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Aalglattes iPhone

 

Neue Technik schafft neue Herausforderungen. Das erlebt beispielsweise gerade die Telekom.

Denn zwar gibt es das neue iPhone4 bei ihr schon zu kaufen, doch wird es nicht wie sonst üblich in den Läden ausgestellt, damit es jeder anfassen und ausprobieren kann. Will man das Gerät sehen, muss man danach fragen, woraufhin ein Mitarbeiter es aus einer verschlossenen Schublade holt und die Nutzung argwöhnisch beäugt. Ein wenig wie bei der Erstpräsentation durch Apple, bei der neben jedem Gerät ein Aufpasser stand.

Der Grund ist banal: Die Rückseite des iPhones besteht wie der Bildschirm nun aus Alkali-Aluminosilikat-Glas, das besonders kratzfest und hart sein soll. Vor allem aber ist es glatt, sodass kein Kleber an ihm haftet. Zumindest nicht der der Telekom.

„Wir können es nicht sichern“, lautet die etwas verschämte Auskunft im T-Punkt, fragt man nach dem Grund der in der Schublade versteckten Geräte. Normalerweise werden die ausgestellten Geräte mit einem Kabel und einem Sicherheitsdongel verbunden, der bei Diebstahlsversuchen piept. Doch die Dongel lassen sich schlicht nicht ans iPhone4 kleben.

Man suche derzeit hastig nach einem besseren Kleber, heißt es. Solange bleiben die Geräte in der Schublade und Kunden können nur die alten 3GS befingern. Oder sich einen Flyer anschauen, auf dem lustigerweise steht: „So viel iPhone gab’s noch nie.“ Zu sehen zumindest gab es noch nie so wenig iPhone.


3 Kommentare

  1.   dschungelmann

    die finden doch immer einen grund dieses sch…ss geraet irgendwie ins bild zu ruecken. Aber hochachtung wie sie das immer wieder schaffen in beinahe allen medien. Wenn man mit der linken hand telefoniert versagt der empfang. Mistkiste schenk ich meinem sohn.

  2.   Kai Biermann

    Lieber dschungelmann,

    Ihr Kommentar legt nahe, dass Sie das Gerät gekauft haben. Warum? Und warum wollen sie es nun nicht mehr? Erzählen Sie doch darüber. Ich glaube, das würde anderen mehr Informationen über das iPhone vermitteln, als eine Pauschalkritk an Berichten darüber.

    Beste Grüße
    Kai Biermann

  3.   rakeller

    Lieber Kai Biermann,

    mich nerven diese Art von Apple-Artikel auch.

    Ich schreibe daher auch nicht mehr gerne bei Zeit-Digital, lese aber gerne noch das Kulturkampf-Blog, da hier öfter die Meta-Artikel auftauchen (Gruß an Frau Schulzki-Haddouti), die ich bei ZEIT-Digital oder gar in der Print-Ausgabe so schmerzlich vermissen.

    Das gerade Sie jetzt auch hier damit anfangen, finde ich traurig. Aber vermutlich macht das Schreiben solcher Artikel mehr Spaß als andere Dinge, anders kann ich es mir nicht erklären.

    Pauschalkritk – naja. Irgendwie wurde dieses Thema hier ja leider schon oft genug durchgekaut.

    Es ist der generell unkritische Umgang der Zeit mit Apple Produkten. Klar, dies hier ist ein Spaß-Artikel, schon klar. Aber:

    Ich würde hier gerne mehr technik-soziologische Ansätze. Werbung und Gerätekritik kann man bei den vielen, vielen Techink-Blogs und billigeren Zeitschriften doch schneller und besser finden.

    Und ja: Auch ich habe/hatte Apple und Next-Produkte. Viele haben oder hatten das was als interaction Design, intuitives oder kurz gutes Design bekannt ist. Aber auch Ikea hat ab und an gutes Design.

    Aber ich erkenne auch wenn eine Firma etwas falsches macht, nur um ein Monopol oder einen Profit zu sichern. Dies zu benennen oder zumindest als fragwürdig zu diskutieren, gerade wenn es gesellschaftlich relevant ist, ist eine wichtige Aufgabe der Medien.

    Was ist hier leider oft lese ist hart: Werbung, geschrieben von Leuten, die dem Mythos einer Marke komplett erlegen sind, die aber eigentlich kritisch über Technik und Gesellschaft berichten sollten.

    Auch wenn dies bei der Zeit die meisten dies wohl am liebsten auf einem Mac machen, sollte man mit der Spannung über das zu schreiben was man mag, professioneller umgehen.

    Beste Grüße, sie wissen ja, dass die Tiraden leider mit meist mehr Motivation als das Lob geschrieben werden.

    PS: Bit ich allein mit dem Gefühl, dass die ZEIT und auch ZEIT-ON gerade eine recht konservative Phase durchleben?

 

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