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Currywurst mit selbstgemachten Fritten

 

In der REZEPTOR-Version schlägt sie alles: Eine Geschmacks-Atombombe mit viel zu vielen Kalorien und wahrscheinlich ungesund ohne Ende. Und gerade deshalb birgt sie eine unwiderstehliche Mystik in sich?

Pro Herr oder Frau Curie:
1 Bratwurst vom Metzger, ungebrüht, grob
4 mittelgroße Kartoffeln, festkochend
50 ml Sahne
1/2 TL Currypulver
Ketchup
Butter
Öl zum frittieren
Küchenrolle


Mit den Pommes starten: Die Kartoffeln schälen, in Pommesform schneiden und mindestens 30 Minuten in kaltem, am besten Eiswasser parken. Das ist sehr wichtig, weil in dieser Zeit die Stärke am Pommesrand ausgewaschen wird. Gut mit fließendem Wasser abspülen und mit Küchenrollenpapier abtrocknen.

Einen Topf mit eher etwas zuviel Öl auf 140 Grad erhitzen, im ersten Arbeitsschritt werden die Kartoffeln 6-8 Minuten blanchiert, also gegart ohne Farbe anzunehmen. Nur so erreicht man »Innen fluffig, Aussen knusprig.«
Ohne Fritteuse oder Thermometer sind die 140 Grad natürlich schwierig zu beschreiben, erstmal ein Probepommes ins Öl halten, es sollte dann schon blubbern, aber nach den 6-8 Minuten darf auch noch keine Bräunung einsetzen? Am besten mit der ersten Portion Pommes probieren und sich an die Temperatur rantasten. Es dürfen sich aber auch nicht zu viele Pommes im Öl tummeln, jedes einzelne sollte genügen Platz um sich rum haben. Beim Rausnehmen sollte die Farbe so halb dursichtig weiss sein. 15 Minuten ruhen lassen.

Genau richtig um mal die Wurst in Angriff zu nehmen: Die Schlagsahne steifschlagen und das Currypulver unterrühren.
In einer Pfanne einen Esslöffel Butter auf mittlerer Hitze schmelzen und dann langsam und behutsam die Bratwurst braten. Sie sollte Zimmertemperatur haben und ganz Vorsichtige stechen mit einer Gabel noch ein paar Löcher in die Pelle, dann platzt das gute Stück nicht. Immer wieder drehen und wenden, das dauert bestimmt 10-15 Minuten, bis sie komplett durchgegart ist.

Zurück zu den Kartoffeln: Das Öl auf 190 Grad erhitzen, also erstmal den Herd auf volle Pulle. Wenn die frische Portion Pommes reinkommt kühlt sich alles etwas ab, kurz warten und dann vielleicht die Hitze etwas reduzieren. Nach 2-3 Minuten sollte alles lecker goldbraun und knusprig sein. Bei Bräunungsproblemen hilft eine mitfrittierende Knobluachzehe, dann klappts auf jeden Fall.
Mit einem Schaumlöffel die Pommes in eine mit Küchenrolle ausgelegten Schüssel hieven, viel Salz drauf und herumwirbeln. Dann geht das überschüssige Fett in das Papier und das Salz an die Pommes.

Sofort mit der Bratwurst, Currysahne und einem Klacks Ketchup servieren.

Warnhinweis! Das Ding ist geschmacklich und kaloriell so mächtig, daß es einen danach erstmal umhaut und man eine gewisse Zeit keine Lust auf Currywurst mehr haben kann.

6 Kommentare

  1.   wachumhalbdrei

    hier in den kommentaren stand mal ein super-rezept für die curry-ketchup-sauce, mit soja- und/oder worcester-sauce, optional orangensaft usw.
    ich glaube, es war von den rezeptor-blog-betreibern reingestellt.
    kann das evtl. wieder zugänglich gemacht werden?

  2.   reSEPPtor

    Da müssen wir mal etwas nachforschen (lassen), beim Umstellen der Seite sind leider nicht alle Kommentare rübergerutscht.

  3.   wachumhalbdrei

    Hoffentlich werdet ihr fündig.
    Heute ist ja Tanz in den Mai und die Currywurst ist sowas wie die V2 unter den Katerbekäpfungsmitteln.

  4.   reSEPPtor

    ..ich spiele den Ball mal an die Redakteure weiter… ist da was machbar?

  5.   wachumhalbdrei

    Gefunden! Jemand hatte noch meine Email mit dem Rezept in seinem Posteingangsordner.

    1 Flasche Tomatenketchup (einfach)
    2 kleine Zwiebeln
    3 EL Balsamico, dunkel
    2 EL Honig
    2 EL Currypulver
    etwas Chilipulver oder Cayennepfeffer
    1 Spritzer Sojasauce
    Olivenöl
    Tomatenmark
    Wasser

    Die kleingeschnittenen Zwiebeln in Olivenöl glasig dünsten. Etwas Tomatenmark dazu und mit etwas Wasser ablöschen. Ketchup dazugeben. Essig und Honig dazu und bei kleiner Hitze leicht köcheln lassen. Der Essig darf nicht zu schnell verdampfen. Dann die Sojasauce dazu und die anderen Gewürze. Gut umrühren, ggf. noch etwas Wasser dazu. Abschmecken, ob noch etwas Curry oder Chili dazu soll.

    Man kann auch noch mit Sternanis, Worcestersauce und Orangensaft rumexperimentieren, um die Bestandteile einiger anderer Saucenvariationen zu nennen.

  6.   Michael

    @wachumhalbdrei – habe ich gerade ausprobiert, köstlich!!!!

 

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