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Iran: Menschenrechte und Misswahlen

 

Ich rate allen Mitbloggern, gelegentlich auf „Iranian.com“ vorbeizuschauen (Motto: Nothing is sacred.) Man findet oft sehr interessante Kommentare, Reportagen, Mediensplitter des anderen Iran, der nicht mit dem Mullahstaat verwechselt werden will.

Hier berichtet die Journalistin Roxana Saberi Jon Stewart von ihrer Haft im Iran, wo sie letztes Jahr als „amerikanische Spionin“ festgenommen wurde. Ein bizarre Geschichte. Die schöne Frau Saberi stammt aus North Dakota, wo sie vor Jahren zur „Miss North Dakota“ gekürt worden war. Nicht zuletzt daher bekam ihr Fall besondere Aufmerksamkeit:

The Daily Show With Jon Stewart Mon – Thurs 11p / 10c
Roxana Saberi
www.thedailyshow.com
Daily Show Full Episodes Political Humor Tea Party

Auch auf Iranian fand ich die Nachricht, dass in Kanada gleich fünf iranischstämmige Damen in der engeren Wahl um die Miss World Canada stehen. Auf so etwas ist man beim Iranian stolz. Und zwar zu Recht.

Roxana Saberi ist entkommen, aber viele iranische Blogger und Journalisten sind nach dem Volksaufstand um die Wahlen noch in Haft. Hier gibt es eine Petition, die sich dafür einsetzt, dass sie frei kommen.

11 Kommentare

  1.   AM

    @ JL
    „Roxana Saberi ist entkommen.“
    Meinten Sie womöglich „freigekommen“, also freigelassen worden?

  2.   tati

    Dazu passend auch der Bericht im Perlentaucher

    Von der grünen Spielwiese in die Hölle

    http://www.perlentaucher.de/artikel/6139.html

    Einmal mehr auch ein Einblick in die feige Iranpolitik der rot-grünen Regierung mit Schröder, Fischer und Schily.


  3. Wir könnten auch von St. Barry reden…

  4.   Hippodamos

    Das Geistige kommt hier zu kurz!
    :mrgreen:

  5.   mathilde

    petition unterschrieben und weitergeleitet..

  6.   J.S.

    OT. Zum Thema Kunduz. Laut SPON sind die „Taliban“ dort gar keine Afghanen mehr sondern islamistische Terroristen aus diversen Ländern.

    „Für die Usbeken-Truppe, die unbeirrbar weiterkämpft, obwohl ihr oberster Anführer im August von einer amerikanischen Drohne im pakistanischen Süd-Waziristan getötet wurde, scheint Geld keine Rolle zu spielen. Sie wird aus den Golf-Staaten mit üppigen Spenden – und mit neuestem Kriegsgerät aus Armeebeständen – versorgt.“

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,688292,00.html

  7.   6bb6

    Iranisch«stämmig» sind nur drei der Damen, die beiden anderen tragen türkische Namen.


  8. Herzlichen Dank für diesen Blog-Text, der auf die Lage im Iran aufmerksam macht.

    Inbesondere danke ich Ihnen für die Unterschriften-Petition, die für die Presse- und Meinungsfreiheit eintritt!

    [Dass die genannten weiblichen Schönheiten iranisch-„stämmig“ sind, jedoch sprachlich nicht in jedem Falle persische Namen tragen, ist der Tatsache geschuldet, dass insgesamt 77 verschiedene Sprachen und Idiome im Iran gesprochen werden, neben Persisch (gesprochen von 65% der Bevölkerung) z.B. auch Turksprachen (16%).]

  9.   6bb6

    @Publicola

    Wow, ich bin jetzt toll beeindruckt welch profundes «Wissen» Sie (ohne Quellenangabe) aus der Wikipedia schöpfen! Die Zahlen dort sind, wie üblich, mal wieder falsch abgeschrieben: 16% ist Azeri alleine (s. die in WP verlinkte Quelle http://lcweb2.loc.gov/frd/cs/profiles/Iran.pdf, S. 5).

    Was mir dabei überhaupt nicht in den Kopf will ist, warum jemand die Wikipedia verwendet, wenn die einschlägige Fachenzyklopädie «Encyclopædia Iranica» online frei verfügbar ist (http://www.iranica.com). Irgendwie fällt mir da immer nur der Nuhr ein («einfach mal …»).

    Die Iranica kommt nebenbei auf 23% Turksprachler in Iran (http://www.iranica.com/articles/iran-vii7-turkic-languages).

    Zum «stämmig»: Kann ich dann davon ausgehen, dass ein türkischstämmiger Deutscher, der in die USA auswandert, dort zum deutschstämmigen Amerikaner wird? Ah nä …


  10. vier tragen iranische Namen!

 

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