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Empfängnisverhütung: Einfach zustöpseln

 

In der Times steht heute morgen ein Artikel über eine neue Empfängnisverhütungsmethode für Männer, die nach dem Prinzip der Vasektomie funktioniert, aber reversibel ist (sein soll).

Dazu werden Silikonstöpsel durch das Skrotum in die Samenleiter eingesetzt, um den Transportweg der Spermien von den Nebenhoden in den Penis zu unterbinden. Diese kann man bei Bedarf wieder entfernen, allerdings auch nicht beliebig oft. (Will man vermutlich auch eher nicht.)

Die neue Technik nennt sich IVD (Intra Vas Device: Vas Deferens = Samenleiter) und wird von nächster Woche an am lebenden Objekt getestet. Dabei hofft man auch Erfahrungswerte zu sammeln, ob sich die durch die Stöpsel aufgestauten Spermien negativ auf die Spermienproduktionsstätten auswirken.

Ein Detail aus dem Times-Artikel ist aber besonders nett: In einer Studie unter 9000 Männern in neun Ländern, darunter Deutschland, sollen sich über 60 Prozent der Befragten gewünscht haben, ihren Partnerinnen etwas von der Verhütungslast abnehmen zu können. Vermutlich, ohne sich dabei irgendwelche Gummis überziehen zu müssen …

10 Kommentare

  1.   margot

    *gähn!* die alte leier … ich hab die männer schon soooooo satt, die immer herumeiern (<- achtung, wortwitz!), dass sie ja sooooo gerne was machen würden für die verhütung … aber bitte halt bloss nicht am allerheiligsten rummachen … ja, und bitte schön, wie soll das dann gehen? wasch mich, aber mach mich nicht nass?! warmduscher alle miteinander, warmduscher …

  2.   Scipio

    Aber eben nur das Grundprinzip.

    ALLE heutigen Verhütungsmittel sind von Männern erfunden. Bis auf das Femidom. Das wurde von einem Ehepaar entwickelt.

    Ausserdem ist hier nur die Frage, WER sich „Gedanken“ macht?
    😉

  3.   Sigrid Neudecker

    Tja, der ging leider daneben: Das Grundprinzip des IVD wurde von einem MANN namens Lourens Zaneveld entwickelt.

  4.   Scipio

    @wii

    Genauso ist es.

    Aber so ein Unsinn kommt wohl heraus, wenn FRAUEN sich Gedanken über Verhütungsmittel machen! 😉

  5.   wii

    Ich kann mir nicht helfen, aber das wirkt ungesund. Der menschliche Körper freut sich nie, aber wirklich nie, wenn man versucht, ihn zum Behalten von Dingen zu wwingen, die er loswerden will.

  6.   nex

    @Friedemann: Das normal an diesem Blog.

    Es soll ja übrigens auch Frauen geben die Kondome als unagenehm empfinden. Aber hauptsache mal ein paar stereotypen herausgehauen…

  7.   Scipio

    Ideenlos?
    Sie bringen nach ein paar Monaten Pause auch nur lediglich „alte Kamellen“ auf den Tisch.
    Dabei verhütet man doch mittlerweile mit dem Femidom viel sicherer und ohne grossen Aufwand.
    Und spätestens 2008 ist auch weltweit das Vaginalgel gegen Aids auf dem Markt.
    Das weiss man doch eigentlich auch schon in Österreich, oder etwa nicht?!

  8.   Tikker

    @Friedemann: Gut gebrüllt, Löwe. Deine Freundin ist mit der Meinung ganz sicher nicht allein – aus gut unterrichteten Quellen habe ich mir versichern lassen, dass auch Ihr etwas entgeht, wenn Er ein Lümmeltütchen trägt.
    Nur: Wenn 60% der Männer sagen, sie möchten ihrer Freundin etwas von der Verhütungslast abnehmen, wäre so’n Gummi schon mal ein Anfang, oder? Anstatt einfach zu sagen „Schatz, wir müssen verhüten. Nimm doch die Pille.“

    Aber mal abgesehen davon: Die Vorstellung, dass jemand durch den Harnleiter einen (oder besser gleich zwei) Plastikstöpsel „montiert“, ist irgendwie schon… aua. Also ich würd das nicht machen, ehrlich.

  9.   Friedemann

    mal ganz ehrlich:
    zumindest bei mir und meiner freundin (!) gibt es definitiv gefühlte unterschiede zwischen sex mit und ohne gummi. kann ja sein, daß es anderen paaren anders geht, aber ich finde es reichlich daneben, diese möglichkeit ins reich der phantasie zu verweisen.
    daß die männer das verantwortungsbewußtsein beweisen, die verhütung auch mit übernehmen zu wollen und auch bereits sind, einen eingriff vornehmen zu lassen, anstatt weiterhin ihre partnerin zu nötigen, die pille einzuwerfen (was nebenbei bemerkt nachgewiesenermaßen zu libido-problemen führen kann) – das halte ich für ein zeichen von achtung für den anderen und finde spott und hohn unangebracht.


  10. Gerüchte liegen in der Luft

    Das Sommerloch scheint beendet.

    Kaum wird es draußen Kälter verziehen sich die Blogger wieder zurück an ihren heimischen Rechner und streuen Gerüchte in die Welt, bzw. greifen sie auf und verbreiten sie weiter.

    So auch die 5 Filmfreunde, für di

 

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