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Seiltanz für alle

 
© Justin Bailie/ Getty Images

Trendsportarten gibt es viel. Einige sind nur für den Moment lustig, andere brauchen unglaublich viel Zubehör, wieder andere funktionieren nur bei optimalen Witterungsbedingungen wirklich gut.
Schnell einzusetzen und eine echte Herausforderung an Eure Konzentrations- und Koordinationsfähigkeiten sind Slacklines. Eine Slackline (vom englischen Wort to slack= schlapp) ist ein Gurtband, das zwischen zwei Bäumen über einem nicht zu harten Untergrund gespannt wird. Natürlich nicht zu hoch, damit das Herunterpurzeln nicht allzu schmerzhaft ist. Dann geht es los: Versucht auf der schmalen Leine, die unter Eurem Gewicht ein wenig nachgibt (also „schlapp macht“), die Balance zu halten und vorsichtig darüber zu schreiten. Ihr solltet darauf achten, die Leine nicht höher als kniehoch zu spannen und vor dem Start nachsehen, ob auf dem Boden auch keine Glasscherben oder Steine liegen, die beim Fallen wehtun können.
Am Anfang wird Euer Fuß auf der Leine noch mächtig wackeln, doch nach ein paar Versuchen werden die ersten Schritte gelingen. Dabei nicht auf die Leine schauen, sondern immer einen Punkt voraus fixieren, dann geht es leichter.
Einsetzbar ist so eine Leine so ziemlich überall: Im Garten, im Park oder auch am Strand. Ihr müsst nur zwei geeignete, stabile Befestigungspunkte finden. Wenn ihr die Leine um einen Baum befestigt, solltet ihr die Rinde mit einem Stück alten Teppich vor Scheuerstellen schützen.
Für Kinder wird eine Länge von 15 Meter empfohlen, eine Breite von fünf Zentimetern des Gurtbandes erleichtert die ersten wackeligen Gehversuche. Dazu braucht Ihr Ratschen zum Straffen der Leine, eine Baumschlinge zum Befestigen und je einen Schäkel zur Sicherung. Von verschiedenen Herstellern gibt es fertige Sets (ab 40 Euro) bei denen Ihr Euch sicher sein könnt, das die Leine auch die nötige Bruchlast hat. Ihr könnt Euch aber auch bei Kletterausrüstern und im Baumarkt Euer Zubehör selbst zusammen stellen.

© Slackstar

Entstanden ist „Slacken“ Anfang der achtziger Jahre als Freizeitbeschäftigung der Kletterer in den USA, die bei Regentagen auf den Gurtbändern ihr Balancegefühl trainierten. Mit einer Zirkusprinzessin, die auf einem Drahtseil Kunststücke aufführt, wollen diese Balancekünstler nicht verglichen werden. Obwohl schon sehr viel Mut und Können dazu gehört, als sehr geübter „Slacker“ auf einer Leine und mit der nötigen Sicherung durch einen Klettergurt über eine Schlucht zu balancieren.

 

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