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Aha der Woche: Türkisches Kinderfest

 
© Christopher Furlong/ Getty Images

In der Türkei haben die Kinder an diesem Freitag (23. April) keinen Unterricht. Stattdessen kann es passieren, dass sie im Sessel des Schuldirektors Platz nehmen, für einen Tag die Arbeit eines Abgeordneten oder des Bürgermeisters verrichten. Denn jedes Jahr wird am 23. April das türkische Kinderfest gefeiert, Çocuk Bayramı (gesprochen Tschodschuk Bajrami) heißt es. Für einen Tag übernehmen die Kinder symbolisch die Macht, und überall im Land gibt es Feiern. Was toll klingt, hat aber einen kleinen Haken: Denn auf den vielen Festen tanzen und singen nicht die Erwachsenen für die Kinder – das müssen sie schon selbst machen, während es sich die Erwachsenen, wie immer, auf ihren Stühlen gemütlich machen und zusehen. Das Kinderfest gibt es seit 90 Jahren. Ausgedacht hat es sich Mustafa Kemal Atatürk. Er war der Gründer der türkischen Republik und ihr erster Präsident. Am 23. April 1920 eröffnete Atatürk das erste türkische Parlament – und widmete den Tag den Kindern, weil sie die Zukunft des Landes seien. Auch in einigen deutschen Städten wird übrigens Çocuk Bayramı gefeiert. Schulfrei ist an diesem Tag für Euch aber leider nicht.

 

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