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Häckerhäusle reloaded

 

Kleinteilig reihen sich an der südlichen Seite des Taubertals die Weingärten aneinander. Obwohl während der Flurneuordnung vor 35 Jahren mancher Steinriegel versetzt und etliche Parzellen mit anderen zusammengelegt wurden, bieten die steilen Hänge nur begrenzt Platz zum Weinbau. Die meisten Flächen sind in Familienbesitz und seit jeher haben die oft im Nebenerwerb tätigen Weinbauern an ihrer Anlage ein kleines eingeschossiges Häuschen. Weinbauern nennt man auch Häcker, daher haben die Häcker- (oder auch Hecken-) wirtschaften ihren Namen. Das kleine Gebäude diente früher der Aufbewahrung der Werkzeuge und Gerätschaften, natürlich stehen überall auch ein Tisch und Bänke darin um zu vespern und um sich von der harten Arbeit zu erholen. Weil dort oben so eine inspirierende Athmosphäre herrscht und nicht wenige gute Ideen dort entstanden sind, haben wir das Häckerhäusle zur Ausheck-Hütte umgetauft.
Ausheckhütte Front (1 von 1)
Vor dem Häuschen befindet sich eine Terrasse, die gleich noch einen wunderbaren Ausblick bietet. Es ist ein wirklich magischer Platz und es ist ein großartiges Gefühl, von dort oben seinen eigenen Weinberg zu betrachten. Gleichwohl wir drei richtig stolz auf unser Weinbau-Projekt sind und schon viele unserer Gäste dort hingeführt haben, werden die Rebanlagen heutzutage zumindest halbmechanisch bearbeitet und Werkzeug und Maschinen dazu aus dem Tal mitgebracht. Somit hat das Häckerhäusle seine eigentliche Funktion verloren. Es eignet sich zwar für vier bis sechs Personen um zu feiern, doch für eine regelmäßige Nutzung ist es zu klein, denn wir benötigen Platz für mindestens 15 Personen und die Terrasse bietet keinen Schutz vor Regen.
Ausheckhütte Bella Vista
Ausheckhütte von der Straße her (1 von 1)
Um den Anforderungen gerecht zu werden suchen wir nun eine neue bauliche Lösung. Angeregt zu aufregenden Bauten hat uns der Bildband Rock the Shack! und der ArchBlog, in dem auch immer wieder spektakuläre Bauten der plataforma arquitectura zu sehen sind. Wir sind also inspiriert und wollen sehen, welcher Plan es verspricht, dieses spannende Thema neu zu interpretieren.
Dazu wird eine Gruppe von 17 Architektur-Studenten Anfang Mai für drei Tage zu einem Workshop nach Rothenburg kommen und danach unter Leitung von Prof. Henner Herrmanns Entwürfe anfertigen. Die Tauberhasen haben für die besten Vorschläge ein Preisgeld ausgelobt und sind schon jetzt auf die Ergebnisse gespannt!
Regenbogen gegenüber der Ausheckhütte (1 von 1)

10 Kommentare


  1. Da bin ich doch mal gespannt was dabei rauskommt.
    Ich vermute, das wird kniffelig, denn oft genug sind derartige Weinberg-Bebauungen ja heftig reglementiert, eine tatsächliche Vergrößerung dürfte also ausscheiden.

  2.   Klaus

    Nette Idee. Auch die wird aber vermutlich leider an unserer Ökodiktatur scheitern.


  3. Könnte bitte mal jemand den irreführenden Teaser-Text auf der „Essen und Trinken“-Aufmacherseite ändern. Da steht immer noch: „Drei Meisterköche verraten ihre Tipps und Tricks“ …


