‹ Alle Einträge

Netzfilm der Woche: „Nullpunkt“

 

Dass nicht nur Schauspieler wie Benedict Cumberbatch oder Willem Dafoe gelegentlich vom Spiel- ins Kurzfilmgenre wechseln, sondern auch deutsche Stars, beweist Nullpunkt von Andreas Schaap. Hier tritt niemand geringeres als Nora Tschirner auf – wenn auch nur in einer Nebenrolle.

Im Mittelpunkt stehen andere. Nämlich die Studenten Lenny (Nic Romm) und Daniel (Max Engelke). Sie haben das ultimative Geheimnis vom glücklichen Leben entdeckt. Und das klingt zunächst ziemlich christlich: Nur wer Opfer erbringt und Schicksalsschläge erduldet, dem widerfährt auch Gutes. Pech nur, dass das vermeintliche Glück immer größere Opfer von den beiden fordert. Aus harmlosen Streichen wird plötzlich ein Spiel um Leben und Tod.

Glücklicherweise nimmt sich Nullpunkt aber nicht allzu ernst. Der Thriller im Kern wird immer wieder durch humorvolle Szenen abgelöst, die in Schnitt und mit rasanter Kameraführung durchaus an britische Crime-Comedy à la Bube, Dame, König, grAs erinnern. Und auch wenn die Ambitionen in einigen Szenen etwas mit den Machern durchgehen, bleibt Nullpunkt für deutsche Verhältnisse ein erfrischend anderer Kurzfilm.

Nullpunkt lief ursprünglich in der Reihe Shocking Shorts. Der deutsche YouTube-Originalkanal Shortcuts zeigt in Kooperation mit Universal Film auch alle anderen Kurzfilme der Reihe.

3 Kommentare

  1.   Agnes Hemmo

    Merkwürdige herzlose Fantasie. Ist das Alles ?

  2.   Sven Ehrecke

    Stimm ich voll zu. Nach 5 Minuten war ich raus.
    Gefühlte 60 Sekunden N. Tschirner in Zeitlupe. Gääähhhnnn

    Rasante Schnitte und ebensolche Kameraführung finde ich bei jeder zweiten Magazinsendung der Privaten. Da findet dann auch keine Handlung statt.
    Der Texter oben muss einen anderen Film gesehen haben.

 

Kommentare sind geschlossen.