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Erdogan: „unser Freund Achmadinedschad“

 

Wow. Was der türkische Premier Erdogan dem Guardian in einem Interview sagte, ist ein Knaller.

Machmud Achmadinedschad sei „ohne Zweifel unser Freund“. Dafür werden die führenden Nationen der EU, Frankreich und Deutschland, mit Kritik nicht geschont für ihre abwartende Haltung gegenüber der Türkei. Der Guardian fasst zusammen:

Friendly towards a religious theocratic Iran, covetous and increasingly resentful of a secular but maddeningly dismissive Europe: it seems the perfect summary of Turkey’s east-west dichotomy.

Erdogan wirbt folgendermassen für die türkischen EU-Aspirationen:

„Being in the European Union we would be building bridges between the 1.5bn people of Muslim world to the non-Muslim world. They have to see this. If they ignore it, it brings weakness to the EU.“

Der türkische Präsident Abdullah Gül und Erdogan gehörten zu den ersten Staatsführern, die Achmadinedschad zu seiner „Wahl“gratulierten:

Erdogan hat sein Gastgeschenk schon vorher im Guardian ausgepackt:

He poured cold water on western accusations that Iran is seeking a nuclear weapon, saying: „Iran does not accept it is building a weapon. They are working on nuclear power for the purposes of energy only.“

Das muss man sich schon auf der Zunge zergehen lassen. Unser Nato-Partner Türkei vertritt die offizielle iranische Position. Selbst die Russen sind um mehr Distanz bemüht, obwohl sie oft genug Sanktionen verschleppt und verwässert haben.

Wenn das der versprochene „Brückenbau“ zur islamischen Welt sein soll, dann wollen wir darauf lieber verzichten.

132 Kommentare

  1.   Serdar

    @tati

    Na klar, je mehr Türken in Deutschland, desto mehr Antisemitismus in
    Deutschland.
    Die Braun-Nazis und Rot-Nazis nicht zu vergessen.

    Stimmt, die KZ wurden auch von Türken eingerichtet. Sie können ja mal kurz googeln, ob Hitler türkstämmig war.

  2.   Serdar

    @tati

    Na klar, je mehr Türken in Deutschland…

    Sie wollen keine Türken in Deutschland, am besten alle zurückschicken. Das wollte ich hören, danke 🙂

  3.   Bergpalme

    „Ob die Türkei europakompatibel ist? Nun hängt davon ab, wie sich Europa gestalten wird.“

    So, so. Ich überlege gerade, wo ich diese Logik schon einmal gehört gehabt. Richtig, es war bei den Islamfaschos der IGMG, Günes‘ Volksgenossen des besseren Blutes.

  4.   Bergpalme

    „gehört habe“

  5.   christian aka tati

    @Serdar

    Sie wollen keine Türken in Deutschland, am besten alle zurückschicken. Das wollte ich hören, danke

    Was sind Sie nur für ein Jammerlappen.
    Hauptsache ALLE ANDEREN sind schuld.
    Da schreibt ein türkischer Journalist in einer türkischen Zeitung ein kritischen Artikel über den Zustand der Türkei.
    Nachdem ich diesem zustimme, unterstellen Sie mir, ich wolle die Türken aus Deutschland zurückschicken.
    GEHT´S NOCH BLÖDER !!!
    Die Türken, mit denen ich privat zu tun habe, sehen die Situation genauso wie ich – und sie sind froh, daß sie sich mit der türkischen Politik nicht mehr rumschlagen müssen.

  6.   Serdar

    @tati

    Hauptsache ALLE ANDEREN sind schuld.

    Wie war das mit dem Antisemitimus in der Türkei? Je mehr Türken…

    Da schreibt ein türkischer Journalist in einer türkischen Zeitung ein kritischen Artikel über den Zustand der Türkei.

    Erstens ist Soner Cagaptay kein türkischer Journalist, sondern Analyst bei den Neocons und berüchtigt.

