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Obamas erstaunlicher Besuch in Israel

 

Obamas Besuch in Israel war erstaunlich. So erstaunlich, dass noch immer nicht ganz verstanden ist, wie sehr.

Der amerikanische Präsident kam ohne einen Friedensplan, wie vorher angekündigt. Die Botschaft: Ich werde nicht meine zweite Amtszeit verschleißen mit einem weiteren Versuch, euch und eure Nachbarn zu eurem Glück zu zwingen. Schon Clinton und Bush sind daran gescheitert. (Und ich früh in meiner ersten Amtszeit mit meiner Siedlungsstopp-Initiative.)

Ich kann euch nicht davon abhalten, euren Traum von einem demokratischen jüdischen Staat selber zu zerstören, indem ihr immer weiter siedelt und die Palästinenser permanent beherrscht.

Wenn ihr selber etwas dagegen tun wollt, steht Amerika hinter euch. Wir sind uns einig über die Gefahr aus Iran. Wir sind uns einig über die Gefahr aus einer sich islamisierenden Region. Aber erstens seid ihr stärker als ihr glaubt, und zweitens habt ihr die stärkste Macht der Welt zum Freund: Also hört auf mit den faulen Ausreden, dass ihr die Zwei-Staaten-Lösung wollt, aber es jetzt gerade wieder mal nicht geht.

Ich setze mich bei Machmud Abbas dafür ein, dass er unangenehme unilaterale Schritte (ICC) unterlässt. Aber dann hört auf zu behaupten, ihr habt „keinen Partner“ für Frieden. Ich bringe Erdogan dazu, sich mit euch zu versöhnen – wenn ihr es über euch bringt, mal anzurufen wegen der Mavi Marmara. Ihr müsst bloss sagen, dass nicht alles optimal gelaufen ist, keine demütigenden Gesten erforderlich. Das ist ein Weg aus der drohenden regionalen Isolation heraus. Ihr könnt dabei nur gewinnen.

 

Israel ist ein fantastisches Land mit einer großartigen, freien und lebendigen Zivilgesellschaft. Für viele der Probleme der Region liegen die Lösungen hier offen zu Tage. Das Land ist innovativ, offen und pluralistisch, es ist ein Rechtsstaat – jedenfalls für die Menschen innerhalb der „Grünen Linie“.

Und hier fängt der schwierige Part an:

So peace is necessary. But peace is also just. Peace is also just. There is no question that Israel has faced Palestinian factions who turned to terror, leaders who missed historic opportunities. That is all true. And that’s why security must be at the center of any agreement. And there is no question that the only path to peace is through negotiations — which is why, despite the criticism we’ve received, the United States will oppose unilateral efforts to bypass negotiations through the United Nations. It has to be done by the parties. But the Palestinian people’s right to self-determination, their right to justice, must also be recognized.

Put yourself in their shoes. Look at the world through their eyes. It is not fair that a Palestinian child cannot grow up in a state of their own. Living their entire lives with the presence of a foreign army that controls the movements not just of those young people but their parents, their grandparents, every single day. It’s not just when settler violence against Palestinians goes unpunished. It’s not right to prevent Palestinians from farming their lands; or restricting a student’s ability to move around the West Bank; or displace Palestinian families from their homes. Neither occupation nor expulsion is the answer. Just as Israelis built a state in their homeland, Palestinians have a right to be a free people in their own land.

Dies hat Obama in seiner großartigen Rede vor den Studenten in Jerusalem gesagt – und er hat dafür Applaus bekommen. Seit Rabin ist kein israelischer Politiker mehr in der Lage, den Konflikt auf diese einfachen menschlichen Wahrheiten zurückzuführen. Vielleicht werden diese Worte Folgen haben.

Und weiter:

Now, only you can determine what kind of democracy you will have. But remember that as you make these decisions, you will define not simply the future of your relationship with the Palestinians — you will define the future of Israel as well.

As Ariel Sharon said — I’m quoting him — “It is impossible to have a Jewish democratic state, at the same time to control all of Eretz Israel. If we insist on fulfilling the dream in its entirety, we are liable to lose it all.” Or, from a different perspective, I think of what the novelist David Grossman said shortly after losing his son, as he described the necessity of peace — “A peace of no choice” he said, “must be approached with the same determination and creativity as one approaches a war of no choice.”

