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Maggie Thatcher, Commie

 

Oder jedenfalls nützliche Idiotin. Dies hier ist ziemlich starker Tobak. Man ahnte ja, wie sehr Thatcher ein vereintes Deutschland abgelehnt hat. Aber dass sie bereit war, den ganzen Ostblock unter der russischen Fuchtel zu lassen!

Reagan war wirklich ein Freiheitsfreund (im Bezug auf den Kommunismus). Thatcher interessierte sich nur für britische Interessen – und denen war offenbar besser gedient mit den Eisernen Vorhang. Shocking!

Two months before the fall of the Berlin Wall, Margaret Thatcher told President Gorbachev that neither Britain nor Western Europe wanted the reunification of Germany and made clear that she wanted the Soviet leader to do what he could to stop it.

In an extraordinary frank meeting with Mr Gorbachev in Moscow in 1989 — never before fully reported — Mrs Thatcher said the destabilisation of Eastern Europe and the breakdown of the Warsaw Pact were also not in the West’s interests. She noted the huge changes happening across Eastern Europe, but she insisted that the West would not push for its decommunisation. Nor would it do anything to risk the security of the Soviet Union.

So die Londoner Times.

Thatcher sagte zu Gorbatschow in einem geheim Gespräch:

The reunification of Germany is not in the interests of Britain and Western Europe. It might look different from public pronouncements, in official communiqué at Nato meetings, but it is not worth paying ones attention to it. We do not want a united Germany. This would have led to a change to post-war borders and we can not allow that because such development would undermine the stability of the whole international situation and could endanger our security.

23 Kommentare

  1.   AM

    „Shocking!“
    Überhaupt nicht shocking. Sie vergessen (oder unterschlagen), dass es auch in Deutschland Leute gab, die einen Horror vor der Wiedervereinigung oder auch der Hauptstadt Berlin hatten. Warum hätten Ausländer enthusiastisch dafür sein sollen? Pragmatisch toleriert hat es ja schließlich auch Frau Thatcher (unter dem sanften Druck des Foreign Office!) und Francois Mitterand (mit Gegenleistung).
    Nur wer den Unsinn glaubt, dass die Westalliierten 1953 dem Aufstand in der DDR die Daumen gehalten haben, konnte etwas anderes erwarten. Selbstverständlich haben die 1953 einen gesamtdeutschen Aufstand gefürchtet, den Russen still grünes Licht signalisiert und ihre eigenen Truppen zu erhöhter Wachsamkeit ermahnt. Thatcher muss man zugute halten, dass sie ihre Ablehnung nicht verborgen hat. Und den Briten muss man hoch anrechnen, dass Sie schon nach 20 Jahren solche Dokumente freigeben. Deutsche Behörden hocken ja selbst noch 30 Jahren später auf den Geheimakten zum Buback-Mord und erwecken den Eindruck, sie müssten dringend etwas Schockierendes verbergen.

  2.   PBUH

    >(im Bezug auf den Kommunismus)

    Diese Anmerkung hätten sie sich wirklich sparen können.

    Wenn es um die Freiheit geht, dann kann man sich eben auf die USA verlassen, da gibt es nix zu relativieren.

  3.   Hans Joachim Sauer

    Ich muss meinen Vorrednern zustimmen: Die ablehnende Haltung Großbritanniens und Frankreichs, die deutsche Wiedervereinigung betreffend, war damals allgemein bekannt. Beide Länder fürchteten eine politische wie wirtschaftliche Dominanz Deutschlands innerhalb der EU. Dass die Wirtschaft der DDR pleite war, wussten weder Miterrand und Thatcher noch Kohl.

  4.   Jörg Lau

    @ All: Also entschuldigt mal bitte: Die große Sozialistenfresserin und Gewerkschaftsvernichterin gratuliert General Jaruzelski!
    She was telling Mr Gorbachev that she was “deeply impressed” by the courage and patriotism of General Wojciech Jaruzelski, the Polish Communist leader.
    Und wie kann man alles auf „Stabilität“ setzen, wenn dies für Millionen Menschen Gefangenschaft bedeutet? 44 Jahre nach Kriegsende, mit einem Kanzler Kohl immer noch so zu tun, als stünde Wilhelminismus und Hitlerismus an, ist doch wohl bizarr.
    Gorbatschow hätte eher historische antideutsche Gründe geltend machen können – die Russen sind schließlich die Hauptofer der deutschen Aggression gewesen. Und er war dabei, ein Empire zu verlieren. Aber er hatte die Größe, dem ins Auge zu blicken. Der Kommunist hatte mehr Freiheitssinn als die große Martkliberale und Hayek-Freundin!

  5.   Jörg Lau

    @ GB: Natürlich dagegen. Ich war in der Friedensbewegung, und wir hatten 1a Stasi-Informationen, die uns von Freunden der DFG/VKK zugespielt worden waren…
    Meine Eltern sagten immer: Das ist doch alles vom Osten gesteuert! Aber ich wollte ja nicht hören.

  6.   Jörg Lau

    @ GB: Natürlich dagegen. Ich war in der Friedensbewegung, und wir hatten 1a Stasi-fabrizierte Informationen, die uns von Freunden der DFG/VKK zugespielt worden waren…
    Meine Eltern sagten immer: Das ist doch alles vom Osten gesteuert! Aber ich wollte ja nicht hören.

  7.   Martin Riexinger

    @ JL

    Sie sind also auch der Meinung „Wahlrecht ab 30“?

  8.   J.S.

    Wenn ich mir ansehe wie antiwestlich Deutschland schon wieder geworden ist, so kann ich die Dame schon verstehen.

  9.   Martin Riexinger

    @ GB

    Wieso, diese Auffassung von mir entspringt der Selbstbeobachtung.

  10.   Jörg Lau

    @ MR: Nein, man muss das ja üben. Und man muss lernen, sich für frühere Meinungen zu schämen. Geht bei mir immer noch weiter, obwohl ich nun doch schon über 30 bin.

 

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