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Total lustige Penisverletzungen

 

Chef, darf ich hier eigentlich eine Liebeserklärung posten? An Christoph Maria Herbst? Ja, ich weiß, dass der eher auf Blondinen steht, aber trotzdem. Bittebitte! Ich war doch gestern bei seiner Lesung mit Charlotte Roche, „Penisverletzungen bei Masturbation mit Staubsaugern“. Was soll das heißen, „ich jetzt endlich auch“? Dann hat die eben schon halb Deutschland gesehen, was solls!

Trotzdem: Ein Mann, der mich so zum Lachen bringen kann, kann kein ganz schlechter sein. Obwohl ja einmal der Aushänge-Macho von „GQ“ zu mir gesagt hat: „Lachen im Bett ist wie kaltes Wasser.“ Was weiß der schon! Da bin ich voll auf der Seite von Jessica Rabbit, die doch mal auf die Frage, wieso ausgerechnet so ein steiler Zahn wie sie mit einem Karnickel verheiratet ist, antwortete: „Because he makes me laugh.“

Also, Christoph Maria Herbst? Darf ich? Doch, ich glaube, ich könnte nach all den zerschredderten Penissen noch … also … normal mit ihm reden, ohne gleich … na, du weißt schon, Chef. Ja? Toll, danke!

Und jetzt noch eine an Charlotte Roche …?

PS: Die nächsten Termine gibt`s hier. Und angeblich kommen sie im Mai wieder nach Hamburg.

9 Kommentare

  1.   Smithee

    “Lachen im Bett ist wie kaltes Wasser”? Lange nicht so einen Quatsch gehört. Und die Penisverletzung-Lesung ist absolut genial und uneingeschränkt zu empfehlen. Halb Deutschland ist noch zu wenig – das ganze Deutschland soll es sein!

  2.   Paul

    Hmm… irgendwie halte ich es schon fuer etwas bedenklich, dass so viele Leute auf Penisverstuemmelungen stehen (halb Deutschland). Natuerlich kann man jetzt sagen: „selbst in Schuld“, aber wo bleibt da das Verstaendnis fuer das normalste Beduerfnis des Mannes? Man stelle sich vor, jemand wuerde eine humoristische Vorstellung ueber verstuemmelte Vaginas abhalten.
    Ich will ja niemandem den Spass verderben, dennoch kann ich mich dieses Gedankens nicht ganz verschliessen. Als Frau kann man das wahrscheinlich nicht nachfuehlen, aber ich erinnere mich da an ein post ueber die Vaginaverstuemmelungen, das eine etwas andere Geschmackrichtung hatte. Natuerlich vergleiche ich jetzt Aepfel mit Birnen, die letzteren sind natuerlich nicht selbstzugefuegte Verletzungen. Das Resultat scheint jedoch relativ aehnlich zu sein. Bevor ich mich jetzt vollends in einen Moralisten verwandle beende ich lieber meinen Kommentar…

  3.   Sigrid Neudecker

    @ Paul

    Möchten Sie sich Ihren Kommentar vielleicht noch ein Mal durchlesen (vielleicht so ab dem zweiten Absatz) und mir dann Bescheid geben, dass ich ihn besser wieder löschen soll?

  4.   Paul

    Nein, lesen Sie ihn lieber noch ein Mal!

  5.   Sigrid Neudecker

    Ok, na dann:
    Sie vergleichen nicht Äpfel mit Birnen, sie vergleichen ein völlig sinnloses, brutales, an jungen Mädchen, die sich aufgrund gesellschaftlichen Drucks nicht dagegen wehren können, ausgeübtes Ritual mit Verletzungen, die sich erwachsene, vergleichsweise gut gebildete, in Wohlstand lebende Männer durch persönliche Dummheit selbst zugefügt haben.

    Die Mädchen leiden an diesen Verstümmelungen ihr Leben lang, und zwar jedes Mal, wenn sie Geschlechtsverkehr haben und noch mehr (falls das geht) bei jeder Entbindung, die sie komplett aufreißt. Wonach sie natürlich wieder zugenäht werden, damit sie beim nächsten Mal wieder aufreißen können.

    Die Männer – zum Vergleich – genossen bestmögliche medizinische Versorgung inkl. Schmerz- und Infektionsbekämpfung und Wiederherstellung. Und der größte bleibende Schaden ist, dass sie keinen mehr hochkriegen und mehrstrahlig pinkeln.

    Das ist kein Vergleich, das ist völlige Ignoranz.

  6.   tom

    „Und der größte bleibende Schaden ist, dass sie keinen mehr hochkriegen “
    Auch das ist „völlige Ignoranz“-sollen sich nicht so wichtig nehmen,die Schwänze,jenseits der Klitoris außen & innen ist es uns solange wir nicht befruchtet werden wollen ja eh nicht so wichtig oder wie?An dem Tage an dem die bildungsbürgerlichen Alphamännchensucherinnen unserern männlichen psych.& phys.Prädispositonen ebensoviel Respekt & Akzeptanz entgegenbringen wie wir den ihren trete ich wieder in die Kirche ein…

  7.   justbewoman

    @ tom

    bist du einer der opfer ?

  8.   Axel

    Ich habe die Lesung mit Frau Roche und Heinz Strunk in Osnabrück in der „Lagerhalle“ gehört. Frau Roche, die sich mit zahlreichen Pircings eine sehr eigenwillige, nahezu mehrstrahlig verstümmelte Aussprache zugelegt hat und Herr Strunk, der alles so distanzlos vorlas, als hätte er es gerne selbst verfasst, waren einfach nicht komisch. Sie kamen mir vor wie ein Ehepaar welches auf einer langweiligen Party einen Witz erzählt, über den es nur selbst lachen kann. Sie hätten auch die Doktorarbeit von Francis M. Fesmire von der University of Tennessee über „Die Beendigung von unbehandelbarem Schluckauf durch rektale Fingermassage“ zitieren können.
    Unkreativ. Schlecht gemacht. Hat sich nicht gelohnt.

  9.   Magdalena

    Ich muss den Männern zustimmen. Die Genitalien sind von beiden Geschlechtern ein sehr sensibles Organ und das nicht nur im physischen, sondern auch im psychischen Bereich. Tatsache ist, dass auch selbstzugefügte Vaginalverletzungen zur Belustigung als geschmacklos gelten würden. Jeder, der mal ein Buch über Pädagogik in der Hand hatte weiß, dass Kinder beiden Geschlechts sich in Situationen, die sie ängstigen, an die Genitalien fassen. Wieso? Weil sie in dem Moment das schützen, was Ihnen am schützenwertesten vorkommt.
    Natürlich mußte ich auch lachen, als mir ein Bekannter erzählte: „Weißt’de was, manche Kulturen haben vollkommen damit recht, dass sie Ihre Jungen vor der Pubertät beschneiden. Ich habe es leider erst danach gemacht. Was soll ich sagen, ein Mann hat durchschnittlich acht Erektionen im Schlaf, ich merke jede einzelne.“ Aber alles was in den verstümmelnden, schwerverletzenden Bereich geht ist einfach nicht komisch. Und das es bei Staubsaugern zu schweren Verletzungen kommt ist klar. Den Witz eines Penisbruchs muß mir auch erst einmal jemand erklären, aber ich finde Ihn nicht komischer als Blutergüsse in der Scheide. Vielleicht habe ich auch keinen Humor.

 

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