High Heels in Teheran

Aus unserer losen Reihe „islamische Kleidung“ – oder: „Eure Probleme möchten wir haben“:

Während Kopftücher und Burkinis sich in Europa ausbreiten, versucht die Teheranerin, trotz dem Moralterror des Regimes flott auszusehen.

Boots mit Absätzen  sind im Winter beliebt, die Hosenbeine werden gerne hineingesteckt, ganz wie auch auf hiesigen Straßen.

stiefel.jpg
Verrbotten!

Der Teheraner Polizeichef  will nun dagegen vorgehen, weil diese Mode „unislamisch“ sei. Auch Hüte, die an Stelle von Hidschabs getragen werden, sollen künftig verfolgt werden, ebenso kurze Wintermäntel.
AFP berichtet:

„The police last week launched what was termed a „winter“ crackdown on unIslamic dressing, to follow an unusually vigorous summer drive against women whose clothing was deemed overly flimsy.

Tehran police chief Ahmad Reza Radan said women who wear high boots with their trousers tucked-in would be targeted by the moral police, as well as those who sport hats instead of headscarves and short tight winter coats.

Radan had described such fashions as an example of „Tabarroj“, an Islamic term which means revealing one’s beauty and bodily contours to unrelated men.“

Einige Abgeordnete, heißt es, protestieren gegen die Strafverfolgung.

 

Coole Kopftücher

Der Burkini war nur der Anfang: Die Halal-Pop-Designer-Welle geht weiter, wie die Ausgabe des Magazins MSLM für die modebewußte Muslima zeigt:

cover.jpg

Hier ein paar Auszüge aus dem Modeshooting für die erste Ausgabe:
preview-shoots.jpg

Und dies ist das neue Sport-Hidschab-Modell des kanadischen Herstellers „Queendom“, besonders für den Sport geeignet wegen der Mischung aus Baumwolle und Polyester und der eingebauten Ponytail-Tasche:
sell4.JPG