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Jüdischer Siedlungsbau 2008 um zwei Drittel gesteigert

 

Eine Tatsache, die von selbst ernannten Freunden Israels leider immer peinlich beschwiegen wird: Der Siedlungsbau in der Westbank geht im Schatten eines stagnierenden Friedensprozesses und der letzten beiden Kriege im Libanon und in Gaza mit Riesenschritten weiter.

Und dies ist einer der wesentlichen Gründe für die tiefe Frustration der PA unter Machmud Abbas. Mit einer dezimierten Hamas könnte man wohl leben, wenn nicht auch zugleich die Perspektive für einen funktionsfähigen Palästinenserstaat in der Westbank zerstört wurde.

In der letzten Woche veröffentlichte die israelische  Organisation „Peace Now“ Zahlen, nach denen im Jahr 2008 der Siedlungsbau um 69 Prozent gesteigert wurde.

Wie soll ein palästinensischer Präsident, der sich auf Verhandlungen mit Israel eingelassen hat, dies seinen Leuten erklären? Es kommt einer totalen Demütigung gleich. Hier der Bericht der Jerusalem Post

Und hier eine Karte von B’Tselem, einer  Menschenrechtsorganisation aus Israel, die sich um das Schicksal der Menschen in den besetzten Gebieten kümmert.  

Weitere deprimierende Karten auf deren Website.

Man sieht die Gegend um Qalqiliya. Rechts in Grau sind die israelischen Gebiete. Rot ist der Verlauf der Trennmauer auf palästinensischem Territorium zu sehen. Blau sind die israelischen Siedlungen im Herzen des PA-Territoriums zu erkennen.