‹ Alle Einträge

Rasches Multiplizieren – Schnellrechnen-Schnellkurs (Teil 4)

 

Wenn wie jetzt wieder Millionen von Menschen vom Fußballfieber befallen sind, hat vermeintlich Abseitiges nur geringe Chancen aufzufallen. Umso glücklicher schätze ich mich, Ihre Aufmerksamkeit zu haben. Ohne längere Vorrede stelle ich Ihnen ein ungemein schönes, cooles und spektakulär ungewöhnliches Verfahren für schnelles Multiplizieren zweistelliger Zahlen vor. Es ist eine visuelle Methode und damit ein absolutes Must-See!

Die alten Chinesen haben sie erfunden, so wie sie auch schon das Papier, den Buchdruck und den Kompass lange vor den Europäern kannten.

Beginnen wir mit 21 x 32.

Die Zehner- und Einerstellen werden in entsprechende Anzahlen von schräg angeordneten Linien übersetzt. Essstäbchen taten es damals auch schon.

Die folgende Abbildung zeigt dies durch Farbcodierung.

 

chinesische-rechnung-72

Abbildung: Vlad Sasu

Dann muss man nur noch die Schnittpunkte der Linien in den farblich markierten Bereichen abzählen. Fertig! Schneller als eine 5-Sekunden-Terrine.

Wie geht man vor, wenn in einem Bereich die Zahl der Schnittpunkte zweistellig ist?

Natürlich durch Zehnerübertrag in der naheliegenden Weise.

Nehmen wir 34 x 53.

Die folgende Abbildung ist ziemlich selbsterklärend.

 

Abbildung: Vlad Sau

Abbildung: Vlad Sasu

Also:  34 x 53 = 1802

Und nun viel Spaß beim Ausprobieren!

Hier einige Vorschläge:

13 x 14 =

53 x 32 =

44 x 26 =

121 Kommentare


  1. hm,

    irgendwie hab ich das so ähnlich im Kopf schon immer gemacht. Ich glaube, das wurde mir auch in der Schule (ohne Essstäbchen) so beigebracht :-)

  2.   rednaxelar

    Wow! Ich verstehe nur Bahnhof…. :)

  3.   Gwerke

    Na gut, das dürfte auch mit beliebig stelligen Zahlen funktionieren. Die „Esstäbchen“ sind entsprechend zu verlängern. Somit ist das Verfahren grafisch aufgepeppt dem klassischen Multiplizieren zweier Zahlen gleichwertig.

    Ein nettes Spielchen also mit Zahlen…

  4.   Vinter

    Der Beitrag taugt nichts


  5. Sorry, aber das ist kein Beweis geschweigedenn eine Rechenerklärung, sondern einfach nur ein Selbstgespräch, bei dem der interessierte Hörer bzw. Leser nur Kauderwelsch versteht.

    Wie bitte komme ich bei der 1. Aufgabe auf die 7, wie auf die 18 bei der 2. Aufgabe.
    Etwas nachdenken und gegenlesen hätte ihnen gutgetan, Herr Hesse !

  6.   hugo

    Solange die einzelnen Ziffern klein sind, ist diese Methode ganz gut. Aber bei der Multiplikation von Zahlen mit großen Ziffern, also z.B. 98 x 87, wird das Zählen der Schnittpunkte schnell sehr mühsam.

  7.   a.

    Bevor ich Linien male, bin ich mit der klassischen schriftlichen Multiplikation aber drei Mal schneller.

  8.   Johannes Pfister

    Genau das Gleiche habe ich vor ein paar Monaten auf Youtube gesehen …
    Aber hey, immerhin erklärts ja jetzt ein Prof.!
    Nein danke, da fand ich das Video besser.


  9. mmh…blitzschnell. Vielleicht wenn die dafür notwändigen Synapsen geknüpft sind und man ordentlich bildlich denken kann. Ich hab’s jetzt wenigstens verstanden, nachdem ich auch etwas am Bahnhof stand. Aber bei der Zehnerübertragung hätte man dem Laien vielleicht noch erklären sollen, dass man hinten, bei der letzten Zahl damit beginnen muss, auch wenn das offensichtlich erscheint. Lehrer wäre für den Autor sicher nicht der richtige Beruf. Trotzdem danke für die interessante Geschichte.

  10.   a.

    @Beit Zamani

    Sie müssen die Farben beachten. 7 = 3 + 4 Knotenpunkte (obere Ecke und untere Ecke zusammen).

 

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren.

Anmelden Registrieren