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Eine bessere Welt

 

Willkommen zurück! Was so ein paar Tage ohne Wecker für einen Unterschied machen. Bei den folgenden Anzeigenmotiven für das belgische Männermagazin Ché hätte ich früher ja auf der Stelle die Messer gewetzt und sie Ihnen zum Fraße vorgeworfen. (Die Anzeigen, nicht die Messer.)

Doch nun … Aber sehen Sie erst einmal selbst:

Selbstverständlich war auch mein erster Impuls, öffentlich „belgische Chauvi-Schweine!“ zu schreien und nie wieder was von Dries van Noten zu kaufen tragen in die Altkleidersammlung zu geben.

Aber dann hatte ich plötzlich einen schwachen Moment, in dem ich das eigentlich ganz witzig fand. Vor allem das gefakete Frauenmagazin-Cover. Und ich überlegte, wie wir (= Frauen) das im analogen Fall (= für ein Frauenmagazin) machen würden.

Genau so.

Und dann hatte ich einen Traum: Wäre es nicht schön, wenn sich Männlein und Weiblein eines Tages gegenseitig liebevoll mit ihren kleinen Unzulänglichkeiten aufziehen könnten, ohne gleich den Chauvi oder die Zimtzicke raushängen lassen zu müssen? Wenn Männer ihren Frauen eben gleich von Anfang an die Straßenkarte mit einem sanften „Lass mich nur machen, Schatz“ aus der Hand nehmen und Frauen die Kühlschränke dafür einfach so

Nie wieder \"Wo ist die Butter, Liebling?\"

einräumen würden? Aber wie heißt es auf den Ché-Werbungen so schön? „Let us keep on dreaming of a better world.“

PS: Sehr interessant übrigens das Bild mit dem Playstation-Controller: Männer wünschen sich also, dass Frauenkörper so einfach zu bedienen sind wie ihre Playstation. Oder wollen sie sich eines Tages mit uns auch so gut auskennen?

20 Kommentare

  1.   Erektion

    Die schwachen Momente der Frau – es sollte mehr davon geben.


  2. Interessant ist die Interpretation des Bildes mit dem Playstation-Controller. Sie entbehrt nicht einer gewissen Logik. Persönlich würde ich die Schnur zum Controller mehr als „Brotkrumenpfad“ zum eigentlichen Ziel interpretieren. Und wie das dann so mit den Brotkrumen am Ziel ist… Wie? Welche Brotkrumen? Wer interessiert sich da schon noch für Playstation-Controller 😉

  3.   Peter

    Groovy, Baby! Im Allgemeinen bin ich aber ganz froh, in so einer konsumgeilen und oberflächlichen Gesellschaft zu leben, da fällt es nicht mehr ganz so schwer, die hohlen von den gehaltvolleren Nüssen zu unterscheiden. Nur daß letztere leider nicht so häufig im Zenit der Aufmerksamkeit stehen.

  4.   Macsico

    Frauenkörper so einfach zu bedienen wie eine Playstation als Ziel?

    Um mal bei dem Vergleich zu bleiben: wenn man(n) schon die Bedienungsanleitung kaum entziffern & verstehen kann, hilft einem so ein Playstation-Controller irgendwie auch nichts – finde ich. Einfache Steuerung heißt ja nicht, daß man sofort gut mit etwas umgehen kann. Übung macht den Meister.

    Es geht doch nichts über gute Lehrmeisterinnen.

  5.   Erektion

    @macsico

    Gute Lehrmeisterinnen?
    Genau das wünscht sich ja unsereiner.
    Wie es weiter oben so schön heißt: MAN MUSS JA NICHT IMMER REDEN. Und wie es weiter unten bei „Chè“ an die Adresse der Lehrmeisterinnen so viel treffender heißt:
    TALK LESS, FUCK MORE!

  6.   HH

    Ich versteh das mit dem Kühlschrank nicht. Ist es der Wunsch der Männer, dass die Sachen immer in der Mitte stehen? Oder, müssen Frauen das so machen, damit Männer sich im Kühlschrank zurecht finden?

  7.   Chauvi-Schwein

    Welch abwegige Interpretationen des Controllers. Selbstverständlich ist dieser dazu da den Geist der Frau zu kontrollieren. Wen interessiert schon die Bedienung des weiblichen Körpers? Hauptsache die Frau weiss wie der männliche zu bedienen ist.

    Welcher Knopf steht doch gleich für Fellatio?

    Möglicherweise doch etwas zuviel Tolleranz, Frau Neudecker. 😉

  8.   Werner

    <zitat>
    Wäre es nicht schön, wenn sich Männlein und Weiblein eines Tages gegenseitig liebevoll mit ihren kleinen Unzulänglichkeiten aufziehen könnten, ohne gleich den Chauvi oder die Zimtzicke raushängen lassen zu müssen?
    </zitat>
    Ja was ist denn das? Solche Sätze aus Frau Neudeckers Mund (bzw. Fingern)? Wenn ich mir so einige Blog-Einträge vorher anschaue, klingt da ja fast nach später Einsicht…

  9.   margot

    in dem kuehlschrank fehlt die reihe bier! aber ansonsten – gut beobachtet. moeglicherweise sind auch die kuehlschraenke falsch konstruiert und muessten in einer art paternoster eingerichtet sein. dann wuerde sich der inhalt *bewegen* und auch maenner haetten eine chance, die butter zu finden …

    was ich noch nicht gecheckt habe, ist, ob es sich bei dem asphaltstreifen um einen frauenparkplatz oder eine frauenfahrspur handelt … 😉

    lg,
    margot

  10.   ln

    http://www.ctrlaltdel-online.com/comic.php?d=20050629
    Klassische Nerd-Idee, das mit dem Bauchnabel 🙂

 

Kommentare sind geschlossen.