  4. Ja wie? Ist das Fachwerk nur fake? Der Professor spricht von Holzhütte.


  5. Geschätzte Kommentatoren,

    erstmal möchte ich ganz grundsätzlich meine Freude darüber teilen, dass überhaupt jemand liest was ich schreibe und sich dann auch noch damit beschäftigt. Ganz im Ernst: Vielen Dank dafür.
    Mein Köcheleben entspricht vielleicht nicht ganz dem Klischee, das sich mancher hier wünscht. Ich fahre nicht jeden Morgen mit dem Leiterwagen auf den Bauernmarkt und lasse mich dabei von siebenerlei Karottensorten zu neuen Rezepten inspirieren, die ich dann zum gefälligen Nachkochen hier poste.
    In meinem Alltag gibt es Phasen wie in den ersten drei Monaten diesen Jahres:
    4 Gästebäder renovieren, das ehemalige Schwimmbad zur Lagerhalle umbauen, einen Prozess vor dem Arbeitsgericht führen, eine 6monatige Roadshow quer durch Europa planen und durchführen.
    Weiter geht´s gerade mit ein paar Tagen Urlaub damit mich meine Kinder noch erkennen und einer anschließenden Betriebsprüfung durch das Finanzamt.
    Bestimmt hab ich jetzt einiges ausgelassen oder verdrängt. Ich erwarte noch nicht einmal Nachsicht oder Verständnis, denn ich habe meinen Beruf ebenso frei gewählt wie ich es bin, der bestimmt wie ich ihn ausführe.
    Aber helfen Sie mir doch bitte dabei, welchen der o.g. Programmpunkte, mit denen ich von früh bis spät die Birne voll habe, ich Ihnen hier mitsamt Bildern näher ausführen soll.
    Möchten Sie Aufnahmen und Beschreibung von einer Bäder-Baustelle oder von einem Lager-Umbau? Oder lieber die schnell draufgehaltene Kamera ob einer spontanen kulinarischen Eingebung verwendet sehen? Also ich meine ein Foto, dessen dilettantische Ausführung von einem erfahrenen Fotografen umgehend erkannt und entsprechend kommentiert wird?
    Natürlich kein lebendes Tier, das ruft die hartgesottenen MMA-Vegetarier auf den Plan (MMA= Mixed Martial Arts).
    Oder doch die Road Show (natürlich ohne Bilder, auf denen der Schriftzug oder gar das Logo des Auftraggebers zu erkennen wäre).
    Ach ja, ist klar: lieber dann doch ein paar unverfängliche Rezepte, denn es geht ja darum, dass Meisterköche ihre Tips und Tricks verraten. Alles andere ist irreführend(s.o.).
    Nochmal: ich schreibe wirklich gerne hier, will mir dabei immer Mühe geben. Und freue mich auch wirklich über Kommentare. Aber glauben Sie mir: Manchmal bin ich froh um meinen breiten Buckel und das dicke Fell darüber. Das hat nicht jeder.


  6. So ein vielbeschäftigter Mensch – und wer kocht?

    Und jawohl: Der Teaser-Text IST irreführend, denn weder zwei Werbetexte für eine eigene Versnataltung noch ein Beitrag, wie eine obsolet gewordene bessere Gartenhütte zu einem weiteren Profitcenterle ausgebaut werden könnte, haben etwas mit „Tipps und Tricks“ von Meisterköchen zu tun, halten zu Gnaden.

    Da anzunehmen ist, daß Sie diesen Blog nicht auf Anordnung eines Gerichts, sondern ganz und gar freiwillig mitbetreiben, setzen Sie sich auch freiwillig der Gefahr aus, daß Ihre Beiträge kritisch gelesen und kommentiert werden.


  7. Und natürlich geht es bei dieser „Conversion“ nicht unter einem Professor. Frei nach Heinrich Heine:

    „Zu fragmentarisch ist Welt und Leben!
    Ich will mich zum deutschen Professor begeben.
    Der weiß das Leben zusammenzusetzen,
    Und er macht ein verständlich System daraus:
    Mit seinen Nachtmützen und Schlafrockfetzen
    Stopft er die Lücken des Weltenbaus.“

  8.   Ulrich Engert

    Liebe Tauberhasen,
    ich hatte die Hütte bisher zweimal gebucht. Einmal am Hochzeitstag zu Zweit und einmal löste ich eine verlorene Wette dort ein, wir waren zu viert.
    Es war immer gigantisch, egal ob es regnete oder ob die Trauben reif im Sonnenuntergang leuchteten.
    Der Charakter dieser magischen Hütte muss bestehen bleiben!
    Bitte!
    Die Ruhe und die Einzigartigkeit dieses Ortes ist viel mehr wert als jegliches „Grand-Cru“ dieser Welt!
    Uli

  9.   xtntkbanllkj

    leshmtqgnwhg

 

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