was Ehrenmord in einem Tatort mit dem Brand in Ludwigshafen zu tun hat.

    Wäre ich integrierter, westlich orientierter Türke in Deutschland, ich würde mir an dem Kopf fassen ob der leutseligen Art, bevormundenden Art, mit der meine angeblichen Befindlichkeiten hier behandelt werden.

  9.   Joachim S.

    Siehe Kommentar Jörg Lau weiter oben.

  10.   Molinocampo

    #

    Öl ins Feuer zu gießen hat selten zur Löschung von Schwelbränden beigetragen.
    Kommentar von Joachim S. | 07.02.2008 | 6:22
    #

    WIESO ÖL INS FEUER?

    Was hat die Handlung des Tatorts (Tod eines türkischen Geschäftsmanns durch Überrollen durch seinen eigenen Firmenwagen) mit der Brandkatastrophe in Ludwigshafen gemein?????

    Das ist eher Standard in deutsch-türkischen Familien. In der Türkei ist man in Punkto Freiheit der Partnerwahl, zumindest in den Großstädten, weiter als hier.
    Kommentar von Joachim S.

    Jooo, das wissen SIE wieder ganz genau, Sie alter Türkeikenner…..
    aber wie gesagt, über so was unterhalt ich mich lieber mit Türken, die wissen jedenfalls Bescheid…..

 

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