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Nennt mich nicht Ismael!

 
Was soll ich hören
© Hörcompany 2008

Ein Name kann ein Fluch sein – jedenfalls wenn man mit brutalen Witzbolden in eine Klasse geht, die nichts im Kopf haben und nur darauf aus sind, andere zu quälen. Ismael hasst seinen Namen.
Seine Eltern haben ihn nach der Erzählerfigur in Herman Melvilles berühmtem Roman Moby Dick benannt, und seine unglaublich witzigen Mitschüler machen aus Ismael »Pisswal« und ähnliche Abwandlungen. (In Moby Dick geht es um Kapitän Ahabs Jagd auf einen weißen Wal, darum.) Ismael lebt ein ziemlich unglückliches Leben – bis James Scobie neu in seine Klasse kommt. Der sieht aus, als würde er in jeder Schule der Welt gehänselt und unterdrückt – aber tatsächlich ist er ein Superheld. Er hat vor nichts Angst. Er ist frech. Er ist witzig und ein begnadeter Redner. Ismaels Quälgeister wissen nicht, wo ihnen der Kopf steht, wenn James ihnen seine spitzen Bemerkungen um die Ohren haut. Jens Wawrczeck, bekannt als Sprecher aus den Drei Fragezeichen-Hörspielen, liest den Roman einfühlsam, fies und komisch. Hinterher möchte jeder Ismael heißen!

Michael Gerard Bauer: Nennt mich nicht Ismael! 4 CDs, Hörcompany 2008 19,90 Euro

 

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