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16 Kommentare


  1. Nicht gerade die neueste Biografie, aber ein Kind ist es mindestens:
    http://www.smd-ag.de/symposium/referenten_schirrmacher.htm

    Lang lebe … genau, Google.

  2.   LaienSpiegel

    ja, eins, keine Ahnung wie oft er es besucht ….

  3.   Sigrid Neudecker

    Mein Fehler. Ich hatte natuerlich "Frank Schirrmacher" und "KindER" gegoogelt – weil ja fuer ihn offenbar gleich nach der Unverschaemtheit, gar keine Kinder in die Welt zu setzen, die Unverschaemtheit kommt, nur ein Kind in die Welt zu setzen.

    Welche Art von Nachkommenschaft versucht er dann eigentlich zu zeugen, wenn er mit der Bild-Zeitung ins Bett geht?

  4.   Sportbernd

    ein Stefan Aust

  5.   Martin

    Nun, ich stimme Herrn Schirrmacher nicht in allem zu, was er sagt. In der derzeitigen Disskussion muss ich ihm allerdings recht geben. Die niedrigen Geburtenzahlen sind ein gewaltiges Problem. Waren sie schon einmal in den ländlichen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs? Waren sie schon einmal in der sächsischen Provinz, weit ab von Dresden und Leipzig? Waren sie schon einmal in Halle, Magdeburg und Gera? Im Ruhrgebiet, in Ostbayern, dem Saarland und Oberfranken? Wissen sie, wie trostlos und entvölkert dies Gegenden schon sind bzw. bald sein werden? Das Problem wird sich nicht lösen, wenn man es ignoriert!
    Ich will hier keine Diskussion über verschiedene Lebensentwürfe, Karrieremöglichkeiten von jungen Müttern und Kinderbetreuungsangebote vom Zaun brechen – ich weiß selbst, dass da vieles im Argen liegt. Aber jemanden, der über diese Probleme öffentlich nachdenkt zu verunglimpfen hilft da auch nicht weiter.
    Ich weiß nicht, ob sie sich schon darüber Gedanken gemacht haben, wer einmal ihre Rente finanziert oder für ihre Pflege im Alter aufkommt. Wieviele Kinder haben denn sie?

  6.   Sigrid Neudecker

    @ Martin
    Und da sind wir genau beim Punkt. Es geht bei Schirrmacher, was ich bislang gelesen habe, nicht einmal besonders verbraemt darum, dass FRAUEN keine Kinder wollen. Und sich stattdessen selbst verwirklichen (iiihhh!), Karriere machen (urgs!) und selbst ueber ihr Leben entscheiden wollen (Himmel hilf!). Selbstbestimmung des Individuums? Klar, wenn man vorher brav seine Pflicht fuer die Gemeinschaft erfuellt hat – oder FAZ-Herausgeber ist, der neben seinem Tagesjob auch noch Zeit findet, Buecher zu schreiben. Wie oft der wohl schon zuhause geblieben ist, weil sein Kind krank war?

    Ich will fuer mich das Recht in Anspruch nehmen koennen, keine Kinder in die Welt setzen zu wollen. Nicht aus verwerflicher Karrieregier oder Geldgeilheit, sondern weil ich in mir keinerlei Versuchung verspuere, Kinder zu bekommen. Soll ich dann trotzdem welche in die Welt setzen? Wohl kaum.

    Und kommen Sie mir bitte nicht mit dem alten Bart, "wer einmal meine Rente finanziert". Kein Kind wird das tun – sondern ich selbst.


  7. Ich wuerde ja wirklich gerne der Welt so zwei oder drei Kinder schenken. Aber dazu fehlt mir echt der passende Mann. Und mir fehlt die Sicherheit, dass ich auch einen Kindergartenplatz finde. Damit ich die teuren Ausbildungskosten fuer mein Studium (schließlich vom Staat bezahlt), wieder abarbeiten kann.

  8.   sabine

    @ sigrid

    Genau !

    Im Artikel " Wonne auch ohne Windel " , taz , 8.3.06
    ist so Einiges über das Zufriedenheitsgefühl der zw. 50-70zig – Jährigen , meist Eltern , zu lesen .

    Wen es interessiert kann es im Archiv nachlesen .

    Fiel mir grad so spontan zu Deinem Beitrag ein und damit ist ein herzliches Hallo verbunden , von noch einer , die viel Spaß mit dieser Seite hat .

    Auch Mutter .

  9.   jane

    @Martin: Diese Landschaften sind aber nicht deswegen leer weil die Deutschen aussterben sondern weil viele der jungen Leute, die in diesen Regionen geboren wurden, abwandern – mangels Ausbildungsplaetzen und Jobs in diesen Gegenden, oder?
    Dieser Aspekt wird bei der Sorge um die Zukunft des deutschen Volkes gerne vergessen: Die Kinder, die wir in die Welt setzen sollen, sollen ja schliesslich auch eine anstaendige Ausbildung erhalten und sich danach nicht direkt ins Heer der Arbeitslosen (und bei weiterem Zerfall der sozialen Sicherungssysteme: Armen) einreihen. Und wer von den Buergern mehr Kinder fordert, damit das derzeitige Rentensystem aufrechterhalten werden kann, der moege doch auch mal bedenken, dass kein Mensch durch seine reine Anwesenheit irgendjemandem den Ruhestand finanziert. Sondern nur durch rentenversicherungspflichtige Erwerbsarbeit. Und die muss erst mal in ausreichendem Masse vorhanden sein.

    Aber wo wir schon dabei sind: Vielleicht koennen Sie mir ja endlich erklaeren, warum eine niedrige Geburtenrate eigentlich so katastrophal ist?

  10.   Alex

    Ich find schade, dass viele Menschen der Meinung sind Kinder und Karriere kann man nicht unter einen Hut bringen. Ich komm aus dem Osten und da ist das ganz normal. Ich halte nichts von der konservativen Ansicht, dass sich nur die Frau um das Kind kümmern müsste. Und bitte betrachten sie Kinder nicht als wirtschaftliches Hinderniss, ihre Eltern haben mit ihrer Geburt bestimmt auch kein Gewinn gemacht. Klar ist es heutzutage kostenintensiver ein Kind zu bekommen, dennoch sollte man nach meiner Meinung Kinder als eine Bereicherung sehen.

 

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