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Opfer oder Täter?

 

Totale Transparenz und ihre Folgen. Julian Assange ist Opfer eines Leakings geworden. Wie das Wired-Blog Threat Level berichtet, wurden Teile der Ermittlungsakten zu den Vergewaltigungsvorwürfen gegen Wikileaks-Gründer Julian Assange anonym im Netz veröffentlicht. Unter anderem enthalten die Unterlagen Zeugenaussagen und Fotos möglicher Beweisstücke. Die Unterlagen waren dem britischen Guardian bereits im Dezember 2010 zugespielt worden. Der Guardian hatte daraufhin zusammenfassend berichtet, allerdings ohne die Unterlagen zu veröffentlichen. Assange äußerte sich bisher nicht zu der Veröffentlichung.


9 Kommentare


  1. Die Veröffentlichung war doch sicher ganz im Sinne von Herrn Assange. Keine Geheimnisse, jeder darf alles über jeden wissen. Ja, ich muss sagen, diese neue Welt, die mir erlaubt zu wissen, dass Herr Assange selten duscht und auch auf dem WC nicht jedesmal spült, die ist irgendwie unnötig. Aber wer ja zu Botschaftsprotokolle sagt, der muss auch Müffel-Assange hinnehmen.

  2.   Leni Lenella

    Genau Hugo. Wenn man schonmal was kritisiert, sollte man sich auch gneau damit befassen. Aber das scheint keiner so richtig zu tun, wenn ich mir hier Kommentare und Artikel über Wikileaks ansehe bzw durchlese.

    Peinlich, zur gleichen Leserschaft zu gehören.

    Wikileaks will einen transparenten Staat.
    Was aber viele Staaten wollen, ist der transparente Mensch (vor 70 Jahren auch „gläsener“ genannt).
    Wieso werden sonst alle möglichen Daten gespeichert? Ich bin ja vllt ein potentieller Terrorist. Also her mit der totalen Überwachung der Bürger und weg mit jeglicher Rechtfertigung für die Überwachung durch den Staat. Die wollen ja nur unser bestes.

    Zu den Akten: Das ist nur ein weiterer Teil einer Schmutzkampagne. Wäre es von jemand anderen gewesen, hätte die Welt laut aufgeschrien, dass sowas nicht ins Internet gehört.

    Noch was: Wäre Wikileaks eine chinesische Organisation, und würden Verbrechen der Chinesen aufdecken, würden wir sie feiern. Da aber nur Verbrechern der USA aufgedeckt werden, sind das ganz böse Menschen.

  3.   chri.s

    und weil es eben nicht so ist MUSS Assagne es gut meinen – ein Schelm, wer böses denkt.

    Das privates Diplomatengewäsch genauso wenig an die Öffentlichkeit gehört, wie wenn zwei „normale“ Mitarbeiter miteinander reden ist dir (@Leni Lenella) noch nicht in den Sinn gekommen?

  4.   Fifty4

    Ein kläglicher Versuch, Assange nun zum Opfer zu machen. Opfer seiner eigenen Arbeit. Fehlt nur noch ein Bild von ihm, wie er weint oder sich die Hand an den Kopf hält.

    Sehr billig, wie hier mit einem Kollegen umgegangen wird. Vergleichbare Leistungen wie die von Assange vermisst man in der Zeit eh.


  5. Es ist doch ein Unterschied ob Daten veröffentlicht werden deren Inhalt Klatsch und Tratsch enthält oder ob brisantes Material veröffentlicht wird das mit dazu beiträgt korrupte und fragwürdige Entscheidungen ans Licht der Öffentlichkeit bringen.
    Assange hat etwas getan was jedem Politiker gut zu Gesicht stehen würde und diese seltsame Anklage gegen ihn ist doch nur ein Schachzug um ihn zum schweigen zu bringen.


  6. […] als Strategie überrascht nicht. Erst letzte Woche hatte das amerikanische Magazin Wired geleakte Verhandlungsdokumente des Assangeverfahrens veröffentlicht. Unter anderem die Abbildung eine zentralen Beweisstücks: ein angeblich vorsetzlich beschädigtes […]


  7. […] als Strategie überrascht nicht. Erst letzte Woche hatte das amerikanische Magazin Wired geleakte Verhandlungsdokumente des Assange-Verfahrens veröffentlicht. Unter anderem die Abbildung eine zentralen Beweisstücks: ein angeblich vorsätzlich beschädigtes […]


  8. […] aufbewahrt. Später wurde es dann fotografiert, jetzt ist es ein Beweisstück und zirkuliert durch die Presse. Weltweit. Eine eher seltene Karriere für ein Präservativ. Aber die sexuellen Praktiken eines […]

  9.   Mell

    Not concrete, but the eenvdice is pretty damning if you look at it all together without bias. Who else would order an assassination of a former KGB agent who is speaking out against and about Putin? Also, consider this, many of the former agents that have worked with Putin and talked have mysteriously died. This isnt America vs Russia, its battle of free speech and government lies. You know just as well as I that RT, just like American broadcasters, is bullshit propaganda.

 

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