‹ Alle Einträge

„Neidisch auf das Christentum“

 

Navid Kermani kürzlich in der NZZ über eine Marien-Ikone, die er in Rom sah:

„In Rom wurde ich ohnehin neidisch auf das Christentum, neidisch selbst auf einen Papst, der auch solche Sätze sagt, und wenn ich den Gedanken der Inkarnation in nur einem einzigen Menschen nicht für grundverkehrt hielte und speziell die katholische Vorstellungswelt mir nicht so heidnisch vorkäme, mich die Ordnung nicht abstiesse, die alle und eben auch die menschlichen Verhältnisse hierarchisiert, die Demonstration von Macht in jeder katholischen Kirche, dazu die Leidensvergötterung, womöglich hätte ich mich spätestens in Rom seinen Praktiken nach und nach angeschlossen, hätte die lateinische Messe besucht und wäre mit Pausen in den Singsang eingefallen, wenngleich anfangs mehr aus ästhetischen Gründen, vielleicht auch aus Faszination für die beispiellose Kontinuität einer Institution, die aus Gottes Angehörigen eine Gemeinschaft bildet.“

Mehr lesen.

94 Kommentare

  1.   Zagreus

    @ 27

    „@ Zagreus

    “süprechen”

    Sind Sie Türke?
    Kommentar von Joachim S.“

    Sind sie ein Arschloch?

  2.   Joachim S.

    „Sind sie ein Arschloch?“

    yep. Sie nciht?


  3. „Ob Kermani den hessischen preis für seine Beiträge zur vermittlung zwischen den religionen erhält oder nicht, ist so oder so gleichgültig, da dieser preis selbst irrsinnig ist..“

    Yep! Kardinal Walter Kasper wird für seine Verdienste um die Ökumene geehrt, aber ich, der ich nie ein Problem damit hatte, an der gleichen Oblate wie die Protestanten zu lutschen, gehe leer aus. Scheiß Welt!


  4. @ Joacxhim # 28

    Nein, er würde schüwätzen.

  5.   Christoph Leusch

    On top und off topic:

    Das wäre einmal ein Thema für ernsthafte Recherchen.

    Preisverleihungen betrachten in drei Ebenen:

    1. Wem wird die Macht gegeben, Preise zu verleihen. Eine Steigerungsform, wenn die Auserwählten selbst mitbestimmen dürfen, wer noch mit ausgezeichnet werden darf. Das gelingt nur ganz Mächtigen.

    2. Wozu dient die Preisverleihung? Zeichnet die Jury aus, weil der Preisträger sich mit ihren Vorstellungen irgendwie verknüfen lässt, wählt sie die Gegenstimme, die sich Gehör verschafft? Mischt sie klug, kann sie das noch?

    3. Können Preise in Würde und Anstand angenommen oder abgelehnt werden, oder bedeutet dies immer Skandal?

    Genügend Anlässe, sich über politische und kulturelle Preisverleihungen Gedanken zu machen liefert unser Land, bei Verleihungen mit an der Weltspitze. Die Trauerspiele häufen sich.

    Andererseits gibt es Preise, die ein neues Projekt, ein neues Talent, eine weitere Publikation, erst möglich machen und daher fast nicht entbehrlich sind. Von diesen Preisen lesen, hören und sehen wir meist wenig.

    Grüße
    C. Leusch

  6.   Krähling

    Die Liste problematischer Preisträger in @21 ließe sich problemlos verlängern. Kultur-, Demokratie- usw. Preise werden in Deutschland zu oft für die Gesinnung verliehen. Irgendwie verkommt nicht nur die Moral zu vieler Banker.

    Hört man nicht gelegentlich die öffentlichen Klagen über den „Verlust von Werten“ in Deutschland? Der kleinste gemeinsame Werte-Nenner (Herz und Verstand inbegriffen) strebt im toleranten Deutschland, mathematischer Logik folgend, zielsicher in die Bedeutungslosigkeit der Unendlichkeit.

    Die Kritik am Papst oder Kardinälen ist politischer Natur, hat doch die katholische Kirche seitens der christlichen Religion noch den verbindlichsten Glauben; die ev. Kirche löst sich langsam in der eigenen Beliebigkeit selbst auf und findet noch im Kampf gegen rechts ein wenig öffentliche Beachtung.


  7. @ Krähling

    Allerdings hat eine Chefjurorin einen Gesinnungspreis auch mal in einen Förderpreis für Autoren aus ihrem Heimatland umfunktioniert. Erinnnern Sie sich an die Handke-Heine-Preis-Debatte.


  8. @ Andreas

    Wollen Sie uns damit erläutern, was ein Zitierkartell ist?

  9.   Andreas

    @ Martin Riexinger,

    Sie spekulieren zu viel.


  10. Dann, danke ich Ihnen, dass Sie es unabsichtlich getan haben.

 

Kommentare sind geschlossen.