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„Stampede“ an der Jogscht

 
Brückenschild in Buchenbach
Brückenschild in Buchenbach

Die kleine Limpurger Ochsenherde grast ruhig am Hang neben der Jagstmühle in Heimhausen bei Mulfingen. Mit dabei: Elli, das 10 Monate alte Rind – erst seit kurzem in der Herde, aber schon gut integriert.

Elli ist das Paten–Rind von Georg Barta und Markus Reinauer (geschäftsführender Küchenchef der Jagstmühle) – es soll später mal auf den Weiden im Jagsttal selbst Kälber aufziehen. Die kleine Limpurgerin war einfach zu schade zum Schlachten…

Die Gruppe zeigt ob der Lockrufe Georg und Markus die Schulter und widmet sich der Weide. Na gut – dann setzen wir uns wieder in den Biergarten und genießen ein kühles Bier.

„Ah, da kommt die Elli“ meint einer aus der Runde, als es plötzlich unruhig wurde und die Tiere muhten. Eine ganze Limpurger Mutterkuhherde war aufgetaucht – Kühe, kleine Kälber und sogar ein schöner Bulle. Sie hatten entdeckt, dass das Weidetor nicht richtig verriegelt war und besuchten ihre Freunde, Stallgenossen – die Ochsenherde auf der nahegelegenen Weide. Nun war aber Leben am Platze.

Gemach, keine Panik, Ruhe bewahren. Einige Gäste zogen es vor, die Tiere aus sicherer Entfernung zu beobachten. Andere näherten sich langsam der Herde, beruhigten die Tiere.

Dieter Kraft, der für die Zucht und den Erhalt der gefährdeten Rinderrasse Limpurger Rind als Tierzüchter verantwortlich ist, saß mit am Tisch. Er kennt die Herde und weiß wohl mit den Tieren umzugehen. Mitte Mai besuchte er die Herde ausgiebig, auch um einige Bilder auf der Weide zu bekommen. Durch besonnenes Verhalten, fern jeder Hektik, und über die kräftige tiefe Stimme gewinnt er die Aufmerksamkeit der Tiere.

So langsam setzte sich die ausgebüxte Herde in Bewegung über den Parkplatz zu ihrer 300 Meter entfernten Weide. Am Wegesrande waren einige Strohballen abgelegt. Mit sichtlicher Freude und kraftvollem Temperament begannen die Kühe und der Bulle, die Strohballen zu zerteilen, schleuderten sie mit ihren Hörnern hoch und die Kälber sprangen drum herum, Lebensfreude pur.

Nach dem kurzen Zwischenstopp brachte Herr Kraft die Herde ruhig, aber bestimmt zu ihrer Weide zurück – sie ließen sich problemlos geleiten.

Als letztes ging der Bulle zurück in die Weide – er sichert und schützt seine Herde.

Limburger Rind ist Archepassagier von Slowfood. Durch bewussten Genuss tragen wir zum Erhalt bei.

 

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