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Schreibschrift oder Druckschrift?

 

Ob es einen neuen Streit in Hamburg über die Schulpolitik geben wird? Anlass wäre der gerade veröffentlichte Hamburger Bildungsplan für die Grundschule. Er sieht vor, den Schulen freizustellen, ob die Kinder statt Druckschrift und Schreibschrift nur noch eine einzige Schrift lernen – die sogenannte Grundschrift. Sie basiert auf der Druckschrift. Walter Scheuerl vom Verein „Wir wollen lernen“ spricht nun vom „Unbildungsplan“. Das Für und Wider der Grundschrift können Sie in dem ZEIT-Text von Angelika Dietrich nachlesen.

4 Kommentare


  1. […] rüber zur ursprünglichen Message auf Das Schulblog Blogroll   Schul-Politik […]


  2. Unsere Schrift hat 30 Klein- und 29 Großbuchstaben.
    .
    Chinesische Kinder lernen etwa 7000 Schriftzeichen, die sie dann übrigens auch in einer Schreibschrift schreiben können.
    .
    Das geht bekanntlich nur deshalb, weil ihre Eltern ihre Stofftiere verbrennen und sie nicht zum Klo lassen, wenn sie nicht gut lernen.
    http://www.zeit.de/2011/11/Tiger-Mom-Amy-Chua
    .
    Sowas wollen wir bei uns nicht einführen, oder? Dann schon lieber Abgehacktes Schreiben:
    http://community.zeit.de/user/spitzbub/beitrag/2011/03/25/die-gesellschaft-f%C3%BCr-abgehacktes-schreiben

  3.   grrzt

    Ich habe beobachtet, daß ich beim Schreiben mit Druckbuchstaben mehr Fehler mache; für mich ist das auf die Zerstückelung des Wortbildes zurückzuführen. Könnte ein Grund für die Ausgangsschrift sein. Und wie niedrig sollen die Anforderungen in der Schule noch werden? Und nebenbei fällt mir ein, dass die Erstklässler (fein-)motorisch immer ungewandter werden. Die Vereinfachung der Ausgangsschrift kommt diesem Mangel entgegen. Sollte die Schule nicht dagegen angehen, und zwar nicht nur, aber auch durch das disziplinierte Üben der Schönschrift?


  4. Sie begreifen es einfach nicht, die Grundschulfunktionäre:
    Rechtschreiben lernt man wie Klavierspielen – durch viel Übung und einen guten Lehrmeister/Lehrmeisterin.

    Deshalb schreiben alle Kinder, die früh verbindlich eine verbundene Schrift lernen durften, besser als die, die das nicht mussten. Und das muss nicht die mit den überflüssigen lateinischen Schnörkeln sein.

    Man stelle sich vor: Ein besonders guter Pianist würde derjenige, der ohne Vorkenntnisse an Klaviatur und Notenblatt gesetzt wird mit der Aufforderung, sich jetzt völlig frei und selbstbestimmt alles aneignen zu dürfen.

    Von Grundschulkindern wird es genau so erwartet: „Die Schrift erfinden“ mit einer Grundschrift mit Buchstaben die freiheitlich im eigenen Lerntempo selbstbestimmt verbunden werden. Diese Art Freiheit funktioniert sonderbarerweise nur in der Koppelung mit Schulpflicht, freiwillig würde wohl kaum jemand bei klarem Verstand seinem Kind solchen Unterricht zumuten, wenn er Alternativen hätte…

 

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