‹ Alle Einträge

Starke Argumente für ein Burkaverbot

 

In der Herald Tribune von heute begründet der Mehrheitsführer im französischen Parlament, Jean-Francois Copé, warum er ein Verbot der Vollverschleierung in Frankreich durchsetzen will.

Nächste Woche wird das französische Parlament über den Entwurf der konservativen UMP abstimmen.

Hier die entscheidenden Argumente:

A) Sicherheit:

„Our debate is not about a type of attire or the Islamic head scarf that covers the hair and forehead. The latter is obviously allowed in France. The ban would apply to the full-body veil known as the burqa or niqab. This is not an article of clothing — it is a mask, a mask worn at all times, making identification or participation in economic and social life virtually impossible.

This face covering poses a serious safety problem at a time when security cameras play an important role in the protection of public order.“

B) Reziprozität im öffentlichen Leben

„The permanent concealment of the face also raises the question of social interactions in our democracies. In the United States, there are very few limits on individual freedom, as exemplified by the guarantees of the First Amendment. In France, too, we are passionately attached to liberty.

But we also reaffirm our citizens’ equality and fraternity. These values are the three inseparable components of our national motto. (…)

Let’s take one example: The fact that people are prohibited from strolling down Fifth Avenue in the nude does not constitute an attack on the fundamental rights of nudists. Likewise, wearing headgear that fully covers the face does not constitute a fundamental liberty. To the contrary, it is an insurmountable obstacle to the affirmation of a political community that unites citizens without regard to differences in sex, origin or religious faith. How can you establish a relationship with a person who, by hiding a smile or a glance — those universal signs of our common humanity — refuses to exist in the eyes of others?“

C) Individualität und Verantwortung

„We are free as long as we are responsible individuals who can be held accountable for our actions before our peers. But the niqab and burqa represent a refusal to exist as a person in the eyes of others. The person who wears one is no longer identifiable; she is a shadow among others, lacking individuality, avoiding responsibility.

From this standpoint, banning the veil in the street is aimed at no particular religion and stigmatizes no particular community.“

175 Kommentare


  1. Hans Joachim Sauer

    Schön, dass Sie mir die Unterschiede erklären. Die Burka sieht ja überall gleich aus.

    (Ich freue mich schon auf die Reaktion der Muslimverbände, wenn eine Hexen-Clique mit der Burka rumläuft. )

  2.   karin bryant

    Diese Burka-Debatte ist fuer die ‚Katz‘ denn wie Herr de Maiziere annimmt gibt es nicht genuegend Burka-Traegerinnen ,da ist seiner Meinung nach ein Gesetz ueberfluessig. Leider scheint der gute Minister seinen Elfenbeintum nur selten zu verlassen sonst wuesste er laengst dass die Anzahl der Burkafrauen staendig ansteigt und auch das Alter der Burkatraegerinnen zu sinken scheint.In jeder Stadt mit auch nur mittlerem Migranten-Anteil kann man das erkennen ohne danach Ausschau halten zu muessen.In Deutschland herrscht absolute Narrenfreiheit fuer diese Steinzeit Folklore, wir regen uns zwar auf ueber Ehrenmorde,Zwangsheiraten und aehnliches ,wir schicken sogar die Bundeswehr nach Afghanistan um dort die Unfreiheit zu bekaempfen die wir in Deutschland tolerieren,wenn nicht sogar zelebrieren. Ich glaube nicht dass wir die Freiheit Deutschlands am Hindukusch verteidigen. Es waere viel sinnvoller und auch billiger wenn das schon im Bundestag getan wuerde. Das wuerde keine Menschenleben kosten und das Geld dass fuer ein Krieg gestellt werden muss koennte in Deutschland so einige Probleme loesen. Es waere auf jeden Fall besser angelegt.Ich bin auch der Meinung dass wir zuviel Zeit und Energie mit der Burka Debatte verschwenden weil es offensichtlich ist dass unsere Politiker sich weigern uns vor diesen Sachen zu schuetzen.Die Islamisierung Deutschlands nimmt ein immer schnelleres Tempo an und wer mal durch gewisse Stadtteile geht(wenn er sich traut) resigniert. Der Zug ist abgefahren.
    In Zukunft werden wir mehr islamischen Sitten akzeptieren muessen denn die stehen in D ja so langsam unter Staatsschutz.Ehrenmorde,Zwangsheiraten,Schaechten,Burkas auf der Strasse werden als exotischer Lebenstil verkauft und entsprechend weichgespuelt.Tuerkisch-staemmige Richter haben verstaendnis dass die Familienehre verteidigt werden muss, auch mit Waffengewalt.
    Wenn dann das letzte Kruzifix aus allen Schulen und Aemtern verbannt ist bleiben uns der exotische Lifestyle komplett mit Kopftuch und wir koennen sicher sein dass wir alles getan haben um es den Muslimen in D so einfach wie moeglich gemacht haben in dem wir unsere Werte wie auf einem Suk verramscht haben gegen Doener, Wasserpfeifen und der Sicherheit dass kein Muslime sich mehr graemen oder gar beleidigt sein muss in einem Land voller Unglaeubigen leben zu muessen.

  3.   tati

    @Jonas Schaible

    Sie schreiben auf Ihrem blog:

    Wieso sollte man keine Beziehung zu einer verschleierten Person aufbauen können? Es mag schwerer sein, Kontakt zu knüpfen, in der Tat, weil man sich nicht schnell zulächeln kann, aber Kommunikation läuft zu weiten Teilen verbal ab oder auch über die Gestik – und beides wird durch eine Verschleierung nicht verhindert.