Now, Israel cannot be expected to negotiate with anyone who is dedicated to its destruction. But while I know you have had differences with the Palestinian Authority, I genuinely believe that you do have a true partner in President Abbas and Prime Minister Fayyad. I believe that. And they have a track record to prove it. Over the last few years, they have built institutions and maintained security on the West Bank in ways that few could have imagined just a few years ago. So many Palestinians — including young people — have rejected violence as a means of achieving their aspirations.

Obama hat wohlweislich zu den Studenten gesprochen, nicht zur Knesset. Er wendet sich an die junge Generation, nicht an die gewählten Repräsentanten. Er fordert die jungen Leute auf, ihre Politiker unter Druck zu setzen. Er fordert nichts weniger als eine Revolte gegen die Status-Quo-Politik. Sehr ungewöhnlich, um es mal vorsichtig auszudrücken. Das joviale Scherzen mit Netanjahu auf dem Flughafen konnte darüber nicht hinwegtäuschen. Obama glaubt nicht, dass es Sinn hat, mit dieser Regierung über die entscheidende Lebensfrage des Staates Israel zu reden. Und hat er nicht Recht? Netanjahu hat soeben das Wohnungsbauministerium an die radikalen Siedler gegeben.

In gewisser Weise ist Obamas Besuch für mich darum nicht ein verspäteter Antrittsbesuch, sondern ein Abschiedsbesuch: Ich gebe euch hiermit den Nahostkonflikt zurück. Er ist eure Sache. Für die Simulation eines „Friedensprozesses“, der immer nur mehr Siedlungen bringt und eine Zwei-Staaten-Lösung verunmöglicht, stehen wir nicht mehr zur Verfügung. Für alles andere: sofort.

Bis dahin: Sprecht mit John Kerry. Und ruft mich erst wieder an, wenn es sich lohnt.

203 Kommentare

  1.   Thomas Holm

    Syrien: Opposition zerbricht, Alawiten rufen zur Rebellion auf …

    die Erosion (!) verläuft strikt symmetrisch und parallel.

    Die Gesamt-Konstellation ist dynamisch-asymmetrisch; aber die Erosion ist symmetrisch.

    Ist das nicht faszinierend ? Wenn da nicht die Hand des Allmächtigen im Spiel ist, mit unerbittlicher Rache an den Frevlern Seiner Wesenheit, dann weiß ich es aber auch nicht.

    Ein zweiter Bürgerkrieg drängt bereits inmitten des ersten hervor, wie:
    kann ein Volk nur dermaßen von Unheil und Unglück geschlagen sein ?

    Christenverfolgung – ja natürlich die werden auch verfolgt, aber es tendiert zum Krieg
    von Jedem gegen Jeden; gegen wen wird nicht Krieg geführt, oder geschmiedet ?

  2.   Joerg J.

    Veehrter Herr Gülay

    „Fakt ist, dass die religiöse Siedlerjugend rasant zunimmt.“

    Das ist ein durch die verzerrende Medienberichterstattung, die sich auf die extremistische „Hilltop Youth“ kapriziert, entstandener falscher Eindruck….Fakt ist und das sollte man einmal festhalten, dass immer noch weit über 90% aller Israelis außerhalb von Siedlungen leben.

    „Nach Rabin traut sich doch niemand wirklich einen Frieden zu machen. Sonst endet er wie Rabin.“

    Rabin war sicherlich ein großer Politiker, aber Rabin war anders als Herr Lau ausweislich der mir bekannten Dokumenten nie für einen Siedlungsbaustopp, es ist mehr als fraglich, ob sich Rabin, der auch Militär war, sich aus dem Gazastreifen zurückgezogen hätte. Fakt ist alle Nachfolger Rabins sind den Palästinensern weiter entgegen gekommen und alle leben noch.

