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„Ergebt Euch nicht dieser gefährlichen Verschwörung“: Mussawis Protestbrief

 

Tehranbureau hat einen Text online gestellt, der angeblich von dem unterlegenen Kandidaten Mir Hussein Mussawi stammt:

I object fully to the current procedures and obvious and abundant deviations from law on the day of election and alert people to not surrender to this dangerous plot. Dishonesty and corruption of officials as we have seen will only result in weakening the pillars of the Islamic Republic of Iran and empowers lies and dictatorships.

I am obliged, due to my religious and national duties, to expose this dangerous plot and to explain its devastating effects on the future of Iran. I am concerned that the continuation of the current situation will transform all key members of this regime into fabulists in confrontation with the nation and seriously jeopardize them in this world and the next.

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68 Kommentare

  1.   tati

    Ja, Herr Lau, auf die website des Tehranbureau bin ich
    heute auch bereits gestossen.

    Zum Thema:

    Wie verfault die Regierungsclique im Iran ist, zeigt nichts besser als der Text von Mussawi – der selbst ein hartgesottener Islamohardliner ist – und angesichts dieser Zustände noch in einem milden Licht erscheint.
    Was für ein Narrenschiff. Das Mullah-Regime ist 100% Faschismus und der Koran dient ihnen als Grundlage.
    Wilders hat RECHT !!!

  2.   Keian

    @ Jörg Lau: Warum nicht?

  3.   Zagreus

    @ tati

    ja, wilder hat wirklich recht – denn der koran wird so benutz als ob er ‚mein Kampf‘ wäre – wie eine totalitäre politische programmankündigung, die keinerlei andere sichtweisen zuläßt.

  4.   Zagreus

    wie völlig Gaga dieser religiöse wahnsinn ist und wie anscheinend auch viele staatliche Stellen durchaus sich von ihren religiösen wahnvorstellen leiten lassen, zeit dieser bericht:
    http://www.csi-schweiz.ch/aegypten_gefaengnis_lager.php
    da werden leute zu mehrjährigen arbeitslageraufenthalt verdonnert, obwohl sie nicht gegen geltentes Recht verstoßen haben und allein die möglichkeit, dass ein moslem verführt werden könnte (als ob die nicht allein entscheiden könnten, ob sie den ramadan einhalten wollen oder nicht), bestraft.
    Islam ist in sehr vielen gelebten ausprägungen wirklich faschismus – eine totalitäre, menschenverachtende rechts verbiegende Ideologie.
    Und das da hat wie viele andere abirrungen sehr wohl etwas mit dem islam zu tun, denn das ist auch (!) bestandteil des gelebten Islams, wie er nunmal weltweit betrieben wird.

  5.   tati

    @ tati: Nein.
    Kommentar von Jörg Lau

    Herr Lau, dient der Koran den Mullahs im Iran NICHT als Grundlage ihres Gottesstaates.
    Sollten Sie diesbezügliche Informationen haben, bitte ich um
    Aufklärung.
    ODER interpretieren die Mullahs im Iran den Koran nur falsch?
    Dann wäre schlussfolgernd der ganze Gottesstaat unislamisch.

    Herr Lau, halten Sie persönlich die Mullahs im Iran für unislamisch?
    Würden Sie gegebenenfalls einen Interviewpartner der iranischen Regierung mit diesem Vorwurf konfrontieren?

  6.   Christoph Leusch

    Ahmadinedschad benutzt doch in dieser Situation kein Argument aus die Religion oder aus dem Koran. Er höhnt, er könne sich auf demokratische Spielregeln berufen und habe die Wahl haushoch gewonnen.

    Meine These: Die geistlichen Revolutionsführer hätten gerne den Gegenkandidaten. Aber einer alten Tradition der Shia folgend, Chomeni war ja 1979 ein revolutionäre Ausnahme, haben sie sich, taktisch ungeschickt, für keinen der Kandidaten ausgesprochen. Der Machtkampf in Teheran wird momentan überhaupt nicht von geistlichen Motiven getrieben, sondern von den sich verfestigenden Strukturen des Sicherheitsapparats und der Garden, die um ihre Entmachtung fürchten. Daher stammen auch die Fälscher der Wahl, wenn man suchen möchte.

    Ganz eindeutig ist auch, dass die iranische Oposition ausserhalb der Zentren weniger präsent und wenig angebotsorientiert auftrat. Das rächt sich nun.
    Ich bin überzeugt, das, mit ein wenig mehr Mauschelei bei den Wahlzetteln, hat dann letztlich ausgereicht.

    Tati,keian,zagreus. Was nützen die typisch einförmigen Pauschalurteile. -Nichts, zumal sie auch schlicht falsch sind.

    Grüße

    Christoph Leusch

  7.   Joachim_S

    Diese ewigen Vergleiche mit „mein Kampf“ sind zum Gähnen. Haben die Protagonisten beide Bücher gelesen?

  8.   tati

    Ahmadinedschad benutzt doch in dieser Situation kein Argument aus die Religion oder aus dem Koran.
    Kommentar von Christoph Leusch

    Leusch, wir beobachten einen völlig vereiterten hochgradig
    kariösen Zahn – und Sie reden vom Zahnstein.

  9.   tati

    Diese ewigen Vergleiche mit “mein Kampf” sind zum Gähnen. Haben die Protagonisten beide Bücher gelesen?
    Kommentar von Joachim_S

    Bitte nicht ablenken. Danke.

 

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