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Stornogebühren in Restaurants

 

Über Ostern fliege ich für ein paar Tage nach New York, um meinen kulinarischen Horizont zu erweitern.

Ja, als ich 1990 noch in New Orleans gearbeitet habe war es nicht sehr gut um die feine amerikanische Küche bestellt.

Das hat sich in der Zwischenzeit aber geändert. Sogar der franzsösische Michelinführer hat eine spezielle Ausgabe über New York herausgebracht. Es gibt im Jahre 2007 3 Restaurants mit jeweils 3 Sternen und 4 Restaurants mit jeweils 2 Sternen. Auch einige Jeunes Retaurateurs-Kollegen haben mir die Topgastronomie in New York sehr empfohlen.

Nun habe ich einen Tisch im 3 Sternerestaurant Jean Georges reserviert. Um die Reservierung zu bestätigen, haben sie mich nach meiner Kreditkarte gefragt. Sollte ich 48 Stunden vorher den Tisch stornieren fallen keine Kosten an. Danach berechnen sie pro stornierter Person $25.

In anderen Sternelokal ist die Stornogebühr teilweise noch höher.

Die Restaurants begründen diese Maßnahme damit, dass Gäste an einem Abend in mehreren Restaurants reservieren, um sich dann kurzfristig zu entscheiden auf was man da gerade Lust hat.

Am Samstagabend habe ich mit einem Kollegen eines 2 Sternerestaurants telefoniert, und der sagte mir, dass an diesem Abend 2 Tische nicht gekommen sind. Das ist bei einem kleinen Restaurant mit 8 Tischen wirklich sehr schmerzhaft. Den entgangenen Umsatz beziffere ich auf ungefähr 600€.

In unserem Hause fragen wir nach der Telefonnummer und vereinzelnd bestätigen wir den Tisch einen Tag voher nochmals.

Bei den Hotels ist eine Stornierungsrechnung schon lange eingeführt. Wie ist das bei den Restaurants? Sollte es auch hier eine Stornogebühr geben?

 

2 Kommentare

  1.   Clara

    Ach, ich denke wer genug Geld hat, um in Sternerestaurants zu gehen (und womöglich in allen gleichzeitig reserviert), der kann auch Stornogebühren tragen 🙂

  2.   Klaus

    Da wird eine interessante Frage aufgeworfen. Wenn ich ein kleines und dabei teures, sprich: exzellentes Restaurant habe, gibt es Probleme. Sagen wir vier Gäste sind angemeldet, man kann mit € 80,– p.c. rechnen (und da bin ich konservativ) gehen mir also € 320,– flöten. In einem Lokal mit Laufkundschaft und deutlich geringerem Umsatz p.c. macht einem das eher weniger aus. So sind z.B. auch die Bedingungen der Warenhaltung zu betrachten: Im ersten Fall gehe ich von frrisch zubereiteter und hervorragender Ware aus, im zweiten von evtl. Convenience-Food und , wie heisst es so schön, Schnitzel aus Formteilen??11
    Wo aber, liebe Freun/innen, die Grenze ziehen. Herrn Ottenbacher kann ich schon verstehen.

 

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