    @ Herr Lau, jedenfalls ist Obama anscheinend Zionist. Jedenfalls hat in seiner Jerusalemer Rede das zionistische Aufbauwerk gelobt und mit dem Besuch des Grabes von Theodor Herzl ein starkes Zeichen in diese Richtung gesetzt. Viele Staatschefs trauen sich nicht das Grab des Begründers des Zionismus zu besuchen, aus Angst die Palästinenser zu verärgern, und in der Tat diese haben ob Obamas Geste geschäumt vor Wut. Wie man hörte, hätten die Palästinenser gerne gehabt, dass Obama einen Kranz am Grabe Arafats ablegt. Dies wurde im Vorfeld des Besuchs wohl genauso abgelehnt, wie das Ersuchen der Palästinerführung, der US-Präsident möge die Familien von Gefangenen besuchen, die in Israel wegen Verwicklung in Terroranschläge inhaftiert sind. Wenn es sie tatsächlich gab, eine absurde Forderung. Das Gegenteil hat Obama gemacht: Er hat mit Osher Twito einen Jungen eingeladen, der vor einigen Jahren durch eine Hamas-Rakete ein Bein verloren hatte; außerdem einige Opfer palästinensischen Terrors aus der Zeit der „2. Intifada“
    …Ich denke auch Obamas Besuch ist positiv zu werten. Er hat die richtigen Zeichen gesetzt und die richtigen Worte gefunden.

    @Herr Behr: Bauen Sie ruhig weiter auf Sand.

  3.   Joerg J.

    Veehrter Herr Gülay

    „Fakt ist, dass die religiöse Siedlerjugend rasant zunimmt.“

    Das ist ein durch die verzerrende Medienberichterstattung, die sich auf die extremistische „Hilltop Youth“ kapriziert, entstandener falscher Eindruck….Fakt ist und das sollte man einmal festhalten, dass immer noch weit über 90% aller Israelis außerhalb von Siedlungen leben.

    „Nach Rabin traut sich doch niemand wirklich einen Frieden zu machen. Sonst endet er wie Rabin.“

    Rabin war sicherlich ein großer Politiker, aber Rabin war anders als Herr Lau ausweislich der mir bekannten Dokumenten nie für einen Siedlungsbaustopp, es ist mehr als fraglich, ob sich Rabin, der auch Militär war, sich aus dem Gazastreifen zurückgezogen hätte. Fakt ist alle Nachfolger Rabins sind den Palästinensern weiter entgegen gekommen und alle leben noch.

    @ Herr Lau, jedenfalls ist Obama anscheinend Zionist. Jedenfalls hat in seiner Jerusalemer Rede das zionistische Aufbauwerk gelobt und mit dem Besuch des Grabes von Theodor Herzl ein starkes Zeichen in diese Richtung gesetzt. Viele Staatschefs trauen sich nicht das Grab des Begründers des Zionismus zu besuchen, aus Angst die Palästinenser zu verärgern, und in der Tat diese haben ob Obamas Geste geschäumt vor Wut. Wie man hörte, hätten die Palästinenser gerne gehabt, dass Obama einen Kranz am Grabe Arafats ablegt. Dies wurde im Vorfeld des Besuchs wohl genauso abgelehnt, wie das Ersuchen der Palästinerführung, der US-Präsident möge die Familien von Gefangenen besuchen, die in Israel wegen Verwicklung in Terroranschläge inhaftiert sind. Wenn es sie tatsächlich gab, eine absurde Forderung. Das Gegenteil hat Obama gemacht: Er hat mit Osher Twito einen Jungen eingeladen, der vor einigen Jahren durch eine Hamas-Rakete ein Bein verloren hatte; außerdem einige Opfer palästinensischen Terrors aus der Zeit der „2. Intifada“
    …Ich denke auch Obamas Besuch ist positiv zu werten. Er hat die richtigen Zeichen gesetzt und die richtigen Worte gefunden.

    @Herr Behr: Bauen Sie ruhig weiter auf Sand.

  4.   Thomas Holm

    „Ich kann euch nicht davon abhalten, euren Traum von einem demokratischen jüdischen Staat selber zu zerstören, indem ihr … die Palästinenser permanent beherrscht.“

    Die Anreicherung der noblen Träumerei – soweit sie bei Obamas ‚Erziehung durch das Leben‘ angekommen sein mag – durch die Ideologie des Multi-Kulturalismus, ist aber keine jüdische Traditions-Idee. Moderne Juden hatten ihren Anteil an dieser modernen Idee, aber so eigentlich wirklich jüdisch ist sie nicht.

    Multikulturalismus als achtes Noahchidisches Gebot einzuführen wäre jedenfalls bidah*.

