
Ostern ist ein Kinderfest. Eier und kleine Nester, von eifrigen Helfern des Osterhasen versteckt, werden draußen oder in der Wohnung gesucht. In manchen Familien gibt es Ostern sogar kleine Geschenke, viele Eltern bekommen Basteleien aus Schule und Kindergarten.
Warum gerade ein Hase die bunten Eier bringt, ist nicht genau geklärt. Seit über 400 Jahren ist das Säugetier, das als eines der ersten wild lebenden Tiere im Frühling den ersten Nachwuchs bekommt, als Eierbringer bekannt. Außerdem mussten die bäuerlichen Arbeiter früher ihrem Herrn, der ihnen das Land verpachtete, die fällige Pacht zu Ostern mit Eiern und Hasen bezahlen.
Den fröhlichen Tag mit bunten Eiern und extra viel Schokolade verdanken wir dem christlichen Glauben: An diesem Tag ist Jesus, der Karfreitag gekreuzigt wurde, auferstanden. Heißt: Seine Grabstätte war leer.
Gefeiert wird dieses Wunder der Auferstehung jedes Jahr an dem Sonntag nach dem ersten Frühlingsmond. Deshalb wechselt das Datum jedes Jahr. Seinen Namen verdankt das Osterfest, das eigentlich „Auferstehungsfest“ heißen müsste, vermutlich einer ganz anderen Göttin. Die Germanen, die vom Christentum nichts wussten, veehrten Ostera als Frühlingsgöttin.