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Iranische Fatwa: Wahlbetrug ist erlaubt

 

Die oppostitionelle iranische Website Rooz Online berichtet von der Fatwa eines Ajatollahs, der Ahmadinedschad nahesteht und offenbar vorab das theologische OK zur Wahlmanipulation gegeben hat:

The letter, which has been signed by a number of Ministry of Interior employees, reveals the existence of a „religious decree to manipulate the results“ of the election. Revealing the behind-the-scenes efforts of certain government officials to manipulate the results, the letter reveals, „After the rapid decrease in the number of votes of one of the candidate (Mahmoud Ahmadinejad) in late April, one of the Qom Seminary School professors, who also heads a research institute there and previously spoke at the Tehran Friday prayers, called for ‚changing the votes‘ in a secret meeting, quoting a line from the Qoran, and adding, ‚If someone is elected president whereby Islamic principles that are currently on the rise in Lebanon, Palestine, Venezuela and other parts of the world, start diminishing, it is Haraam [forbidden by Islam] to vote for that person. We shouldn’t vote for that person and we should inform the people not to vote for him either, or else. For you, as administrators of the election, everything is permitted to this end.“

Der Bericht ist bereits vor der Bekanntgabe des offiziellen Wahlergebnisses erschienen.

Eine schöne Religion, die so viel Flexibiltät kennt.

16 Kommentare

  1.   Excel

    ,,Islam ist mit Demokratie vereinbar“ Wer sags denn? Endlich kommt die Offenbarung ans Tageslicht. Die ersten Videos über die Unruhen kann man sich schon im Netz anschauen.

  2.   docaffi

    Das faule System wird sich selbst auflösen; wartet nur!!

  3.   docaffi

    Das Handy-Netz von Teheran ist ausgeschaltet. Ist sehr schwer Informationen zu bekommen, was dort zur zeit abläuft.

  4.   tati

    Hallo docaffi,

    das sieht ja nach billigster Wahlmanipulation aus.
    Für so blöd hätte ich die Mullahs nicht gehalten.

    Wenn sich die Wahlfälschung als Tatsache erweist,
    nehme ich meine diesbezügliche Aussage vom Samstag zurück.

  5.   Rojas

    Wenn Wahlbetrung im Islam erlaubt ist, warum sollte es dann nicht auch erlaubt sein, sich als Prophet auszugeben ohne einer zu sein?

    Fragjanur…

  6.   Mattes

    @2 docaffi

    Ich hoffe sehr das Sie recht haben und wünsche allen Beteiligten das es ohne Blutvergießen abgeht.
    Obwohl ich vor allem letzteres für unrealistisch halte.

    Die Frage ist nur: was kommt danach? Haben die Menschen erkannt das es die Mullahs, sprich die Macht der Religion über die Politik war die sie ins Unglück gestürzt hat?
    Oder beginnt ein neues Kapitel unter der Überschrift „das System kann nichts dafür, die Menschen waren schuld“?

  7.   arne anka

    „Eine schöne Religion, die so viel Flexibiltät kennt.“

    ach gott, was das mit religion zu tun hat …
    die argumentation ist doch universell austauschbar zwischen den verschiedenen totalitären menscheitsbeglückungsideologien:

    prämisse a: unsere politik ist die einzig richtige.
    prämisse b: der breiten masse ist das nicht überzeugnd klar zu machen
    konklusion: alle mittel sind erlaubt, um die einzig richtige politik durchzusetzen.

    der ostblock hat es ja lange genug deutlich vorgeführt, ohne islamisch zu sein. und zumal in der sowjetischen definition von demokratie war wahlbetrug legitimes mittel.

    dass angesichts der heterogenität des islam und seiner politischen wirkmacht im iran zumal auch irgendwo ein mullah aufzutreiben ist, der wahlbetrug für nicht nur erlaubt sondern sogar geboten erklärt, verwundert nicht — interessant wäre aber mal wer und mit welchen theologischen argumenten dagegen hält/halten würde.

  8.   Mattes

    „zumal in der sowjetischen definition von demokratie war wahlbetrug legitimes mittel“

    Unter Berücksichtigung der vorherigen Definition „prämisse a: unsere politik ist die einzig richtige.“ war das eigentlich kein Wahlbetrug, sondern lediglich ein anderes Demokratieverständnis 🙂

    So wie die Kairoer Erklärung der Menschenrechte 🙁

  9.   PBUH

    And here is how I would reconstruct the crime.

    As the real numbers started coming into the Interior Ministry late on Friday, it became clear that Mousavi was winning. Mousavi’s spokesman abroad, filmmaker Mohsen Makhbalbaf, alleges that the ministry even contacted Mousavi’s camp and said it would begin preparing the population for this victory.

    The ministry must have informed Supreme Leader Ali Khamenei, who has had a feud with Mousavi for over 30 years, who found this outcome unsupportable. And, apparently, he and other top leaders had been so confident of an Ahmadinejad win that they had made no contingency plans for what to do if he looked as though he would lose.

    They therefore sent blanket instructions to the Electoral Commission to falsify the vote counts.

    This clumsy cover-up then produced the incredible result of an Ahmadinejad landlside in Tabriz and Isfahan and Tehran.

    The reason for which Rezaie and Karoubi had to be assigned such implausibly low totals was to make sure Ahmadinejad got over 51% of the vote and thus avoid a run-off between him and Mousavi next Friday, which would have given the Mousavi camp a chance to attempt to rally the public and forestall further tampering with the election.

    This scenario accounts for all known anomalies and is consistent with what we know of the major players.

    http://www.juancole.com/2009/06/stealing-iranian-election.html

 

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