    Seit wann sind Lächeln und Blickkontakte ultimative und notwendige Bestandteile einer Persönlichkeit, bzw. notwendige Bedingungen für die Existenz einer solchen; und warum sollte jemand, der Mund und Augen verhüllt, aufhören, in den Augen anderer als Person wahrgenommen werden zu wollen?

    Diese Argumentation ist geradezu hanebüchen.
    Die Burkaträgerin zeigt mit ihrer Verhüllung unmißverständlich, daß sie keinen Kontakt aufnehmen will, sonst bräuchte sie die Burka nicht zu tragen.
    Glauben Sie denn wirklich ernsthaft an das, was Sie schreiben.
    Glauben Sie, man könnte so mir nichts dir nichts mit einer Burkaträgerin oder Niqab-Trägerin ins Gespräch kommen.

    Gehören zur Persönlichkeit nicht auch Wissen, Sprache, Vorlieben, Interessen und vieles mehr?

    Aber na klar, und Sie denken die Burkaträgerin wird Ihnen zwar nicht in die Augen schauen, Ihnen dafür aber ihre Vorlieben und Interessen mitteilen.

  4.   noribori

    Die Burka des Westens ist das Auto. Wenn wir uns in den Autoverkehr einreihen, dann nehmen wir am öffentlichen Leben teil, obwohl wir uns immer noch im privaten Raum befinden. Deshalb ziehen auch viele Leute das Auto den öffentlichen Verkehrsmitteln vor. Selbst wenn man viel Zeit im Stau verbringen muss, es ist keine verlorene Zeit, im privaten Raum lässt sich die Zeit nutzen. Man könnte auch Walkman und iPod anführen, doch diese grenzen keinen eigenen Raum ab, sie ermöglichen dem Träger nur die Flucht in eine raumlose Welt.

    Die genannten Probleme der Burka lassen sich also am besten mit Blick auf das KFZ lösen:
    A) Sicherheit: Ein Burka-TÜV muss sicherstellen, das die Burka verkehrssicher ist
    B) Reziprozität: Da das Zeichensystem der Mimik entfällt, wird ein technisches Ersatzystem installiert. Von Blinklichtern und Verkehrsschilder inspiriert ist hier vieles denkbar, HiTech-Textilien sind auch in anderen Zuammenhängen (Sport) längst eine Selbstverständlichkeit
    C) Individualität: Ein fälschungssicheres Nummernschild macht die Burka zum Freund aller Verkehrswächter. Damit keine falschen Assoziationen mit stigmatisierenden rassistischen Zeichen aufkommen, sollten diese Schilder aber auch für andere Zwecke eingesetzt werden. Man könnte sie etwa für Segway-Fahrer verpflichtend einführen.

  5.   Hans Joachim Sauer

    @ FS

    „Die Burka sieht ja überall gleich aus“

    Unsinn. Es gibt die schwarze mit oder ohne Augenschlitz auf der arabischen Halbinsel, die blaue mit Gitter in Afghanistan oder einen bunten oder weißen Umhang (Haik) mit Mundtuch im Maghreb.

  6.   Hans Joachim Sauer

    @ K. Bryant

    „Leider scheint der gute Minister seinen Elfenbeintum nur selten zu verlassen sonst wuesste er laengst dass die Anzahl der Burkafrauen staendig ansteigt und auch das Alter der Burkatraegerinnen zu sinken scheint.In jeder Stadt mit auch nur mittlerem Migranten-Anteil kann man das erkennen ohne danach Ausschau halten zu muessen“

    Blödsinn. Ich habe in meinem Leben in Deutschland bisher eine einzige gesehen. In London einige in der Umgebung von Harrod’s – reiche Araberinnen.


  7. Sind Blickkontakt und Lächeln nun notwendige Bedignung für die Existenz einer eigenen Persönlichkeit? Denken Sie genau nach. Notwendig, existenziell notwendig? Ja oder nein?

    Ist es unmöglich, eine wie auch immer geartete Beziehung zu einer Burkaträgerin aufzubauen? Nein. Schwieriger als ohne Burka? Vermutlich. Unmöglich? Nein.
    „Mir nichts dir nichts ins Gespräch kommen“ – schwierig? Sicher. Unmöglich: Nein.
    Hat das etwas damit zu tun, dass eine Burkaträgerin nicht als Person gesehen werden möchte? Nicht das geringste.

    Was die Burkaträgerin mit dem Tragen der Burka zeigen will, kann ich von außen nicht ersehen. Sie können es auch nicht. Will sie ausdrücken, dass sie keinen Kontakt will? Möglich. Zeigt sie es unmissverständlich, also so, dass keine andere Lesart mglich ist? Nein.

    Glaube ich, was ich schreibe: Egal. Halte ich das, was ich schreibe, für logisch korrekt und damit für eine Basis, auf der man diskutieren kann? Ohne Frage.


  8. Entschuldigung. Ich habe vergessen, auf „Antworten“ zu klicken. Das ging an #13, tati.

  9.   Stefanie

    Das was Sie sagen, ist nun „Blödsinn“. Nur auf meinen Wohnort bezogen, wenn ich drei Viertel weiter unterwegs bin -ein Viertel, dass als positiv mulitikulti gilt und in dem viele Studenten wohnen, sehe ich wenn ich einmal die Hauptststraße passiere jeweils Mal ca. 5 Burkaträgerinnen. Dass ich dort keine sehe, kommt nie vor.

  10.   Stefanie

    mein Post ging an 16. Hans Joachim Sauer.

 

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Anmelden Registrieren