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Todgeweihte Feldbiene

 

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Jahrtausende lang lebten Biene und Mensch gut zusammen.
Jetzt geht das alles perdu, weil die Firma Bayer in Gestalt von rücksichtslosen Chemikern und Managern im Jahr 600 Millionen Euro Umsatz machen will. Mit ihrem systematischen Insektizid wird das Saatgut von Raps, Sonnenblumen und Mais weltweit gebeizt – bis auf ein paar Länder wie z. B. Frankreich, wo diese Präparate verboten sind. So sterben die Bienenvölker dahin. Das sind keine düsteren Prophezeiungen, sondern Fakten.

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© ddp

Keine Sorge, verteidigt sich die Gift-Firma, wir sind bereits dabei, eine Notlösung zu finden, wenn wir die Honigbiene ausgerottet haben, entwickeln wir chemische Hormone. Solche Hormone gaukeln der Blüte vor, bestäubt worden zu sein. Diese »Jungfernfrüchtigkeit« erzeugt dann Früchte ohne Samen. Bei Melonen ist das schon gelungen, Versuche mit Tomaten, Birnen und Äpfeln laufen.

Wer möchte solche Früchte essen? Wer möchte Parteien wählen, die aus Angst vor der Chemie-Physiker-Lobby in Parlamenten, Gremien und Kommissionen den Untergang unserer Kultur abnicken? Joe Cummings, Genetikprofessor an der Universität Ontario, erklärte sich dieses Versagen der Politik so: »Meine Erfahrung mit Bayer CropScience ist, dass sie aggressiv sind und ihre Kritiker mit allen Mitteln bekämpfen.«

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9 Kommentare

  1.   Klaus

    HILFE, DER HONIG WIRD KNAPP!
    Man darf das schon für realistisch halten. Und was solls? Kunsthonig gibts doch schon, oder?! Die einschlägige Forschung sorgt dafür.
    Das Dumme ist nur, dass man irgendwann auch bei uns Menschen, tja, liebe Leserin, lieber Leser, soweit sein wird, die „Jungfernfrüchtigkeit“ herzustellen. Was das bedeutet, darf sich jeder mal für sich selbst überlegen. Und: Hand aufs Herz – wer vermutet denn nicht, dass in den einschlägigen Labors und Versuchszentren (Biohazard hin oder her) schon ordentlich gemauschelt wird?

    Ich finde, dass eine Beschäftigung mit gutem Essen und der Frage, wie man sich und andere gut ernährt, dieses Thema nicht aus dem Blickfeld lassen darf.

    Es gibt zwei Möglichkeiten:
    Die erste kennen wir alle schon gut. Sie liefert uns das Essen und unsere Ernährung fertig konzeptualisiert und vermarktet in Blisterpackungen, Mikrowellenkost, Portionsschälchen – ja bis hin zu den in drei verschiedenen Sorten Süssstoff UND Zucker eingelegten Gewürzgurken!!

    Oder wir lassen uns angenehm zurückfallen: Ich habe in unmittelbarer Nähe leider nur samstags einen Wochenmarkt, der zu Fuss bequem zu erreichen ist.
    Dort gibts einen Stand mit „Pflücksalat“ (komisch, da sind ganze Blüten drin! – sind da wohl noch Bienen draufgesessen?) – roten Karotten, die geschmacklich himmlisch sind, Patisson, kleinen Kürbissen, die ich wie Zucchini zubereite….

    Die junge Dame, die das alles anbaut und verkauft bezieht das notwendige Saatgut aus Frankreich:
    http://www.fermedesaintemarthe.com/default.asp, bzw. von der deutschen „Dependance“:
    http://www.bio-saatgut.de/

    Das hilft natürlich auch den Bienchen. Denn die Firma Bayer und wie sie alle heissen, sind weit weg.
    Was muss das dann noch für ein Erlebnis sein, in einen solchen Garten ein Bienenhaus oder einen Bienenstock zu stellen!?

  2.   Klaus

    Entschuldigung!
    Die französische Seite ist zu erreichen unter:
    http://www.fermedesaintemarthe.com


  3. […] Ein gutes Zeichen, wenn die Freunde unsere Kroppzeug-Kolumne aus der linken ›jungen Welt‹ bei Zeit online unverändert nachbloggen. […]

  4.   Eveline

    Gibt es in diesem Leben überhaupt noch Fairness, Natürlichkeit & Ehrlichkeit. Habe soeben einen Bericht über „ohne Geschmacksverstärker“ gelesen ( http://www.nikos-weinwelten.de/index.php?id=24&tx_ttnews%5Btt_news%5D=1650&no_cache=1 ) Das macht einem nur noch ANGST !!!!!!

  5.   Thomas Schürmann

    Tja – und was tun? Boykott-Aufrufe sind in Deutschland verboten. Und – kann man überhaupt ohne Bayer-Produkte leben?

    Wo finden sich politische Inititativen? Wo kann man unterschreiben? Wenigstens?

    „Ohne die Bienen sterben die Menschen“

    Tja – in den Köpfen der geldgierigen Manager gibt es auch dagegen eine Lösung! Und die Politik macht mit – sowohl die SPD, als auch die „christliche Union“ und auch von linken und Grünen sind keine beständigen Dauermaßnahmen gegen diesen Irrsinn zu vernehmen!

  6.   Klaus

    Liebe Eveline, schauen Sie mal da:
    https://blog.zeit.de/nachgesalzen/2008/06/21/ubles-glutamat_602

    War hier vor kurzem Thema.

  7.   Klaus

    Lieber Thomas,
    WIR müssen anfangen. Ich habe mir darüber auch lange den Kopf zerbrochen. Selbst wenn ein Diabetiker von seinem Bayer-Insulin zu ElliLilly oder NovoNordisk wechselt, weiss er nicht, was er sich einhandelt. Der Vollständigkeit halber seien hier auch noch sanofiaventis und Berlin-Chemie erwähnt (erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

    Heute ist es relativ einfach geworden, aus Kulturen von Escherichia coli („dem“ Durchfallbakterium schlechthin) synthetische bzw. analoge Pharmaka zu produzieren.
    Bald machen wir daraus auch Lebensmittel. Immerhin gibt es schon Ansätze.

    Dagegen hilft nur konsequent eigenes Handeln und Kommunizieren!

    Das geht damit los, dass Sie sich bei jedem Einkauf überlegen: Nehme ich das jetzt wirklich? Und wenn: Was ist da alles drin? Und: Wer hat es produziert?

    Beim Kochen ist es genau dasselbe….


  8. […] Die Zeit – Nachgesalzen » Todgeweihte Feldbiene Von Majoran am Friday, 15. August 2008, u08 22:14 Abgelegt unter Geplapper Die Zeit – Nachgesalzen » Todgeweihte Feldbiene. […]

 

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