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Was soll ich lesen? Anton und das unheimliche Haus

 

Fast alle Eltern können schrecklich sein. Aber Antons Eltern sind ganz-und-gar-immer-und-absolut schrecklich. Niemals kocht Antons Mutter ihm und seiner Schwester Bella etwas Leckeres zu essen: Es gibt grundsätzlich nur Tiefkühlpizza. Nie liest Antons Vater den Kindern etwas vor: Dafür müssen sie sich immer die gemeine und dumme Fernsehshow ansehen, die er produziert. Anton und Bella dürfen kein Tier haben. Sie dürfen keinen Spaß haben. Sie bekommen zu Hause nie ein freundliches Wort zu hören.

Anton und das unheimliche Haus
© Terzio

Kein Wunder, dass Anton bei diesem traurigen Leben ein bisschen wunderlich wird: Er zählt jeden Tag die Gehwegplatten auf seinem Schulweg. Er fühlt, dass er nicht auf die Spalten zwischen den Platten treten darf, weil es sonst ein Unglück gibt. Und immer hat er entsetzliche Angst vor dem unheimlichen Haus!

Als das alles gar nicht mehr auszuhalten ist, zieht überraschend ein geheimnisvoller Fremder in die leer stehende Erdgeschosswohnung: Herr L. Uzifer. Nach einem Besuch bei diesem neuen Nachbarn verschwinden Antons böse Eltern vom Erdboden. Hat der Teufel sie geholt? Alles dafür getan haben sie jedenfalls.

Franziska Groszer: Anton und das unheimliche Haus. edition quinto/Terzio 2008, 108 Seiten, 10,90 Euro

 

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