    *salafistisch für: unzulässige Neuerung, wo ist der Salafismus, wenn man ihn braucht ?

    „Verbot von Mord
    Verbot von Diebstahl
    Verbot von Götzenanbetung
    Verbot von Unzucht
    Verbot der Brutalität gegen Tiere (keine Nazi-Idee !!)
    Verbot von Gotteslästerung
    Einführung von Gerichten als Ausdruck der Wahrung des Rechtsprinzips“

    http://de.wikipedia.org/wiki/Noachidische_Gebote

    Dass die Israelis der Kaputt-Machung dieser Idee – in ihrer eigenen Mitte – sie also einschließend beim Kaputt-Machen – skeptisch gegenüber stehen und sie sich verbitten, mag in der Tat technisch-objektiv den Tatbestand „ethnischer Unduldsamkeit“ mithin: von „Rassismus“ erfüllen.

    Nur ist die Bedingung einer solch traurigen Stellung der Alternative doch: die manifeste Entschlossenheit der Palästinenser zur Befeindung Israels: soweit es denn eben geht.

    Kein diplomatisches Manöver kann davon ablenken, dass Israel aufhören würde, demokratisch-zivil und menschenrechtlich zu funktionieren, wenn das jüdische Element gen Minderheit gedrückt werden sollte.

    Juden in der Minderheit in einem von ihnen gegründeten Staat – das wäre so, wie ein Raum, in dem Erol Bulut als einziger eine moderne Schusswaffe hat. Den Laden könnte man vergessen für Anstand und Gesittung.

    Daher dann wohl auf einmal so die „Fatah-Bantustans“ in einem Lau’schen Zwischenruf.

    Bantustans können definitionsgemäß nur für ein rassistisch-böses Konzept stehen.

    Ich würde es mal versuchen, begrifflich so zu fassen:

    Neben Rassismus ist auch Krieg: irgendwie böse. Schuld ist, wer einfach damit anfängt – sofern er es denn ohne Not unternimmt.

    Die westlichen Kriegserklärungen ergingen an Hitlerdeutschland – und nicht umgekehrt – weil Hilter Krieg ernötigte. Deswegen trifft ihn die Schuld am Krieg.

    Kann es sein, dass es sich mit Rassismus ähnlich verhält, wie mit Krieg ?

    Ein unprovozierter Überfall ist ein Verbrechen (Angriffskrieg).

    Rassismus – aus Neid – ist ein Verbrechen, mit dem sich so mancher die Schulbänke zu verkürzen gesucht hat.

    Aber die Ziehung einer ethnischen Trennlinie als Antwort auf eine Befeindung, die von der simpelsten Alltagsregung bis zur letzten strategischen Hirnwindung verläuft – kann die auch unter das Verdikt eines Kainsmal-gezeichneten Rassismus fallen ?

    Begrifflich stehen wir vor dem Abgrund.

    Israel ist entschlossen, der Kultur des „Den Anderen“ – Tottretens (vom Raketenregen, über die Amokfahrt mit dem geklauten Bagger bis zum ermordeten Säugling) zu widerstehen.

    Jedes genozidal noch so laut heraus geschriene Tottreten wird sozialwissenschaftlich zerlegt in allerlei bedauernswerte Ereignisse und Konstellationen, denen gegenüber die Mehrheitsgesellschaft sich gefälligst am Riemen zu reißen hat.

    (Zumal grundsätzlich sie: die schlechte Laune der Gewalttäter zu verantworten hat.)

    Entscheidend ist: Nur sie ist zu Faschismus und Genozid fähig.

    (Erst) wenn sie weg ist – dann ist die Gefahr gebannt und alles kann gut werden.

    Das Volk weiß das und wenn es das sagt: dann wird gelöscht in den Kommentar-Foren der Freien Presse.

    Weil das Volk sich sozialwissenschaftlich nicht einwandfrei korrekt ausdrücken kann.

    Von Kirchweyhe bis Jerusalem ein und das selbe Problem: Das Volk soll gefälligst aufhören, die Befeindung seiner freiheitlichen, solidarischen und auf Gleichheit basierenden Kultur auf eine so böse-intolerante und fremdenfeindlich-faschistische Art misszuverstehen.

    Ist es nicht so; kann man das nicht, muss man das nicht alles so entschwurbeln ?

