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Veranstaltungstipp „Feuchte Wiesen“

 

Sollten Sie am 10. oder 11. März in Wien sein – diese Veranstaltung heißt „Mösen morsen“:

4 Frauen geben Impulse ihrer Beckenbodenmuskulatur über ein Biofeedbacksystem in einen Computer ein. Die Impulse werden mittels Vaginalelektroden übertragen und akustisch dargestellt. Die entstehenden Töne werden soweit verstärkt, dass mehrere Frauen mit einander kommunizieren und musizieren (Anm.: Heißt das nicht mösizieren?) können. Ein Teil des Ergebnisses der vaginalen Muskeltätigkeit kann dechiffriert werden, ähnlich der Entschlüsselung von Morsezeichen.
Die Elektronikkünstlerin Elisabeth Schimana wird dafür sorgen, dass aus den abgegebenen Beiträgen ein kommunikatives Stück Performance wird.

„Unser Anliegen ist es, relevante gesellschaftliche Themen mit den Mitteln der Kunst im sozialen Raum mit Menschen in unterschiedlichen Situationen zu bearbeiten.“ (Anm.: Ein Satz von bemerkenswerter Aussagekraft.) Frauen befinden sich auf dem Weg zu neuen Formen der Kommunikation und Vernetzung. Einerseits sind sie gewohnt die bestehenden, bislang männlich besetzten Kommunikationsstrategien zu verfolgen, andererseits bemerken sie aber, dass diese oft nicht funktionieren und auch zu stark einschränken.
Das Projekt beschäftigt sich nicht mit der Frage nach spezifisch ,weiblichen‘ Kommunikationsformen, es thematisiert spielerisch die Suche nach diesen.
Spielerisches ungezwungenes Experimentieren und das Verfolgen von scheinbar sinnlosen Plänen sind unabdingbare Voraussetzungen für gelungene Vernetzung.“

Kellner? Ich hätte gern genau das, was die Damen vom Kommunikationsprojekt hatten!

Mehr über diese Veranstaltung im Rahmen des internationalen Künstlerinnenfestivals „her position in transition“ gibt es hier.


12 Kommentare

  1.   Thomas

    Nicht zu fassen, soll das jetzt heißen das man demnächst direkt nachfragen kann wie es war? Oder muß man sich auf lange diskussionen statt oralverkehr einstellen?
    Aber ernsthaft, was ist mit den männlich besetzten Kommunikationsformen denn gemeint? Gibt es wirklich bedarf nach einer "spezifisch weiblichen" Komunikation? Gibt es die nicht
    schon lange? Ich denke an die Kaffekränzchen und gemeinsamen
    Klobesuche.
    Warscheinlich zielt das Projekt eher in die Richtung
    der populären Tabubrüche, wie das ebenfalls hier vertretene Projekt des Sperma Kubikmeters. Gut für einen Lacher, aber brauchen wir das wirklich?

  2.   Darwi

    Wahrscheinlich bin ich zuwenig am Puls der Zeit – sowas dehnt irgendwie ziemlich meine Skurillitätsgrenze. Ich dachte bisher immer, dass es eine typisch männliche Angelegenheit ist, wenn ein Penis spricht… aber schön, dass die Gleichberechtigung auch endlich hier Einzug hält…*grins* na ich hoffe, meine Möse fühlt sich durch diesen Trend nicht genöigt, ebenfalls ständig durch die Gegend zu quasseln (reicht schließlich, wenn mein Mund reichlich Wörter ausspuckt).

  3.   Roysan

    Und ich Depp hatte gedacht Frauen unterhalten sich einfach so. Vielleicht wortreicher als Männer, aber vom Prinzip her ähnlich. Und dann dass. Ich frag mich was für eine Art der Kommunikation dabei rauskommen soll…

    Ein Schelm, wer bei derartigen Kunstinszenierungen an den kalkulierten Werbeeffeckt des Tabubruchs denkt. Aber ich muß ja auch nicht jede Kunstaktion verstehen.

  4.   Peter

    Das ist doch fast ein Fall für die Wissenschaft, erweiterte Mösenforschung. Vielleicht bietet das demnächst auch der Gynäkologe zwecks Diagnose. "Sie wissen nicht, was Ihnen fehlt? Fragen wir doch ihre Möse."

    Aber mal ehrlich, das ist wieder ein Fall von Kunst, die keiner braucht und auf die auch niemand gewartet hat außer denen, die sich dafür exhibitionieren. Im Idealfall wird das eine drittklassige Peepshow werden, im Normalfall großer Mist. Das darf ich hier aus der Ferne diagnostizieren, auch ohne Mös-O-Meter.

  5.   Peter

    …und schalten sie bitte mal den Zeichensatz wieder auf normal, Frau Neudecker. Das kann ja kein Schwanz lesen.

  6.   Sigrid Neudecker

    Das Rote Blog-Kreuz ist alarmiert. Schätze, es ist die Vögelgrippe.

  7.   Sigrid Neudecker

    Aaaahh, und mich hat es auch schon erwischt …!!


  8. @peter: vielleicht ist der veränderte zeichensatz auch ein zeichen typische weiblicher kommunikation?

  9.   wurzel9nichtsie

    Ich liebe diesen Blog, der triste Bueroalltag wird aufgewertet.
    Morgen ist internationaler Frauentag, mit Podiumsdiskussion in der Uni-Halle….ich hätte da noch eine Idee, anstatt Mikros!!!

  10.   pollytheparrot

    Genial. Sollte viel mehr Physical Computing Projekte geben. Ich werd mir jetzt auch nen Wünschelruten Aufsatz für meinen Penis bauen und damit auf Wasserader Suche gehen. Vielleicht klappts ja….*g*

    Noch ein link für technik geeks (Music Synthesis by Human Pulse): http://blog.pixelcrypt.com/item/116

 

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