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Angekündigte Booms finden nicht statt

 

Gestern im Taxi. Er habe während der WM sogar weniger Umsatz als sonst, meinte der Fahrer. Und auch die Geschäftsleute, erzählt er, hätten ihre Pläne, länger offen zu halten, wieder revidiert, weil einfach nix los sei.

Vor ein paar Tagen meldete auch die dpa, dass aus dem angekündigten Ansturm der und auf die Prostituierten während der WM nichts geworden sei.

„Es sind nicht signifikant mehr Prostituierte anzutreffen als sonst. Es besteht keinerlei Anlass zur Dramatik“, sagt der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes in Hannover, Thomas Rochell. Hinweise auf einen Anstieg der Zwangsprostitution, wie er vor der Fußball-WM teils erwartet worden war, hat die Polizei nicht. Frauenorganisationen werten ihre Aktionen gegen illegale sexuelle Ausbeutung aber als Erfolg – schon allein weil die Öffentlichkeit verstärkt auf das Problem der Zwangsprostitution aufmerksam geworden ist.

Am Wochenende fand ich im Korb meines Fahrrades übrigens diese Postkarte (deren letzten Punkt ich nicht ganz verstehe):

Seither rätsle ich, ob ich einfach in eine kiez-weite Verteilaktion geraten war oder ob mein Fahrrad- wieder einmal als Papierkorb zweckentfremdet wurde. (Ist nämlich total schwierig zu unterscheiden, und auch die fünf Schritte zu einem echten Mülleimer sind vielen offensichtlich nicht zumutbar.) Ich vermute eher Letzteres. Ist schließlich eindeutig ein Damenrad.

5 Kommentare

  1.   Stephan Munk

    Ich finde diesen Zettel absolut klasse, weil er sämtliche wesentlichen Punkte beinhaltet, damit der Spass mit den Prostituierten auch für beide Seiten in bestmöglichem Rahmen stattfindet. Meine Erfahrung dort ist auch absolut in Konkordanz damit. Es hätte ja auch sein können, dass ein emanzipierter Mann, der es nicht mehr über die Mittelstange schafft mit einem Damenfahrrad unterwegs ist.

    Daneben ein paar Nebenbemerkungen zum Thema Frau:

    Beweis des Patriarchats im Stil der Scholastik:

    M(ensch) = M(ann) <=> Identität
    M(ensch) = F(rau) <=> Absurdität da evident, dass M ungleich F

    aber:

    F(rau) = F(uck) <=> Identität

    Aussagesatz:

    Die Frau an und für sich ist ein Fuck.

    q.e.d.

    Wer die Beweisführung nicht für stichhaltig hält, möge sich mit dem Gottesbeweis des Thomasvon Aquin beschäftigen. Er funktioniert im wesentlichen nach der gleichen Methode.

    An die männlichen Kämpfer an der Erotikfront:

    Hat schon jemand das Licht am Ende des Tunnels des weiblichen Unterleibs gefunden ? Wenn ja, bitte melden.

  2.   Meike

    Ich nehme an, der letzte Punkt möchte einfach nur sagen, man(n) möge sich während des käuflichen Vergnügens mit seinen Lautäußerungen etwas zurückhalten.
    Viele Prostituierte arbeiten ja in Wohnhäusern/Privatwohnungen, deren Mitbewohner schätzen solche Art Lärm vermutlich weniger.

  3.   Peter

    Stephan Munk, du Frohnatur, was möchtest Du uns damit sagen? Bahnhof mit Schiebetür? Bleib mal schön im Trüben, da ist gut fischen. Was ich an dem Zettel allerdings nicht verstehe, ist Punkt 1. Komme ich, höflich, sauber und respektvoll auch in den Tresorraum der Deutschen Bank? Oder ins Büro von Sigrid Neudecker? 🙂

  4.   margot

    abgesehen davon, dass sie es im text nichtmal schaffen, einen URL richtig zu schreiben (naemlich *mit* topleveldomain …), hat sich wer die site schon angesehen? die ist ja zum erbrechen. vorallem das schoenreden von zwangsprostitution … bereits ein drittel war eh schon zuhause prostituierte … 70% haben schulden wegen der *reisekosten* und 80% schicken geld an familie und kinder …

    *das* ist genau das gegenteil von sensibilisieren fuer die thematik frauenhandel … zum kotzen. 🙁

  5.   Peter

    Margot, ich weiß nicht, ob Wer sich die Homepage schon angesehen hat, aber wenn ich ihn sehe, frage ich ihn danach. (SCNR, trollige Kommentare von mir dürfen aber gern nach Ablauf der Karenzzeit gelöscht werden, die sind mir, zugegeben, im Nachhinein manchmal auch peinlich 😉

 

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