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Und schon wieder kein Viagra für Frauen

 

Was wird nicht überall nach einem Viagra für Frauen gesucht. Was wurde nicht alles schon als „boah, jetzt aber endlich gefunden!“ verkauft. Was hat man nicht schon alles über PT-141 von Palatin Technologies gelesen, einen Nasenspray mit dem Inhaltsstoff Bremelanotid. Irgendwo habe ich sicher noch die Geschichte aus einem seriösen englischsprachigen Magazin liegen, die mir eine Kollegin mit den Worten zugesteckt hat: „Darüber sollten wir doch jetzt echt was machen. Das scheint ja wirklich zu funktionieren!“

Nun, gerade bei angeblichen Durchbrüchen in der Pharmazie/Medizin/Wissenschaft hilft es oft, noch ein wenig abzuwarten, Tee zu trinken und zu beobachten. Denn, siehe da. Oft knallt so ein Durchbruch dann doch voll gegen die Wand.

Forbes berichtet jedenfalls soeben, dass eine bevorstehende Studie zu PT-141 von Palatin zurückgestellt wurde, nachdem die amerikanische Gesundheitsbehörde FDA schwere Bedenken wegen der Nebenwirkungen angemeldet hatte.

Die klingen jetzt auch wirklich nicht besonders antörnend: erhöhter Blutdruck, Schwindelgefühle, Kotzerei, Kopfschmerzen. Ganz abgesehen davon habe die FDA auch ganz generell die Wirksamkeit des Mittels in Frage gestellt.

Mal schauen, welches Mittel sie als nächstes durchs Dorf treiben. Noch jemand eine Tasse Tee?

10 Kommentare

  1.   creezy

    Klar, Ingwertee, der kurbelt den Stoffwechsel an, sorgt für eine stärkere Durchblutung. Das passt dann schon. Da müssen auch keine kleinen Laborratten in der Testphase für sterben.

    Vielleicht ist die Libido der Frau aber auch schon wieder auf Trab gebracht, wenn sich Coachpotatoe den Bierbauch abtrainiert, nicht ständig vor ihren Augen furzt und rülpst und gelgentlich mal nette Sätze in ihre Richtung formuliert …

  2.   Magnus

    Warum auf irgentwelche Mittelchen zurückgreifen? Ich denke der Körper kann selber genug lustige Stoffe herstellen, die beide Partner in die richtige Stimmung versetzen.
    Die Frage ist wohl nur, ob man den Partner richig kennt und weiss was er mag.


  3. JA und Ingwer wärmt auch. Wenn dann doch mal wieder nix wird, ist einem wenigstens warm. Und man spart sich den Hustensaft mit Clobutinol, der führt nämlich zu Herzrythmusstörungen. Und die hat man ja sowieso, wenn´s mal wieder länger dauert….ach ne, das war ja die Sache mit der Schokolade. Und hier wird ja Tee getrunken. Schönen Nachmittag wünscht Julia

  4.   Ron

    Lieber einen Kaffee 😉


  5. Hehe, das stimmt @ creezy.
    Keine macht der Chemie! ;D Außerdem schmeckt Tee und Kaffee eh besser, nicht wahr? 😉

  6.   Coutulesh

    Und hier bin ich und dachte, Viagra für Frauen gebe es schon länger als Viagra für Männer in allen erdenklichen Farb-, Geruchs-, und Geschmacksrichtungen..

  7.   Phaidros

    Nen YohimbeTee tät ich
    schon nehmen… 😉


  8. Ich bin mit meiner sexuellen Leistungsfähigkeit durchaus zurfrieden. „Er“ übrigens auch.
    Aber wenn Kräuter, dann Damania (http://www.joergo.de/Damiana.html). Noch nicht selbst getestet, hört sich aber inetressant an.

  9.   margot

    … und die nebenwirkungen sind wegen des mittelchens und nicht wegen der männer der probandinnen? *sorry, war aufgelegt …*

  10.   BFlat

    Wozu denn Viagra & Co für Frauen?

    Angenommen, ich wäre ein pharmazeutisches Christkind: welchen Frauenwunsch sollte ich denn erfüllen, mit dem Viagra-Pendant?

    Mir als Mann gibt Viagra & Co die Sicherheit Männchen zu sein, wenn es die Liebesbegegnung braucht. Mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit stellt sich bei Stimulation eine Erektion ein. Doch was ist das weibliche Pendant dazu? Sekretion? Öffnen?
    Stellt sich aber letzteres nicht mit hoher Sicherheit auch ganz ohne Pharmaka ein, bei einem guten Liebesspiel?
    Und wenn das Spiel nicht gut war, schnell eine Pille einwerfen, damit der Koitus zumindest schmerzfrei vollzogen werden kann?

    Ist so eine mechanistische Vorstellung vom Sex überhaupt weiblich?

    fragt BFlat

 

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