    Alle Themen dieses thematisch genau treffend angelegten blogs ?

  5.   Thomas Holm

    Vielleicht bin ich zu misstrauisch, aber es wäre schade, wenn das weg wäre, wenn die das bei ZON weghauen würden, passt auch hier her, denn es ist ein großes Schmieren-Spiel, was das zusammen geschwurbelt wird- und was gerade kollabiert:

    10. Der Irak spielt „Pakistan“ für den Iran, so wie Pakistan die USA
    in Sachen Osama, Jihadismus und Taliban genarrt hat.

    ‚Da Mullah Omar auf einer Honda entkommen sei, solle Bush doch mal bei den Japanern nachfragen, wo er abgeblieben ist‘ – so wurde G.W.Bush seinerzeit beschieden.

    hxxp://www.curledup.com/linefire.htm

    „Undankbarkeit hoch drei ist das.“

    Das ist DAS Survival-Konzept für ansonsten gescheiterte Staaten:

    Mit einer „spoiler role in politics“ (11.800 Treffer bei google) kann man sich durchschlagen, recht lang – aber nicht ewig.

    „Nach all (den) … Milliarden Dollar, bleibt einem da schon die Spucke weg.“

    Die muss man erst einmal erlangen. Aber irgendwann ist dann Feierabend.

    Der Westen hat sich ökonomisch ausplündern und moralisch malträtieren lassen:

    damit ein paar Machthaber bei den Muslimen die Vorbereitung zu ihrem Binnen-showdown unter einer Pulverdampf-Wolke aus „Widerstand gegen Okkupation“ verdecken konnten. Derweil sie Teile ihrer Jugend in noblen Terror schickten, deckten sie sich mit modernem Kriegsgerät ein und ließen sie sich ihre Milizen zu Ministerien modeln – und schoben Folter und Mord, den sie dabei schon mal untereinander verübten, den hin- und weg-schauenden US-Beratern in die Schuhe, denen es irgendwann einmal egal war, woher die Tipps zur Verhinderung von Anschlägen auf ihre Leute kamen.

    Sie sahen: Nation-building“.

    Jetzt geht der Westen

    „Huge drop in workers at Vatican City-sized US embassy in Baghdad“

    hxxp://www.presstv.ir/usdetail/294640.html

    und es geht: gegeneinander, offen ungebremst.

    http://www.zeit.de/politik/ausland/2013-03/usa-irak-iran-syrien?commentstart=9#cid-2689975

  6.   A.Bundy

    Nichts ist erfrischender, als das Geflenne eines pathologischen Judenhassers.
    In dem Sinne, rotz dich ruhig weiter aus, Bulut. LOL

  7.   Thomas Holm

    @ EB

    Typischer Tot-Treter-Sermon. Interessant ist allein das Herumreiten auf Netanjahus Bekundungen. Deren mangelnde Entlarvung als Trick vermisst man allerdings befremdet .

    Deswegen etwas Nachhilfe für die Hintergründe von wirklich berufener Seite:

    Ohne wiederbelebte Militärkoopertion mit Israel fliegt in der Türkei keine Drohne und kein AWACS:

    „Boeing was unable to deliver the aircraft without Jerusalem’s consent, because a key component, the early warning systems, is designed in Israel. This consent has been withheld in the face of Turkey’s urgent need and the US aviation firm’s impatience to consummate the deal.“

    Der Rüstungsindustrielle Komplex der USA sollte von dem lästigen Israelischen Liefervorbehalt befreit werden. Israel denkt sich wohl: Die Kurden werden schon wissen, was sie da tun: und spielt mit. Die AWASC braucht die Türkei, um – mit Israelischer Hilfe – vor Iranischne Angriffen gewarnt zu sein …

    „Without the AWACs, the advanced FBX-radar system the US has stationed at the Turkish Kurecik air base is only partly operational. The Kurecik battery is linked to its equivalent at a US base in the Israeli Negev, a fact which Ankara chooses to conceal.“

    … welche man sich ja einhandeln könnte, wenn man auf Teherans Machtachse herum hämmert.

