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Palästinas Freunde

 

Eine Karte der Länder, die Palästinas Aufnahme in die Vereinten Nationen unterstützen:

Das Ganze findet sich hier auch interaktiv.

Nicht markiert sind merkwürdigerweise die Franzosen, die ja immerhin der „Vatikanlösung“ zustimmen würden.

126 Kommentare

  1.   Zagreus

    Bis auf wenige Ausnahmen also die komplette nicht-westliche Welt.

    die muslimische Welt ist klar – beim Rest – hat das etwas mit der Verbreitung des linken Antisemitismus zu tun, wie er seit den 70-80er virulent ist? Oder etwas mit wirtschaftlichen Interessen bzl. der muslimischen Welt?
    Denn welches Interesse (pro-& contra) z. b. China oder Russland oder die südamerikanischen Staaten sonst haben könnten, erschließt sich mir nicht.

  2.   Hans Müller

    Es ist schon traurig, dass nur noch Nordamerika, Westeuropa und Australien, also die wenigen demokratischen Staaten der Erde, sich dem Ansinnen, einen 22. arabischen Staat zu gründen, widersetzen.
    Die UNO sind eigentlich erledigt, denn deutlicher wird es kaum, dass die Diktaturen die Welt beherrschen.

  3.   Zagreus

    @ Müller

    Diktaturen die Welt „?

    Nicht nur – sondern einfach die Mehrheit der staaten, die leider in sehr ideologisch-hierarchischen Ausrichtungen lebt. es sind nicht einfach nur Diktaturen, sondern dummerweise spiegelt das durchaus auch wieder, was die meisten Menschen denken in diesen Ländern.

  4.   Arjen van Zuider

    Das ist ja sozusagen eine Weltkarte der Musterdemokratien.

  5.   Stefanie

    „Oder etwas mit wirtschaftlichen Interessen bzl. der muslimischen Welt?
    Denn welches Interesse (pro-& contra) z. b. China o“

    China ist vielen afrikanischen Staaten wie z.B. dem Sudan als Investor führend.Gerade Sudan, der ja von den westlichen Staaten wegen menschenrechtlicher Bedenken gemieden wurde, ist in vielen Bereichen durch die chinesische Wirtschaft absolut dominiert. Die haben sich quasi alles unter den Nagel gerissen, was zu reißen war. Klar, die haben hierbei keine Bedenken und können sich so wirtschaftliche Dominanz schaffen.Dem chinesischen Volk wird das als humanitäre Entwicklungsarbeit verkauft.

    Aber auch den Antisemitismus in China darf man nicht unterschätzen. China gilt gemeinhin als antisemitismusfrei, weil z.B. Shanghai während WK II Juden Asyal gab und auch heute dort nicht wenige leben. Fritz Stern schreibt in seinem „Fünf Deutschland“, dass die Shanghai-Chinesen Juden deshalb Asyl gaben, weil man es sich mit diesem möchtigen und vernetzen Volk nicht verderben wollte, also dachte, das bringt uns Vorteile, wenn wir diesen helfen.

    Auch heute noch ist es weitverbreitet unter Chinesen, also denen, die überhaupt erst einmal hinreichend Bildung haben, um vom Judentum und Israel zu wissen, dass Juden sehr mächtig sein. Die Ansicht, Juden würden die amerkanische Politik lenken, findet sie bei erschreckend vielen, so sie denn darüber sprechen und nicht verdruckst weg gucken; letzteres insbesondere in Deutschland, denn die Coachs bringen ihren Mitarbeitern für Deutschland so ungefähr als erstes bei, nie über die Vergangenheit zu sprechen, das böte nur Fettnäpfe. Auch der Gedanke, Menschen gehören unterschiedlichen Rassen an und nicht alle passen zu einander, ist keine Seltenheit unter Chinesen.

    Der ganze kommunistische Block ist latent antisemitisch gewesen und das kommunistische China heute macht da keine Ausnahme. Primär denke ich aber, geht es den Chinesen jetzt hierbei um wirtschaftliche Interessen. Ist ja nicht bei China so, dass der arabische Raum wirtschaftliche Begehrlichkeiten weg, die Israel auch wenn des ein westlich entwickeltes Land ist einfach wegen der geringen Bevölkerungsanzahl und Fläche nur bedingt interessant ist. Daher besser mit den Arabern gut stellen, als diese zu verprellen.

  6.   Stefanie

    P.S.: Südsudan, wenn ich das richtig erkenne, hat nicht zugestimmt. Der Südsudan verfügt im übrigen über hervorragende Beziehungen und zu Israel und hat nach meinem Kenntnisstand – kann mich irren – sogar seine Botschaft in Jerusalem. Israel hat viele Flüchtlinge aus dem Sudan aufgenommen, also ein Auge zugedrückt, bzw. weggeguckt, wenn die ins Land geflogen sind. Die verfolgten Südsudanensen waren ja von der gesamten Welt vergessen und eigentlich nur Israel hat diesen armen Menschen geholfen. Das haben die nicht vergessen und stehen nun an Israels Seite. Schön wenn es in der Politik dann menschelt und nicht nur der schnöde Mammon, Hass etc. regieren.

  7.   Stefanie

    nicht geflogen, geflohen hätte es heißen müssen.

  8.   Serious Black

    @ Zagreus #1

    Russlands und Chinas Interesse ist doch offenkundig.

    Die ca. 1 Mrd. US$ an internationaler Finanzhilfe (Direktzahlung und UN-Quellen) an die PA wird vor allem von westlichen Demokratien aufgebracht. Eine Perpetuierung des Konflikts schwächt also den Westen und ermöglicht es ‚lupenreinen Demokraten‘ und ‚Antikolonialisten‘ ihre Wirtschaftsinteressen auf unsere Kosten durchzusetzen. Außerdem lenkt der Nahostkonflikt von Problemen mit muslimischen Minderheiten im Kaukasus oder in Xinjang ab.

  9.   Arjen van Zuider

    Südsudan, wenn ich das richtig erkenne, hat nicht zugestimmt.
    Man könnte natürlich aus antiimperialistischer Perspektive sagen, dass der Südsudan, der erst vor kurzem mit amerikanischer Unterstützung seine Unabhängigkeit erlangt hat, damit seine Dankbarkeit den Amerikanern gegenüber erweist. Andererseits stimmen andere angeblich von den USA kontrollierte Staaten (Afghanistan, Irak, Libyen) entgegengesetzt.

    Armenien ist auch dagegen, wenn ich den grauen Fleck richtig deute. Gemeinsamer Feind Türkei?

  10.   N. Neumann

    @ AvZ

    Aus nicht-antiimperialistischer Perspektive könnte man noch hinzufügen, dass Süd-Sudanesen nicht gut auf muslimische Araber bzw. Staaten der Arabischen Liga zu sprechen sind.

 

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