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Wohin mit den Resten?

 

Wieder mal zuviel eingekauft, zuviel gekocht, der Ranzen spannt und der Gulaschtopf ist immer noch halb voll? Der war sowieso bereits zum zweiten mal aufgekocht. Er soll ja dann immer besser werden. Stimmt manchmal, aber nur, wenn der Kühlschranktrödel wirklich gut erhitzt und durch und durch gekocht wurde. Ich kenne Nachbarn, die nach lauwarmem Recycling dubioser Kühlschrankfunde mit Haarausfall in der Klink landeten. Das muss nicht sein.

Alle Gerichte, die bis ins Innerste auf annähernd 100 Grad erhitzt wurden, also Gulasch, Ragouts, Bratenscheiben in Sauce, alle Arten von Suppe, Gemüse, Knödel undsoweiter können, kochend heiß in ein Einweckglas gefüllt, lange aufbewahrt werden. Was man nicht aufgegessen hat kommt also nicht mehr mitsamt dem Topf in den Kühlschrank zur Endlagerung. Eigentlich sollte im Kühlschrank sowieso alles in dicht verschließbaren Gefäßen geparkt werden.

Einweckgläser gibt es in vielen Größen. Viele Gerichte wie z.B. Sauce Bolognese werde erst richtig gut, wenn man größere Mengen kocht. Kein Problem. Für Großfamilien gibt es große Einweckgläser. Für den kleinen Haushalt portionieren wir in saubere Marmeladegläser.

Was man beachten muss ist Folgendes: Die Produkte, die man ins Glas füllt, müssen wirklich durch und durch erhitzt sein, rosa gebratenes Fleisch geht also nicht. Ein Rehragout oder eingemachtes Kalbfleisch, und das praktiziere ich selbst in meiner Profiküche, ist ohne weiteres zwei Monate haltbar. Den erstickten Einweckgeschmack, der von der langen Einkochzeit verursacht würde, den gibt es nicht. So ist unser Gulasch beispielsweise hurtig erwärmt, wenn man spät abends noch etwas schnelles anbieten will. Drei Esslöffel Wasser in den Topf und den Inhalt des Einweckglases obendrauf, aufkochen und fertig. Das Gericht kommt auf den Tisch, als sei es im Moment gekocht. So habe ich immer für lange Zechabende, für spät in der Nacht, ein Lammragout als Vademecum der Ausnüchterung im Kühlschrank.

Diese eingeweckten Gerichte sind übrigens keine Konserven, sondern Präserven, also Halbkonserven, sie müssen aber grundsätzlich sehr kühl gelagert werden.

15 Kommentare

  1.   Anonymous

    Kommentar wurde auf Wunsch des Nutzers gelöscht


  2. so geht es auch – http://arthurstochterkocht.blogspot.com/2009/12/reste-reste-reste-wie-das-couscous-bis.html

    ich hatte neulich das reinste Reste-Perpetuum-Mobile in meiner Küche 😉

  3.   Sauzahn

    Ach ja, Weihnachten und der Besuch hatte doch nicht den geplanten Appetit.
    Bei uns gab vier Tage Lachs. Zum Schluss als Frikadelle….

  4.   fritzcarl

    Geht doch aus dem Text hervor. NICHT einwecken, weil Geschmack! Praktiziere ich schon seit zwanzig Jahren, war nei mir eine Zufallsentdeckung.
    @ Brudler und @Badenerin in Berlin:
    Waren Sie schon Ellen in Saarbrücken besuchen?

  5.   Yvonne

    Warum nicht? Ich habe den Blog im Jahre 2006 noch gar nicht gekannt.

  6.   Grummel

    @ Yvonne Sie könnten ja mal selbst blättern, statt die Restverwertung zu genießen 😉

  7.   Stefan

    @Yvonne – 3 Zeilen neuer Inhalt und ein Link zum Alten — auch Selbstplagiat ist Plagiat.

  8.   Bruddler

    Lieber fritzcarl,

    Nein, wir waren noch nicht bei Ellen in Saarbrücken. Ich werde wohl mal alleine fahren müssen, nachdem die Badnerin in B. mehrfach nicht auf meine Anfragen reagierte.

  9.   richard

    is ja gut. schäl kartoffeln – das macht gelassen.

 

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