    Ferner ist Israel zum Transitland für die Reste der Türkischen Exportwirtschaft geworden:

    „more and more export traffic from Turkey is making its way through Haifa port and thence by rail across Israel to Jordan“

    was auch eine „Normalisierung“ mit Israel nahelegt – im Sinne der Auflösungswertes von Erdogans Lebensversicherung zumindest. Weiter gilt es zwischen Ankara und Tel Aviv allerlei Geheimes zu bestellen wegen:

    „Turkey, Israel and Jordan are all in the same boat as targets for the approaching large-scale use of Syria’s chemical and biological weapons.“

    Noch mehr erschreckende Details zum überraschenden Zionistischen Moralgebrauch hier:

    hxxp://debka.com/article/22849/Turkey-badly-needed-to-end-row-with-Israel-Netanyahu%E2%80%99s-apology-gave-Obama-a-diplomatic-breakthrough

    Die von Erdogan Kurdisch versöhnte Türkei bekommt jetzt von der PKK (bzw. von Öcalan) die Rechnung präsentiert:

    hxxp://www.deutsch-tuerkische-nachrichten.de/2013/03/471861/die-neue-tuerkei-oecalan-beruft-sich-auf-nationalpakt-von-1920/

    Alle Kurdischen Gebiete unter den Schutz eines Einheitsstaates, dessen Staatsvolk dann aber nicht mehr „Die Türken“ sind. Also Krieg, oder Bürgerkrieg – und nichts Modernes fliegt ohne Zionisten.

    Ein Saladin-Reich also, statt Osmanen-Land, oder Sulten Recep-Kalifat.

    Mal sehen, wen es am schnellsten erwischt: Öcalan, Erdogan, oder: Musharraf.

    Die ach so unschuldigen Friedensaktivisten können hier noch einmal bestaunt werden;
    wer möchte ihnen nicht beim Aussteigen aus dem Bus gerne begegnen ?

    „Hilfe für Gaza“ – Der Flotillen Chor präsentiert: Wir verarschen die Welt

  8.   Thomas Holm

    Russen melden, dass Kabuler Reuters-Korrespondent vom Tor Baschars twittere:

    „Il corrispondente dell’agenzia Reuters a Kabul ha comunicato nel suo Twitter che il Presidente della Siria Bashar al-Assad è morto.“

    http://italian.ruvr.ru/2013_03_25/108894030/

    Wohl ein Not-Gerücht der Opposition, deren Mit-Gründer gerade ein Bein weggesprengt bekommen hat.

    Armenier: „Assad shot by Iranian bodyguard?“ hxxp://www.panorama.am/en/politics/2013/03/25/asad/

    hxxp://english.alarabiya.net/en/2013/03/25/Rebel-FSA-chief-injured-in-bomb-blast-spokesperson-.html

    Für Plattdeutsch-Freunde:

    „Relatief veel Belgische Jongeren naar Syrië“

    hxxp://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws/buitenland/Syrie/130325_Syrie_strijders

    Geht gut ab.

  9.   Serious Black

    @ TH

    Interessant ist vor allem, daß Erdogan, tatsächlich weniger bekommen hat, als er ursprünglich forderte:

    During the talks, Erdogan made three demands:

    –Israel must apologize completely.

    –Such an apology implies a legal responsibility to pay reparations.

    –Erdogan insisted that Israel drop the embargo against the Gaza Strip.

    Israel rejected these demands and instead offered:

    –To say it regretted the clash and the loss of life. This is like saying: If I offended anyone I’m sorry.

    –It offered to pay voluntarily, as a humanitarian gesture not as part of a guilty plea, the families of those killed.

    –Israel rejected any change on its policy toward the Gaza Strip.

    Erdogan angrily rejected Israel’s offer.

    Now, a compromise has been reached, apparently with some help from President Barack Obama. The agreement, which includes restoring normal bilateral relations, has been portrayed as some sort of Israeli surrender.

    That is simply not true. The agreement is much closer to Israel’s position. There is no change on Israel’s strategic policy toward the Gaza Strip at all. While the word “apology” appears in Netanyahu’s statement, it is notably directed at the Turkish people, not the government and is of the sorry-if-your feelings-were-hurt variety.

    Moreover, Israel denied that it killed the Turkish citizens intentionally, a situation quite different from what Erdogan wanted, and offered to pay only humanitarian assistance to families.

    http://pjmedia.com/barryrubin/2013/03/23/did-israel-apologize-to-turkey-well-no-not-exactly/

 

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