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Klare Beweise für Wahlbetrug in Iran

 

Und  dies ist die Conclusio der unabhängigen Website Tehranbureau:

[TEHRAN BUREAU] Iran’s Interior Ministry has declared President Mahmoud Ahmadinejad the winner of yesterday’s election. This has been rejected by all the three opponents of Mr. Ahmadinejad, Messrs Mir Hossein Mousavi, Mahdi Karroubi, and Mohsen Rezaaee.

The best evidence for the validity of the arguments of the three opponents of the President for rejecting the results declared by the Interior Ministry is the data the Ministry itself has issued. In the chart, compiled based on the data released by the Ministry and announced by Iran’s national television, a perfect linear relation between the votes received by the President and Mir Hossein Mousavi has been maintained, and the President’s vote is always half of the President’s. The vertical axis (y) shows Mr. Mousavi’s votes, and the horizontal (x) the President’s. R^2 shows the correlation coefficient: the closer it is to 1.0, the more perfect is the fit, and it is 0.9995, as close to 1.0 as possible for any type of data.

Statistically and mathematically, it is impossible to maintain such perfect linear relations between the votes of any two candidates in any election — and at all stages of vote counting. This is particularly true about Iran, a large country with a variety of ethnic groups who usually vote for a candidate who is ethnically one of their own. For example, in the present elections, Mr. Mousavi is an Azeri and speaks Turkish. The Azeries make up 1/4 of all the eligible voters in Iran and in his trips to Azerbaijan province, where most of the Azeri population lives, Mr. Mousavi had been greeted by huge rallies in support of his campaign. Likewise, Mr. Karroubi, the other reformist candidate, is a Lor. But according to the data released by Iran’s Interior Ministry, in both cases, Mr. Ahmadinejad has far outdone both candidates in their own provinces of birth and among their own ethnic populations.

Noch mehr Indizien bei Juan Cole.

54 Kommentare

  1.   Excel

    An diesem Beispiel kann man sehr schön sehen, wie wichtig Statistik und Mathematik für die Gesellschaft und für die Demokratie ist. Ich hoffe, dass mit Hilfe der Zahlen, der Wahlbetrug bewiesen werden kann.

  2.   Frl. Mensa

    Das ist schon keine Wahlmanipulation mehr — das wäre auch unauffälliger gegangen, mit geringeren Margen und plausiblen regionalen Unterschieden — das ist ein öffenlicher Schlag in die Fresse all derjenigen, die glaubten, das System mit Systemmitteln ändern zu können.

    Hier hat jemand (eher nicht Khamenei, vielleicht Hardliner aus dem zweiten Glied, Revolutionsgarden/Militärs o. dgl.) der inneren Opposition den Fehdehandschuh hingeworfen, vermutlich um der Herausforderung jetzt Herr zu werden, bevor die sie weiter erstarkt und ein Gegensteuern erschweren würde. Das dabei der letzte Rest demokratischen Anscheins aus dem Fenster geworfen wird, scheint man hinzunehmen, sogar zu beabsichtigen.

    Das (offenbar befürchtete) Gorbatschov-Szenario hat man also verhindert, bleibt die Frage, ob jetzt eine Tianmen-Lösung folgt. Wenn Khamenei clever ist, lässt er stattdessen die Wahl wiederholen und nur ein bischen manipulieren. Bis dahin ist der Dampf raus, Ahmedinjad gewinnt trotzdem, und man hat der Opposistion in spe gehörig Angst gemacht für die nächsten 10-20 Jahre

  3.   J.S.

    Offenbar wurde das US-Militär von sehr hoher Stelle angewiesen, sich bei Begegnungen mit iranischen Kräften besonders zurückhaltend zu verhalten.

    http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/06/13/us.military.iran/index.html

  4.   docaffi

    @Hans Peter Müller

    Der unterschied ist halt, dass die Graphik aus der iranischen Wahl, wie Sie selbst sagen, nach einlaufenden (bekanntmachungen des Innenministeriums) Stimmauszählungen erstellt wurde (Die Reihenfolge stimmt überein). Die Graphik aus der amerikanischen Wahl entspricht aber nicht die tatsächliche Reihenfolge der Ergebnissbekanntmachungen. D.h. , wenn Sie bei der amerikanischen Wahl die Reihenfolge der einzelnen US-Staaten ändern, bekommen Sie eben kein lineares Ergebniss wie im Iran 🙂

  5.   docaffi

    Außerdem können die iranische Ergebnisse nicht mit den aus USA verglichen werden, weil die Bakanntmachungen im Iran willkürlich und nicht nach den einzelnen Provinzen erfolgt.

  6.   Mattes

    @docaffi

    Offensichtlich haben wir den verlinkten Artikel unterschiedlich verstanden.
    Nach meinem Verständnis ist der Punkt das sobald eine genügend große Anzahl von Stimmen zusammen sind, die Verteilung der Stimmen auf die Kandidaten beim hinzufügen weiterer Stimmen nicht mehr wesentlich verändert wird. Die Zahl der Stimmen für die Kandidaten werden im Verhältnis ihrer prozentualen Ergebnisse größer. Daraus wird in der gewählten Darstellung dann ein linearer Anstieg.

    Außerdem hat der Autor nicht die Stimmenauszählung verwendet wie sie in den USA tatsächlich vorgenommen wurde, sondern die Ergebnisse der Staaten neu gruppiert um „Ähnlichkeit“ zum Iran herzustellen.

    Das die Ergebnisse nicht nach Provinzen, sondern gemischt gezählt werden muß die Abweichungen noch verringern, weil schon die erste Auszählung eine gemischte Stichprobe darstellt.

    (Als qualitative Vermutung würde ich schätzen das die größere Abweichung in den amerikanischen Zahlen aus dem Unterschied zwischen zufälliger Auszählung (einzelne Wahlbüros im Iran) und immer noch vorhandener geographischer Abhängigkeit (Gruppen von Staaten in den USA) erklärt werden können).

  7.   Miriam

    Es handelt sich sicherlich nicht um eine weltliche Manipulation, sondern um Einmischung von oben. ( Frei nach Maradona: „Un poco con la cabeza de Ahmadinejad, y otro poco con la mano de dios“). Wie wir aus dem Koran wissen, mag Allah Verhältnisse wie 1:2.

  8.   J.S.

    Ich kann die Enttäuschung einiger zwar verstehen, aber ich sehe keine Beweise für einen Wahlbetrug.

    Und ich halte es auch für sehr gefährlich von Wahlbetrug zu sprechen! Obama ist nicht der Typ der sich den Mullahs in den Weg stellt, wenn diese auf Oppositionelle los gehen. Und die Mullahs wissen das.

  9.   J.S.

    Wenn Bush noch an der Macht wäre, hätten sich die Mullahs das vielleicht nicht getraut:

    „Im Iran sind nach Angaben der Opposition in der Nacht zum Sonntag mehr als 100 reformorientierte Politiker festgenommen worden.“

    http://www.zeit.de/online/2009/25/iran-festnahmen-opposition

  10.   PBUH

    @Frl. Mensa

    >Wenn Khamenei clever ist, lässt er stattdessen die Wahl wiederholen und nur ein bischen manipulieren.

    Warum, ein kleines Blutbad anzurichten ist da viel sinnvoller und sichert die Macht für mindestens 20 weitere Jahre.

 

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