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Tststs, diese Kirchenleut‘!

 

Schaun Sie, da geht man am Samstag ganz brav in die Kirche zu einer Taufe, und was muss man sich dann dort für Liedtexte anhören?

(…) Die Bächlein rauschen in dem Sand
und malen sich an ihrem Rand
mit schattenreichen Myrten;
die Wiesen liegen hart dabei
und klingen ganz vom Lustgeschrei
der Schaf und ihrer Hirten,
der Schaf und ihrer Hirten.
(„Geh aus, mein Herz“, Paul Gerhardt, 1653 oder 1656)

Harte Wiesen? Lustgeschrei? Kein Wunder, dass mich meine Mutter immer von den Evangelen fernhalten wollte …

15 Kommentare

  1.   LeBon

    Schafe, Hirte, Lustgeschrei

    kann ja als Alternativvorschlag zur Verhütung gemeint sein

  2.   Phaidros

    Aber Schafe und Hirte sind
    im Klerikaldeutsch ja Synonyme für
    die Gläubigen und den ..pardon..Pfaffen.

    Vielleicht hat man sich im 17 Jh. ja mal
    Sonntags gerne nen bunten Nachmittag
    gegönnt… 😉

  3.   LeBon

    Die heilig gesprochenen Kinder, wie passend 🙂

  4.   Peter

    Bist Du etwa katholisch, Sigrid? Oder einfach nur unbedarft in Sachen Sakralmusik? In diesem Fall heißt hart übrigens soviel wie „nah“.

  5.   sänger

    Vielleicht ganz einfach verhört?

    Beispiel:
    Brahms „Waldesnacht, du wunderkühle“, da heißt es in der 3. Strophe „Singet holde Vögel, Lieder“

    oder Händels Halleluja:
    „.. und er regiert auf immer und ewig“. Bei schlampiger Aussprache der Sänger bekommt die Passage (besonders auf Hochzeiten) ihren eigenen Reiz.

  6.   erkol

    zu 5 : hart ist hart und nicht nah – es wäre sonst ein schmarrn

    zu 6 : das wär schön mit dem immer und ewig – vor allem was das hart sein anbelangt

  7.   Frank

    Sehr gut ist auch:
    Die schweinischsten Stellen aus dem Alten Testament
    gelesen von Harry Rowohlt

    http://www.amazon.de/gp/product/3934120296/302-1370668-8389656?v=glance&n=299956&s=gateway&v=glance

  8.   Sigrid Neudecker

    @ sänger
    Nein, dokumentiert und verbrieft. Der Text lautet wirklich so!

  9.   Peter

    Wohl mit dem Klammerbeutel gepudert? Für alle, die keine eingehenden Kenntnisse der Materie besitzen: Bei Schafen und ihren Hirten geht es um jene, die den Stern von Betlehem gesehen haben, der die Geburt von Jesus ankündigte. Hier der Bezug zur Taufe. Und bei „hart an der Grenze“ denkt man auch nicht an hart, oder? Ist schon komisch, in einem Sexblog religiöse Themen zu erklären, aber ich will nicht, daß ihr dumm sterbt. Bittesehr.

 

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