    Nachdem ich diesem zustimme, unterstellen Sie mir, ich wolle die Türken aus Deutschland zurückschicken.

    Jammerlappen.

    Die Türken, mit denen ich privat zu tun habe, sehen die Situation genauso wie ich – und sie sind froh, daß sie sich mit der türkischen Politik nicht mehr rumschlagen müssen.

    Wenn sie austeilen sollten sie auch einstecken können. Das sie ein paar Alibitürken kennen, macht die Sache auch nicht besser. Passen sie auf, das die sie nicht mit Antisemitismus anstecken.

  7.   christian aka tati

    @Serdar

    Das sie ein paar Alibitürken kennen, macht die Sache auch nicht besser.

    Nennt man in Ihren Kreisen die integrierten Türken „Alibitürken“?

  8.   Krause

    „Nennt man in Ihren Kreisen die integrierten Türken “Alibitürken”?“

    Auf Policity spricht man auch gerne von TÜV-Türken oder auch von House-Niggern (gähn!)

  9.   N. Neumann

    Zur Zeit verfolgt die türkische Außenpolitik das Ziel jedwedes Problem mit den Nachbarn auszuräumen. Dazu gehören die Probleme mit Syrien und Iran. Sie baut auch ihren Einfluß in der Gegend aus, sie will mitreden.

    @ Serdar

    Richtig. Und das rechtfertigt noch den letzten Rotz, der dann von dir heruntergespielt wird. Wobei Erdogan zuweilen weniger nach will mitreden sondern mehr nach will bestimmen klingt.

    Also ich würde sagen, das ist viel geplenkel. Das ganze wird sich wieder berruhigen.

    Zum Geplänkel gehören nach meinem Dafürhalten zunächst mal zwei Seiten.

    Vor allem würde ich aber sagen, dass der erfolgreiche Ministerpräsident Erdogan mit zunehmender Regierungszeit großspuriger und maßloser geworden ist und dies nichts mehr mit selbstbewusstem Auftreten zu tun hat. Dafür gibt es auch in der Innenpolitik Anhaltspunkte. Amahdineschad einen besonders kumpeligen Persilschein ausstellen und damit Partnerstaaten auf die Füße treten? – Das hätte Gerhard Schröder selbst nach 2 Flaschen Rotwein, dickem Krach mit George Bush und dazu noch einer guten Line Koks oben drauf nicht hinbekommen.

    Dergleichen Äußerungen sind jedenfalls nicht nur dazu geeignet, Türkeibasher in ihren Ansichten zu bestätigen, sondern auch der Türkei gegenüber gewogene Personen zu vergrätzen. Und zwar auch auf Entscheidungs affineren Ebenen.

    Nun ja, wenn die EU so weitermacht, wird die EU die Türkei noch viel nötiger haben als andersrum.

    Du unterliegst hier einer Fehlwahrnehmung. Um einem Club beizutreten, muss man nicht kriechen, und man kann auch rummeckern, wenn das eine oder andere Clubmitglied dem eigenen Beitritt reserviert bis skeptisch gegenüber steht. Man sollte aber nicht (zumal nicht ohne besonderen Anlass) den ganzen Club verhöhnen und sich dabei noch einbilden, Folterwerkzeuge zu zeigen bzw. die größeren Folterwerkzeuge zu haben.

    Jemand, der auf dem Hintergrund einer Reihe von krawalligen Äußerungen Erdogans meint, das man sich mit der Türkei einen unberechenbaren Partner in die EU holen würde, kann man nun nicht mehr als paranoid abtun.

  10.   Hans Joachim Sauer

    @ Neumann

    Gut gebrüllt, Löwe! Ganz meine Meinung. Ich hä#tt’s nur nicht so schön ausdrücken können.

    Btw.: Was halten Sie von Gül? Der scheint mir pragmatischer zu sein.

 

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